Sonntag, 27. September 2026

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Papagei auf der Schulter: Diese Petershägerin fährt mit Ara Rennrad

Mit Papagei statt Hund unterwegs: Jutta Wehmeyer fährt in Petershagen Rennrad – und ihr Ara Gustaf sitzt dabei auf ihrer Schulter.
Ein „buntes Team“: Die Petershägerin Jutta Wehmeyer nimmt ihren Ara Gustaf regelmäßig mit auf ihre Rennradtouren. Foto: Dietmar Meier
Ein „buntes Team“: Die Petershägerin Jutta Wehmeyer nimmt ihren Ara Gustaf regelmäßig mit auf ihre Rennradtouren. Foto: Dietmar Meier

Von Jessica Höffner

Petershagen. Zahlreiche Tattoos an Armen und Beinen und ein extravagantes Rennradshirt: Jutta Wehmeyer fällt auf, wenn sie mit ihrem Rennrad unterwegs ist. Viel bunter ist allerdings das, was auf ihrer Schulter sitzt. Denn wenn sich die 57-Jährige aufs Rad schwingt, ist ein Papagei dabei. Wir haben Jutta Wehmeyer und Gustaf (2) in Petershagen getroffen.

Woher kommt die ungewöhnliche Idee, mit einem Papagei auf der Schulter Rennrad zu fahren? Für die Petershägerin Jutta Wehmeyer ist die Antwort einfach. „Aras waren schon immer meine Leidenschaft. Schon mein Großvater hatte welche“, sagt sie.
Ihre Leidenschaft für das Rennradfahren mit der Liebe zu den bunten Vögeln zu verbinden, lag für sie deshalb nahe. Ganz ohne Training ging das allerdings nicht. „Es ist vergleichbar mit Hunden, die am Fahrrad mitlaufen. Auch das muss geübt werden“, sagt Jutta Wehmeyer, während Gustaf auf ihrer Schulter sitzt.

Die ersten Trainingseinheiten gab es für Gustaf zu Hause. Dazu gehörte auch, dass sich der Papagei an das Tragen eines Sicherheitsgeschirrs gewöhnen musste. Gustaf machte seine Sache gut – wohl auch, weil es für den bunten Vogel, der etwa zwei Kilogramm auf die Waage bringt, Belohnungen von Frauchen Jutta Wehmeyer gab. Das Geschirr sorgt heute für Sicherheit im Straßenverkehr. Eine Sicherheitsleine verhindert, dass Gustaf ungewollt und womöglich gefährlich davonfliegt. „Anders sieht es mitten in der Natur und auf Feldwegen aus“, sagt Jutta Wehmeyer. Dort darf Gustaf das machen, was ein Vogel eben macht: fliegen und sich frei fühlen. Ein Pfiff seines Frauchens reicht, damit der Ara wieder auf ihre Schulter zurückkehrt.

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Während Gustaf an diesem Tag mit auf die Radtour darf, wartet zu Hause bereits der zweite Ara „Lotte“. Die beiden Vögel sind immer abwechselnd an der Reihe. „Mit beiden fahre ich nicht los. Auf jeder Schulter einen Ara sitzen zu haben, wäre dann doch zu viel“, sagt die begeisterte Rennradfahrerin. Längst wissen die Papageien, wann es losgeht: Sobald Jutta Wehmeyer zu Hause ihren Fahrradhelm schnappt, ist die Aufregung groß. Die beiden gefiederten Freunde begleiten die Petershägerin aber nicht nur auf dem Rad. „Sie sind oft dabei – auch im Urlaub oder wenn ich Freunde besuche“, sagt sie.

Besonders wichtig ist ihr, dass die Tiere auch fliegen können. „Für die Tiere ist das toll. Vor allen Dingen, frei über Felder fliegen zu können.“
Für die 57-Jährige ist das Rennradfahren mit ihren gefiederten Freunden genau das Richtige, um nach einem stressigen Alltag den Kopf freizubekommen. „Es ist ein toller Ausgleich zum Job“, sagt sie. Und während andere bekannt wie bunte Hunde sind, fällt Jutta Wehmeyer eher in die Kategorie „Paradiesvogel“. Normal ist schließlich, was gefällt. „Andere Menschen gehen mit ihrem Hund spazieren und genießen die Zeit mit ihren Tieren. Das ist bei mir auch so – nur mit dem Unterschied, dass ich keinen Hund an der Leine, sondern einen Papagei auf der Schulter habe“, sagt Jutta Wehmeyer.

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