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Vortrag „Igel in unseren Gärten“ – Lebensraum, Nahrung, Gefahren

22. Februar 2026

Am Sonntag, dem 22.02.2026, findet um 15:30 Uhr in Windheim No2, Im Grund 4, 32469 Petershagen, ein Vortrag „Igel in unseren Gärten“ statt. Die Igelhilfe Herford-OWL e.V. veranstaltet diesen Info-Abend zwecks Aufklärung und dies aus gutem Grund. Der Igel ist eines der ältesten Säugetiere auf unserem Planeten und scheint ein Erfolgsmodell der Natur zu sein. Doch seit 2024 steht der Igel auf der roten Liste der vom Aussterben bedrohten Tierarten als potentiell gefährdet. Es ist also dringend an der Zeit, mehr über die nachtaktiven Tiere zu lernen um ihre Bedürfnisse besser zu verstehen.

„Wir können nur schützen, was wir kennen“ – unter diesem Motto hofft die Igelhilfe auf eine rege Beteiligung am Vortrag, um die kleinen stacheligen Gesellen und ihren Lebensraum in den Fokus zu rücken und zu einer besseren Kenntnis ihrer Lebensweise beizutragen. So ist es wichtig, dass wir unsere Gärten lebenswerter für Igel gestalten. Essenziell ist hier das wir mehr für die Ansiedelung von Insekten tun, denn der Igel ist ein reiner Insektenfresser. Das erreicht man beispielsweise durch die Errichtung eines Totholzhaufen oder einer Benjeshecke. An zumindest einer Stelle im Garten sollten Laub und Reisig, Äste und Steine liegen bleiben dürfen. Auf seinen nächtlichen Streifzügen legt der Igel mehrere Kilometer zurück so dass es ihm auch möglich sein muss, die Zäune unserer Gärten zu passieren. Hierzu schafft man 10x10cm große Öffnungen oder setzt den Zaun nicht bis ganz dicht auf die Erde. Eine Artenvielfalt an heimischen Pflanzen begünstigt eine Artenvielfalt an Insekten. Nicht heimischen Pflanzen wie Kirschlorbeer bieten vielen Insekten keine Nahrung.

Igel sind auf der Nahrungssuche vielen Gefahren ausgesetzt. Straßenverkehr, Gartengeräte wie Motorsensen und Fadenschneider und neuerdings auch die beliebt gewordenen Mähroboter zum Beispiel. Diese dürfen keinesfalls nachts fahren, da sie schwere Verletzungen bei den nachtaktiven Tieren wie Kröten und Fröschen und eben auch den Igeln anrichten. Durch die Verwendung von Chemie im Garten wird nicht nur die Nahrung des Igels getötet. Igel nehmen die vergifteten Futtertiere oder auch direkt das Mittel auf und sterben daran. Weitere Gefahren wie nicht abgedeckte Pools oder Kellerschächte und Kellertreppen führen ebenfalls zu immer mehr unnötigen Verlusten bei der bedrohten Art.
Für den Igel als Art ist es fünf vor Zwölf. Er benötigt dringend unsere Unterstützung. Dann kann es uns gelingen, dass auch die nachfolgenden Generation noch Igel in ihren Gärten haben.
Für Finder von hilfsbedürftigen Igeln ist die Igelhilfe Herford-OWL e.V. über das Notfalltelefon unter 0151 2138 6210 erreichbar.

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