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10 Jahre Schiffsanleger Petershagen: Vom Problemfall zum touristischen Highlight an der Weser

Was einst vor dem Aus stand, ist heute ein beliebtes Ausflugsziel: Der Schiffsanleger in Heisterholz feiert zehnjähriges Bestehen. Ehrenamtliches Engagement und Investitionen machten das Areal zu einem Besuchermagneten.
Das Naherholungsgebiet direkt an der Weser. Foto: Dietmar Meier
Das Naherholungsgebiet direkt an der Weser. Foto: Dietmar Meier

Petershagen (kri). Vor zehn Jahren stand der Schiffsanleger in Heisterholz vor einer ungewissen Zukunft. Heute gilt das Areal an der Weser vielen als echtes „Schmuckstück“ und als touristischer Anziehungspunkt weit über Petershagen hinaus. Grund genug für den Förderverein „Schiffsanleger Petershagen“, in diesem Jahr sein zehnjähriges Bestehen zu feiern.

Gegründet wurde der Verein am 15. März 2016 in einer Zeit, in der die Zukunft der Anlage alles andere als gesichert war. Ein Jahr zuvor hatte das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Minden den Schiffsanleger wegen der maroden Spundwand gesperrt. Gäste blieben aus und das Gelände verfiel zusehends. Zudem gab es politische Überlegungen, einen Teil der Fläche in ein Biotop umzuwandeln. Die Diskussionen darüber sorgten damals für viel Unmut in der Bevölkerung.
Aus dieser Situation heraus gründeten engagierte Bürger den Förderverein mit dem Ziel, den Schiffsanleger zu erhalten und wiederzubeleben. „Es ist ein echtes Erfolgserlebnis, dass wir mit vergleichsweise wenig Geld so viel erreicht haben“, sagt der Vorsitzende Ulrich Lange, der kürzlich bei der Jahreshauptversammlung erneut im Amt bestätigt wurde. Vor allem in den ersten Jahren habe der Verein von großem ehrenamtlichen Engagement profitiert. „Am Anfang war viel Manpower da, die den Start maßgeblich unterstützt hat.“
Tatsächlich hat sich am Schiffsanleger seitdem viel getan. Rund 300.000 Euro investierte der Verein in den vergangenen zehn Jahren in die Entwicklung der Anlage. Heute zählt der Förderverein etwa 220 Mitglieder. Neben Wohnmobilstellplätzen, Slipanlage und Aufenthaltsflächen wurden unter anderem ein Toilettenwagen sowie ein Container für Geräte angeschafft. Die Rasenpflege übernehmen die Mitglieder inzwischen in Eigenregie.

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Der Einsatz hat sich ausgezahlt: Nach Einschätzung des Vereins hat sich der Schiffsanleger zu einer touristischen Größe entwickelt, die längst über die Grenzen Petershagens hinaus bekannt ist. „Ich habe im Urlaub in Frankreich Leute getroffen, die schon bei uns am Schiffsanleger waren“, berichtet Lange. Solche Begegnungen zeigten, welche Bedeutung der Platz mittlerweile für den Tourismus an der Weser habe.
Ganz ohne Herausforderungen verlief die Entwicklung allerdings nicht. Ein Problem beschäftigt den Verein bis heute: Für den Betrieb der Anlage gibt es nach wie vor keine endgültige Genehmigung. „Wir werden am Schiffsanleger bislang nur geduldet“, sagt Ulrich Lange. Dennoch blickt er insgesamt stolz auf das Erreichte zurück: „Es gab auch schwierige Zeiten, aber wir haben gemeinsam viel geschafft.“
Auch für die kommende Saison stehen weitere Verbesserungen an. Eine wichtige Neuerung ist eine große sanitäre Anlage, die mit Unterstützung der Leader-Förderung des Kreises Minden-Lübbecke gebaut wird. Sie soll rechtzeitig zum Saisonstart Anfang Mai fertiggestellt sein und den Komfort für Besucher deutlich erhöhen.
Darüber hinaus hat der Verein einen ehemaligen Kühlauflieger ausgebaut. Der rund 35 Quadratmeter große Raum dient für Veranstaltungen, Vereinstreffen und als Begegnungsstätte für Gäste.
Das zehnjährige Bestehen möchte der Förderverein im Sommer gemeinsam mit Mitgliedern, Unterstützern und Gästen feiern. Die Jubiläumsfeier ist für den 18. Juli direkt am Schiffsanleger geplant.
Für Ulrich Lange steht fest: Der Einsatz hat sich gelohnt. „Der Schiffsanleger ist heute ein echtes ,Schmuckstück‘ an der Weser.“ Und die Arbeit des Vereins soll noch lange nicht beendet sein.

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