01/2012
Neuer Leiter der Straßenmeisterei Uchte

Jan Bartling steht in diesem Winter vor seiner ersten Bewährungsprobe

Uchte (ug). Für Jan Bartling stellt dieser Winter die erste harte Bewährungsprobe dar. Seit dem 1. September hat er die Leitung der Uchter Straßenmeisterei übernommen. So ist es nicht verwunderlich, wenn morgens auf der Fahrt von seinem Wohnort Wölpinghausen nach Uchte sein erster Blick ganz besonders dem Zustand der Straßen gilt.

Der neue Leiter der Straßenmeisterei Uchte, Jan Bartling, hofft, dass die insgesamt 1.200 Tonnen Streusalz für die Straßen in seinem Bezirk ausreichen werden.
Der neue Leiter der Straßenmeisterei Uchte, Jan Bartling, hofft, dass die insgesamt 1.200 Tonnen Streusalz für die Straßen in seinem Bezirk ausreichen werden.
Dafür, dass die 77 km Bundesstraßen, 107 km Landesstraßen und 170 km Kreisstraßen in seinem Zuständigkeitsgebiet in einem guten befahrbaren Zustand sind, ist er verantwortlich. Als Nachfolger seines Vorgängers Hermann Kampers, der über 40 Jahre die Außenstelle der niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr, Geschäftsbereich Nienburg, leitete, hat der 32-jährige Diplom-Ingenieur nun eine Vielzahl von Aufgaben zu bearbeiten.

Zu den Pflichten der Straßenmeisterei zählen u.a. Streckenkontrollen und die Beseitigung von Gefahrenquellen wie Hindernisse oder Verschmutzungen, die Unterhaltung und Instandsetzung von Bundes- und Landesstraßen (Beseitigung von Schlaglöchern, Rissen usw.), die Unterhaltung von Ingenieurbauwerken (Brücken, Durchlässe, Stützwände, Lärmschutzwände), die Aufstellung, Instandhaltung, Reinigung von Verkehrszeichen und Signalanlagen, die Aufnahme von Unfallschäden, Baumkontrollen, die Pflege des Straßenbegleitgrüns sowie die Unterhaltung von unbewirtschafteten Rastplätzen (Müllentsorgung).

Vier Streckenwartungsteams sind hierzu in ihrem jeweiligen Bezirk täglich im Einsatz. Einen Schwerpunkt bildet hierbei der Winterdienst. Das Räumen und Streuen der Straßen hat im Wintereinsatz für die hierfür eingeteilten Mitarbeiter oberste Priorität. Sieben Streuwagen sind im Einsatz, wenn die Wetterverhältnisse dieses erforderlich machen. Zwei „Gucker“ überprüfen bei entsprechenden Witterungsverhältnissen (der Straßenwetterdienst wird regelmäßig abgefragt) an unterschiedlichen Standorten nachts zwischen 1 und 2 Uhr die Straßenverhältnisse. So ist sichergestellt, dass bei Glättegefahr rechtzeitig gestreut wird. Neben der Einteilung und Überwachung dieser Aufgaben, für die insgesamt 32 Mitarbeiter (zu denen 5 Azubis, 5 Verwaltungsmitarbeiter sowie 2 Schlosser für Fahrzeuge, Haus und Hof gehören) zur Verfügung stehen, gibt es für den neuen Leiter noch viele weitere Büroarbeiten zu erledigen.

Im Bereich der Verwaltung unterstützen die Straßenmeistereien unter anderem die Polizei durch die Mitwirkung in Unfallkommissionen und Ermittlung von Unfallkosten und geben Stellungnahmen zu Bauvorhaben an Bundes- und Landesstraßen ab. Daneben gilt es personelle Schulungen abzuhalten, die verschiedenen Haushalte mit ihren Ausgaben zu führen sowie die täglich anfallenden Büroarbeiten zu erledigen. Erfahrungen konnte der neue Leiter der Straßenmeisterei bisher vor allem bei dem Ausbau der A 1 zwischen Bremen und Hamburg während seiner Dienstzeit in Verden sammeln. Danach war er zunächst zwei Jahre im Geschäftsbereich Nienburg tätig und war hier bei verschiedenen Baumaßnahmen für die Bauabwicklung zuständig. Mit dem neuen Arbeitsstandort Uchte hat sich nun sein täglicher Anfahrtsweg zu seiner Dienststelle erheblich verkürzt, was letztlich auch seiner Familie, zu der neben seiner Ehefrau inzwischen auch ein 8-monatiger kleiner Sohn zählt, zugute kommt.

Jan Bartling ist zuversichtlich, dass er den vielfältigen neuen Aufgaben gewachsen ist. Während seiner Einarbeitungszeit hofft er noch auf die Unterstützung der Kollegen, um unnötige Fehler zu vermeiden. Die Koordinierung des ersten Wintereinsatzes hat er auf jeden Fall schon hinter sich. Bereits in der Nacht vom 13. auf den 14. November waren die Straßen glatt und es musste gestreut werden. Für die kommenden Wochen und Monate ist die Straßenmeisterei Uchte auf jeden Fall gut gerüstet: 500 Tonnen Streusalz liegen in der Uchter Lagerhalle und noch einmal 700 Tonnen in der Halle in Stolzenau. Je nach Vereisung der Straße werden pro Streueinsatz zwischen 25-30 Tonnen Streusalz benötigt. Jan Bartling hofft, dass diese Menge ausreichen wird. Für den Notfall stehen aber noch weitere Tonnen Streusalz abrufbereit.