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Mehr Ärzte für Petershagen: Gemeinschaftspraxis nimmt wieder Patienten auf

Nach einem Aufnahmestopp öffnet die Hausarztpraxis in Petershagen erneut für Patienten. Grund ist die Verstärkung durch eine zweite Fachärztin – ein wichtiger Schritt für die medizinische Versorgung vor Ort.
Das Team der Hausarztpraxis:: Lea Johanna Wagener (MFA), Nicole Rathert (MFA), Peter Ibrügger, Dr. Katarina Albert und Michaela Busse (MFA, von links). Foto: SchönWeberei/Andreas Schöneberg
Das Team der Hausarztpraxis:: Lea Johanna Wagener (MFA), Nicole Rathert (MFA), Peter Ibrügger, Dr. Katarina Albert und Michaela Busse (MFA, von links). Foto: SchönWeberei/Andreas Schöneberg

Von Jessica Höffner

Petershagen. „Die Einzelpraxis ist ein Auslaufmodell“, sagt Peter Ibrügger, der vor einem knappen Jahr die Hausarztpraxis an der Messlinger Straße in Petershagen eröffnet hat. Von Beginn an war dem 46-Jährigen also klar, dass aus der Einzel- eine Gemeinschaftspraxis werden soll. Unterstützung hat Peter Ibrügger jetzt von Dr. Katarina Albert bekommen – und die Praxis soll noch weiter wachsen.

Zweieinhalb Monate hatte es gedauert, ehe Peter Ibrügger nach der Praxiseröffnung einen Aufnahmestopp verhängen musste. 1.600 Patienten hatten er und sein Team schon Mitte Juni des vergangenen Jahres in der Kartei – das Maximum des Machbaren. Heute nimmt die Hausarztpraxis an der Messlinger Straße in Petershagen wieder Patienten auf. „Wie lange es dauert, bis wir einen neuen Aufnahmestopp verhängen müssen, wissen wir allerdings nicht“, sagt Peter Ibrügger. Weitere 1.600 Patienten aufzunehmen, ist der Praxis indes nur möglich, weil mit Dr. Katarina Albert eine zweite Allgemeinmedizinerin im Team ist, die aus der Einzel- eine Gemeinschaftspraxis macht. Seit Dezember hospitiert die 41-jährige Fachärztin für Allgemeinmedizin, Innere Medizin und Gastroenterologie in der Praxis von Peter Ibrügger. Ab dem 1. April hat die Medizinerin dann offiziell ihren Kassensitz in Petershagen. „Menschlich und fachlich passt es perfekt. Und auch der Zeitpunkt der Praxiserweiterung ist der richtige“, sagt Peter Ibrügger mit Blick auf die Unterstützung von Dr. Katarina Albert, die dem 46-Jährigen keine Unbekannte war. Die beiden Ärzte lernten sich bereits in der Mindener Praxis Kühne kennen, in der sie beide angestellt waren. „Der Zufall“ führte sie schließlich wieder zusammen. „Wir ergänzen uns sehr gut. Der große Vorteil ist, dass wir uns jetzt auch gegenseitig beraten können und uns eine zweite Meinung zu medizinischen Themen praktisch in der eigenen Praxis holen können“, sagt Dr. Katarina Albert.

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Die ersten Wochen in der neuen Praxis hätten aus Sicht der Ärztin nicht besser laufen können. „Die Patienten sind toll – und oftmals abgöttisch dankbar, dass sie eine Hausarztpraxis gefunden haben, die überhaupt noch Patienten aufnimmt“, sagt die 41-Jährige. In der Tat gilt die Stadt Petershagen als besonders unterversorgt: 4,5 freie Kassensitze machen das deutlich. Mit Dr. Katarina Albert sind es ab dem 1. April dann „nur noch“ drei.
Während Peter Ibrügger unterdessen alle Erstgespräche mit seinen Patienten erledigt hat, befindet sich Dr. Katarina Albert noch mitten drin in diesem Prozess. „Arbeit und Patienten gibt es genug. Aber um weiter wachsen zu können, brauchen wir zunächst weitere Medizinische Fachangestellte“, sagt Peter Ibrügger. Drei sind es jetzt – mit „fünf Medizinischen Fachangestellten plus einem Azubi“ sei die Praxis „gut aufgestellt“ und bereit für den nächsten Step: einen dritten Mediziner. „Ein dritter Arzt wird also kommen. Die Frage ist nur, wann das sein wird“, so Peter Ibrügger. Aktuell sichten die beiden Ärzte Bewerbungen von Medizinischen Fachangestellten und freuen sich über weitere. Zudem wird die Praxis als solche in der zweiten Märzhälfte weiter optimiert. „Wir bekommen eine neue Praxissoftware, da sich die alte als nicht besonders stabil erwiesen hat. Zudem werden weitere Behandlungsräume fertiggestellt, ein Wundversorgungsraum kommt und das Wartezimmer wird wieder schick gemacht“, so Peter Ibrügger.

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