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Rhodesian Ridgeback-Welpen in Petershagen: Leidenschaft für eine besondere Hunderasse

Zehn Rhodesian-Ridgeback-Welpen haben für Leben im Hause Lübke in Petershagen gesorgt. Züchterin Katharina Lübke spricht über ihre Leidenschaft für die Rasse und die Verantwortung der Hundezucht.
Die Welpen erkunden sich und die Umgebung. Foto: Jessica Höffner
Die Welpen erkunden sich und die Umgebung. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Petershagen. Frau Rot schläft noch tief und fest, während die anderen neun Welpen Wippbrett, Kuscheltiere und Co. erkunden und bereits lautstark miteinander raufen – noch etwas wackelig auf den Beinchen, aber voller Energie. Vier Wochen sind die zehn Rhodesian-Ridgeback-Welpen alt, als wir sie besuchen. Mit der Petershäger Züchterin Katharina Lübke vom Kennel „Rhodesian Ridgeback von Petershagen“ sprechen wir über Zucht, Bauchgefühl und die Liebe zur Rasse.

„Noch zwei Wochen, dann versteht man hier sein eigenes Wort nicht mehr, wenn die Welpen aufdrehen“, sagt die 42-Jährige und lacht. Schon jetzt geben die Kleinen ordentlich Gas: Sie raufen, knurren, jaulen – und sind dabei vor allem eines: zuckersüß.
Seit 2010 ist Katharina Lübke fasziniert von der Rasse. Damals zog mit „Murphy“ ihr erster Rüde ein, der später nach erfolgreicher Zuchtzulassung als Deckrüde eingesetzt wurde. Schnell wuchs der Wunsch nach einer eigenen Zucht. „Schließlich zog Mira bei uns ein – damals fünf Monate alt, obwohl mein Mann eigentlich gar keine Hunde wollte“, erinnert sich Lübke. Bei „Murphy“ und „Mira“ war es Liebe auf den ersten Blick – 2014 kamen dann die ersten Welpen im Hause Lübke auf die Welt.

Hündische Kommunikation: Mutter „Moya“ zeigt ihrem Nachwuchs, dass sie in diesem Moment keinen Kontakt möchte. Foto: Jessica Höffner
Hündische Kommunikation: Mutter „Moya“ zeigt ihrem Nachwuchs, dass sie in diesem Moment keinen Kontakt möchte. Foto: Jessica Höffner

Heute, mehr als zehn Jahre später, leben „Murphy“ und „Mira“ nicht mehr. Die Begeisterung für die Rasse ist geblieben. Drei Hündinnen gehören aktuell zur Familie: die fünfjährige „Moya“, die knapp dreijährige „Marali“ und die knapp zweijährige „Malaika“.
Im Welpenbereich wird es derweil lauter. Mutter „Moya“ zeigt die Zähne und knurrt, als die Welpen an ihr Gesäuge wollen. Was für Außenstehende beunruhigend wirken kann, ist für Lübke ganz normale hündische Kommunikation. „Alles okay“, sagt sie ruhig. Die Welpen lernen hier früh die Hundesprache – und noch mehr. Viel Wert legt die Züchterin darauf, sie auf den Alltag vorzubereiten: unterschiedliche Untergründe, neue Reize und auch Geräusche wie der Staubsauger gehören dazu.

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Mittlerweile ist es voll geworden im abgetrennten Bereich. Neben „Moya“ schauen auch „Marali“ und „Malaika“ nach dem Rechten. Während „Marali“ das Muttersein bereits kennt, hat „Malaika“ bis zu ihrem ersten Wurf noch etwas Zeit – die Zuchtzulassung hat sie jedoch schon.
„Der jetzige Wurf von Moya ist wirklich toll und sehr unkompliziert“, sagt Lübke und lässt den Blick über die kleinen Racker schweifen. „Und eigentlich sollte man ja aufhören, wenn es am schönsten ist“, fügt sie hinzu – verwirft den Gedanken jedoch schnell wieder. Für sie ist die Zucht mehr als ein Hobby: „Es ist einfach Leidenschaft.“
Was sie an der ursprünglich aus dem südlichen Afrika stammenden Rasse begeistert? „Zunächst war es das Aussehen“, gibt sie offen zu. Doch schnell wurde ihr klar, dass der Rhodesian Ridgeback mehr ist als nur ein schöner Hund. „Sie sind sportlich, eigenständig und haben etwas Unnahbares. Genau das macht sie so spannend“, sagt sie. Gleichzeitig seien sie loyal und enge Begleiter – auch für Familien geeignet, wenn die Rahmenbedingungen stimmen.

Die Welpen im Alter von etwa vier Wochen. Foto: Jessica Höffner
Die Welpen im Alter von etwa vier Wochen. Foto: Jessica Höffner

Dass das funktionieren kann, zeigt ihr eigenes Zuhause: Neben Ehemann Sören leben auch die drei Töchter Carlotta (6), Leni Marie (8) und Emma Luise (9) mit den Hunden zusammen. Sie wachsen mit den Ridgebacks auf – und entwickeln dabei früh ein Gespür für Tiere.
Bauchgefühl spielt bei der Auswahl der neuen Besitzer eine zentrale Rolle. „Oft merke ich schon im ersten Telefongespräch, ob es passt“, sagt Lübke. „Manchmal sage ich Interessenten aber auch nach einem Besuch ab. Ich verlasse mich dabei stark auf mein Gefühl.“ Entscheidend ist für sie, dass jeder Welpe ein passendes Zuhause findet.
Wenn schließlich der Abschied naht, fällt er ihr trotz aller Erfahrung schwer. „Wenn der erste Welpe geht, fließen oft Tränen – und manchmal auch noch einmal, wenn der letzte auszieht“, sagt sie. Ganz verlieren wird sie ihre Hunde aber selten: Viele Käufer bleiben in Kontakt, manche werden zu Freunden. „Und in einigen Fällen sind sogar richtige Patenschaften für Kinder daraus entstanden.“

Hinweis der Redaktion: Mittlerweile sind alle zehn Welpen bei Katharina Lübke ausgezogen und bei ihren neuen Familien eingezogen.

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