Dienstag, 29. September 2026

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Kanutourismus auf der Weser: Debatte um neue Anlegestellen in Petershagen

Wie soll die Weser in Petershagen touristisch genutzt werden? Im Ausschuss wurde über zusätzliche Kanu-Anlegestellen, Naturschutz und die touristische Entwicklung der Weseraue diskutiert.
Regierungspräsidentin Anna Bölling bei der Kanutour im Mai. Foto: ddm
Regierungspräsidentin Anna Bölling bei der Kanutour im Mai. Foto: ddm

Lahde (ddm). Aufschlussreiche Debatte beim Tagesordnungspunkt 5 in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Stadtmarketing und Kultur. Mit einem umfangreichen Fragenkatalog hatte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen um einen „Sachstandsbericht zur touristischen Erschließung der Weser im Vogelschutzgebiet Weseraue durch Kanu-Anlegestellen“ gebeten.

Die Anmerkung in der Anfrage, dass von einer zunehmenden touristischen Nutzung der Weser durch den Kanutourismus „nur ein kleiner Teil der Bevölkerung“ profitieren und die Artenvielfalt „im Kampf gegen den Klimawandel“ helfen würde, vermittelte dazu auch einen Eindruck der damit verbundenen Intention.
Erbeten wurde in der Anfrage eine breite Palette von Informationen, angefangen von der derzeit bestehenden Situation über mögliche weitere touristische Nutzungen an zusätzlichen Anlegestellen, über wirtschaftliche Effekte, die Kostensituation sowie naturschutzfachliche Auswirkungen., nachzulesen auf der Webseite der Stadt Petershagen im Ratsinformationsmanagement.
In ihrer ausführlichen Stellungnahme brachte Evelyn Hotze, Leiterin der Stabsstelle Stadtmarketing, zunächst die zwischen 2019 und 2021 erarbeiteten und vom Stadtrat verabschiedeten touristischen Leitlinien in Erinnerung. „Grundsätzlich ist es so, dass wir als Stadt das Ziel verfolgen, unseren Weserabschnitt als prägenden Naturlandschafts- und Erholungsraum für die Menschen vor Ort erlebbar zu machen und zugänglich zu halten. Für unsere örtliche Bevölkerung hat das einen immens hohen Stellenwert.“

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Die Einrichtung zusätzlicher Anlegestellen könne gleichermaßen für Rechtssicherheit sorgen und auch dazu beitragen, dass sensible Uferabschnitte nicht unkontrolliert betreten werden. „Wir unterhalten uns vielleicht über eine Ein- und Ausstiegshilfe. Es geht nicht darum, weitere touristische Nutzungen neu zu etablieren. Wenn wir die Akzeptanz der Bevölkerung für die schützenswerten Bereiche hochhalten wollen, ist es unerlässlich, dass wir an anderen Stellen Zugang gewährleisten.“
Wilfried Ernsting Bündnis 90/Grüne bewertete im Anschluss den Petershäger Weserabschnitt als nicht sonderlich interessant und empfahl den Bereich um die Porta: „Da sieht man nicht nur Böschungen und Kuhbeine.“
Dass Bürgermeister Dirk Breves, Regierungspräsidentin Anna Bölling und der heimische Bundestagsabgeordnete Oliver Vogt (CDU), die – organisiert vom Kanuklub Petershagen – Mitte Mai von Petershagen nach Windheim gepaddelt waren, das ganz anders bewerteten, haben wir in der Juni-Ausgabe des Petershäger Anzeiger berichtet, nachzulesen auch auf unserer Webseite.

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