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Restaurierung der Lechner-Figuren: Petershagen erhält seine Alltagsmenschen 2026 zurück

Die Petershäger Lechner-Figuren erhalten in Witten eine Kur: Schleifen, Ausbessern, Neulack. Ab Frühjahr 2026 sind „Herr Meyer“, „Hermine“ und Co. wieder in Petershagen zu sehen.
Auffrischungskur für die Lechner-Figuren aus Petershagen: Derzeit werden sie abgeschliffen und Löcher werden gefüllt. Foto: Lechnerhof
Auffrischungskur für die Lechner-Figuren aus Petershagen: Derzeit werden sie abgeschliffen und Löcher werden gefüllt. Foto: Lechnerhof

Von Jessica Höffner

Witten/Petershagen. Sie werden geschliffen, kleine Risse und Löcher werden gefüllt: Seit Anfang Oktober befinden sich die fünf Petershäger Lechner-Figuren in Kur.

„Herr Meyer“ ist an der Reihe. Seit 2009 steht er gegenüber vom Amtsgericht – jetzt in Witten. Die rote Jacke und die blaue Hose hat „ausgezogen“. Aus gutem Grund: Denn wenn „Herr Meyer“ voraussichtlich im Frühjahr 2026 wieder nach Petershagen zurückkehrt, will er schick wie eh und je sein.
„Herr Meyer“ ist gemeinsam mit „Herrn Hagen“, „Hermine“, „Frau Peters“ und „Mathilde“ nach Witten gereist. Und die hat natürlich auch Schoßhund „Fiffi“ dabei, der – wie alle anderen Lechner-Figuren – die vergangenen Jahre jede Witterung gemeistert hat. Ob Sonne, Regen oder Schnee. „Damit die Grundsubstanz auch für die kommenden Jahre sichergestellt ist, sind jetzt diverse Arbeitsschritte nötig“, erklärt Holger Patt für das Team der sogenannten „Alltagsmenschen“.
Auf dem Lechnerhof in Witten werden „Herr Meyer“, „Hermine“ und Co. jetzt also wieder schick gemacht. Sobald der „alte Lack“ ab ist, geht es an die Bemalung. Die wird vermutlich im Januar oder Februar erfolgen, ehe die Lechner-Figuren dann ihre Kur beenden und im Frühjahr zurück in ihre Heimat Petershagen reisen.
Die beiden Künstlerinnen Christel und Laura Lechner haben die „Alltagsmenschen“ geschaffen. Die Betonskulpturen greifen das Alltägliche auf und laden dazu ein, innezuhalten und die kleinen Momente des Lebens wertzuschätzen.
So wie beispielsweise „Mathilde“, die ihren Platz am Brunnen vor der Stadtverwaltung in Petershagen im Jahre 2005 bezog. Dort sitzt „Mathilde“ seitdem – und nicht alleine. Sie hat ihren Schoßhund „Fiffi“ dabei. Und während „Herr Hagen“ auf dem Kopf seine Schiffermütze trägt und den Feierabend genießt, studiert „Hermine“ die Stadtchronik von Petershagen.
All das derzeit noch auf dem Lechnerhof in Witten – ab dem Frühjahr 2026 dann wieder in Petershagen.

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