Anzeige

Anzeige

Lusebrink: Auf den Spuren der Rentierjäger

Die Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke e.V. hat jüngst eine Prospektion sowie eine Schulung zur Befunddokumentation auf dem Lusebrink in Petershagen-Neuenknick durchgeführt.
Gudrun Görler, Robert Ludwig, Daniel Bake und Melanie Redeker während der Fundansprache. Foto: Marc Redeker/GeFBdML e.V.
Gudrun Görler, Robert Ludwig, Daniel Bake und Melanie Redeker während der Fundansprache. Foto: Marc Redeker/GeFBdML e.V.

Petershagen-Neuenknick. Die Gesellschaft zur Förderung der Bodendenkmalpflege im Kreis Minden-Lübbecke e.V. hat jüngst eine Prospektion sowie eine Schulung zur Befunddokumentation auf dem Lusebrink in Petershagen-Neuenknick durchgeführt.
Die Prospektion – eine der ältesten und zugleich einfachsten archäologischen Methoden – erfolgt durch das systematische Begehen einer Fläche allein mit geschultem Auge. Auf dem Lusebrink, der mit 79,2 Metern die höchste Erhebung Petershagens darstellt und seit 1912 als Fundstelle bekannt ist, konnten erneut Informationen zur Nutzung während des Spätpaläolithikums gesammelt werden. Vor rund 12.000 Jahren errichteten hier Rentierjäger der Ahrensburger Kultur ihre Sommerlager in einer von Baumgruppen durchsetzten Tundralandschaft. Charakteristische Steingeräte wie Stielspitzen und Mikrolithen ermöglichen die wissenschaftliche Datierung und zeigen, dass der Platz über mehrere Perioden hinweg genutzt wurde.
Durch den Bewuchs der Flächen in Neuenknick konnten dort nur wenige, meist nicht relevante Funde während der Prospektion aufgelesen werden.

Anzeige