Anzeige

Anzeige

Notfallvorsorge im Landkreis Nienburg: So bereiten Sie sich auf Stromausfall und Krisen vor

Mit Checkliste, Notvorrat-Empfehlung und 28 Feuerwehr-Standorten als „Leuchttürme“ gibt der Landkreis Nienburg konkrete Tipps für den Ernstfall – von Blackout bis Hochwasser.
Die Leuchttürme in und um Uchte. Grafik: Landkreis Nienburg, Ratgeber in Krisensituationen
Die Leuchttürme in und um Uchte. Grafik: Landkreis Nienburg, Ratgeber in Krisensituationen

Von Jessica Höffner

Landkreis Nienburg. 45.000 Haushalte und mehr als 2.000 Gewerbeeinheiten waren zu Beginn des Jahres in Berlin nach einem Brandanschlag auf eine Kabelbrücke ohne Strom. Kein Strom, keine Heizung, kein Internet: Für dieses Szenario hat der Landkreis Nienburg/Weser auf seiner Website einen Ratgeber für alle Bürger veröffentlicht.

In dem kompakten und übersichtlichen Flyer finden die Bürger alle wichtigen Informationen rund um das richtige Verhalten in Krisensituationen. Anschaulich dargestellt sind auch die sogenannten „Leuchttürme“, die bei einem Stromausfall 24 Stunden besetzt sind. „Als Anlaufpunkt für die Bevölkerung dienen in Situationen, bei denen Leib und Leben in Gefahr sind und anderweitig keine Hilfe geholt werden kann, die aufgeführten Feuerwehren. „Hier kann über Funk Hilfe für Sie angefordert werden“, heißt es in dem Ratgeber des Landkreises Nienburg.
28 „Leuchttürme“ stehen im Notfall zur Verfügung – unter anderem an der Bremer Straße 75 in Uchte, in der Bahnhofstraße 11 in Lavelsloh, Am Bahnhof 4 in Warmsen, im Bommhof 4 in Nendorf und in der Straße Zum Ravensberg 2 in Stolzenau.
Neben den Informationen zu den Standorten der „Leuchttürme“ finden die Bürger in diesem Flyer auch Verhaltenstipps bei Feuer, Unwetter und Hochwasser sowie sämtliche wichtige Notrufnummern und eine Kurzanleitung, wie ein Notruf „richtig“ abgesetzt wird: Wo ist der Notfallort? Was ist passiert? Wer ruft an? Warten Sie auf Rückfragen!

Anzeige

Wer sich indes für ein mögliches Krisenszenario rüsten will, sollte sich zudem einen Notvorrat anschaffen.
Demnach sollten Bürger diese Dinge im Haus haben, die im Ernstfall zehn Tage die Versorgung sichern: 2,5 Liter Wasser pro Tag; haltbare Lebensmittel (zum Beispiel Konserven, Nudeln, Reis und haltbare Milch); die Summe eines doppelten Wocheneinkaufs in kleinen Scheinen und Münzen; eine ausreichend gefüllte Notapotheke (zum Beispiel mit Schmerztabletten) und persönlichen sowie lebensnotwendigen Medikamenten; einen Erste-Hilfe-Kasten; Hygiene-Artikel; Kerzen und Zündhölzer; ein batterie- oder solarbetriebenes Radio, um wichtige Nachrichten auch bei Stromausfall empfangen zu können; Ersatzbatterien und/oder Powerbank; Campingkocher und Brennpaste; für Haustierbesitzer: ausreichend Futter. Zudem wird empfohlen, den Tank des Pkw stets halb gefüllt zu haben.
Weitere Infos und Berechnungen liefert auch der Vorratskalkulator auf der Website www.ernaehrungsvorsorge.de.
Den Flyer „Verhalten in Krisensituationen“ finden alle Bürger auf der Website des Landkreises Nienburg unter dem Punkt „Bevölkerungsschutz“. Auf dieser Seite sind zudem die Broschüren „Stromausfall – Vorsorge und Selbsthilfe“ sowie „Katastrophen-Alarm“ und die „Checkliste für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen“ hinterlegt.