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Alltagshelden im Klassenzimmer: Die Schulsanitäter-AG

Seit elf Jahren gibt es den Schulsanitätsdienst an der Sekundarschule Lahde. Schüler ab Klasse 9 lernen hier Erste Hilfe und sind im Ernstfall direkt im Einsatz.
Die Schulsanitäter mit Lehrer Marcus Bösch (sitzend; Mitte) und Fachkraft Jonas Franke (sitzend; rechts). Foto: Jessica Höffner
Die Schulsanitäter mit Lehrer Marcus Bösch (sitzend; Mitte) und Fachkraft Jonas Franke (sitzend; rechts). Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Lahde. Lina Wiegmann (14) und Til Dietrich (16), Schüler an der Sekundarschule Lahde, sind sich einig: „Wir helfen gerne Menschen“, sagt das Duo, das sich gemeinsam mit einigen anderen Schülern entschieden hat, an der Schulsanitätsdienst-AG teilzunehmen.
Seit elf Jahren gibt es die AG. Nachwuchssorgen gab es noch nie.

„Wir haben in jedem Jahr mehr Anfragen als freie Plätze“, freut sich Lehrer Marcus Bösch. Gemeinsam mit Jonas Franke, Fachkraft im multiprofessionellen Team (MPT), vertieft Marcus Bösch das Wissen der Schüler, das sie im Erste-Hilfe-Kurs beim DRK-Ortsverein Petershagen/Lahde erlernt haben. „In der AG üben wir die Erste-Hilfe-Maßnahmen und halten die Schüler auf dem Laufenden“, sagt Marcus Bösch. So werden die Jugendlichen fit für den Notfall gemacht. „Sinn und Zweck dieser AG ist es, für die Sicherheit und das Wohlergehen der Schüler, Lehrer und Besucher zu sorgen“, macht Marcus Bösch deutlich. Während Til Dietrich, der der AG seit Mitte Januar angehört, noch keinen „Einsatz“ bewältigen musste, hat Lina Wiegmann das bereits erlebt. „Ein Mädchen hatte eine Verletzung am Fuß. Wir haben uns dazu entschieden, den Krankenwagen rufen zu lassen. Den Notruf setzt dann das Sekretariat ab“, erinnert sich die 14-Jährige. Entscheidungen wie diese können und dürfen die gut ausgebildeten Schüler selbst treffen.

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Herrscht Unsicherheit, eilen Marcus Bösch und Jonas Franke zur Hilfe, um die Ersthelfer zu unterstützen. „Die Schüler machen das schon wirklich sehr gut. Wir werden nur selten dazugerufen“, lobt Marcus Bösch Engagement und Wissen der Jugendlichen. Zum Start einer neuen AG, an der Schüler ab der 9. Klasse teilnehmen können, stehen wöchentliche Treffen auf dem Programm. Später, wenn die Schüler voll ausgebildet sind, reduzieren sich die Treffen auf der einen Seite, während die „Dienste“ zunehmen. Jeden Tag besteht das „Notfall-Team“ dann aus vier bis fünf Schülern, die den Unterricht zu jeder Zeit verlassen dürfen, wenn ihre Hilfe benötigt wird. „Diese AG ist von Schülern für die Schüler. Sie fördert die Gemeinschaft und auch die Eigenständigkeit“, sagt Jonas Franke. Lehrer Marcus Bösch rückt noch einen weiteren wichtigen Aspekt in den Vordergrund: „Für die Eltern ist es gut zu wissen, dass ihre Kinder hier in guten Händen sind. 40 Sanitäter haben wir derzeit, die im Notfall einsatzbereit sind. Zudem wurden auch alle Lehrkräfte in der Ersten Hilfe ausgebildet“, so der Sekundarschullehrer. „Schwere Fälle“, die seien aber zum Glück selten. Der „Klassiker“ eines Sportunfalls mit umgeknicktem Fuß komme da schon häufiger vor.

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