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Neuer Radweg an der K20 eröffnet: Landkreis Nienburg schließt nach 17 Jahren wichtige Lücke zwischen Sapelloh und NRW

Nach mehr als 17 Jahren Planung ist es geschafft: Der neue 6,8 Kilometer lange Radweg entlang der K20 im Landkreis Nienburg wurde offiziell eröffnet. Das Projekt zwischen Sapelloh und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen verbessert die Verkehrssicherheit, stärkt den Tourismus und zeigt, was regionales Bürgerengagement bewegen kann.
Vertreter aus Verwaltung und Politik geben den Radweg entlang der K20 offiziell für den Verkehr frei. Foto: Landkreis Nienburg
Vertreter aus Verwaltung und Politik geben den Radweg entlang der K20 offiziell für den Verkehr frei. Foto: Landkreis Nienburg
Landkreis Nienburg. Was lange währt, wird endlich gut: Mit einem symbolischen Schnitt durch das rot-weiße Band wurde kürzlich der neue Radweg entlang der Kreisstraße 20 (K20) offiziell für den Verkehr freigegeben. Nach einer über 17-jährigen Planungs- und Entstehungsgeschichte feierten Vertreter des Landkreises, der Samtgemeinde Uchte, der Gemeinde Warmsen sowie Bürger den Lückenschluss zwischen Sapelloh und der Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen.
Bereits im Jahr 2007 stellte die Samtgemeinde Uchte den ersten Antrag – damals mit dem Ziel, touristische Highlights wie die Moorbahn, das Café „Altes Torfwerk“ und die Windmühlen in Hoyersförde und Mösloh besser anzubinden. Doch der Weg war steinig: Zunächst wegen einer niedrigen Priorisierung im Radwegebedarfsplan abgelehnt und später aufgrund vorrangiger Straßenbaumaßnahmen auf Eis gelegt, drohte das Projekt mehrfach zu scheitern.
Dass der Radweg heute existiert, ist maßgeblich dem Engagement der Menschen vor Ort zu verdanken. Im Januar 2008 unterstrichen rund 1.000 Bürger rund um Initiatorin Monika Rethmeier mit ihren Unterschriften, dass der Weg kein reines Verwaltungsprojekt, sondern ein Herzenswunsch der Region ist. Sogar die Bereitschaft, den Weg als „Bürgerradweg“ mit eigenen Hand- und Spanndiensten zu bauen, stand zeitweise im Raum, um die Realisierung zu beschleunigen.

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Auch die letzten Meter vor dem Baustart des ersten Abschnitts im Jahr 2019 glichen einem Krimi: Zwischenzeitliche Absagen von Fördergeldern, eine plötzliche Kehrtwende im Jahresbauprogramm des Landes und explodierende Baukosten, die auf insgesamt knapp 4 Millionen Euro anstiegen, forderten alle Beteiligten heraus. Erst die Anerkennung der Mehrkosten durch den Fördergeber im April 2019 machte den Weg endgültig frei.
Gefördert wurde der Bau des Radwegs durch Land und Bund. Allein durch das für den 2. und 3. Bauabschnitt genutzte Sonderprogramm des Bundes „Stadt & Land“ flossen rund 1,9 Millionen Euro an Fördermitteln in den Landkreis.
Der nun fertiggestellte, rund 6,8 Kilometer lange Radweg wurde in drei Abschnitten realisiert. Er schließt nicht nur eine wichtige Lücke im regionalen Radwegenetz, sondern erhöht die Sicherheit für die tägliche Mobilität und stärkt den sanften Tourismus im Landkreis Nienburg.
Zahlen & Fakten zum Projekt:
Projektstart: Erste Antragstellung 2007
Länge: ca. 6,8 Kilometer (Gesamtstrecke Warmsen bis Landesgrenze)
Baukosten: Knapp 4 Millionen Euro (nach Neukalkulation und Ausschreibung)
Bürgerengagement: Unterschriftenliste von etwa 1.000 Personen im Jahr 2008

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