Anzeige

Anzeige

Labormobil macht am 5. Mai in Petershagen Station

Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser verwendet wird.
Frank Hage (mitte) und Harald Gülzow (rechts) beraten einen Bunnenbesitzer und untersuchen eine Breunnenwasserprobe, mit Nitratkate von NRW. Foto: Ruben Wiltsch
Frank Hage (mitte) und Harald Gülzow (rechts) beraten einen Bunnenbesitzer und untersuchen eine Breunnenwasserprobe, mit Nitratkate von NRW. Foto: Ruben Wiltsch

Petershagen. Die Brunnenwasseranalysen am gelben Labormobil sorgten in den letzten Jahren in Petershagen für reges Interesse. Zahlreiche Bürger kamen mit ihren Brunnenwasserproben zum Infostand vom VSR-Gewässerschutz, um zu erfahren, wofür sie das Wasser verwenden können. Am Dienstag, dem 5. Mai 2026 macht das Labormobil von 15 bis 17 Uhr in Petershagen auf dem Vorplatz des Verwaltungsgebäudes in der Schloßfreiheit Station. Harald Gülzow und Frank Hage, die sich in der gemeinnützigen Organisation engagieren, nehmen in dieser Zeit wieder die Proben der Bürger entgegen.

In den heißen und trockenen Phasen des Sommers wird im Garten viel Wasser benötigt. Der VSR-Gewässerschutz möchte mit den Untersuchungen dazu beitragen, dass mehr Brunnenwasser statt dem kostbaren Leitungswasser verwendet wird. „Das Wasser aus dem Gartenbrunnen ist häufig mit Nitraten, Eisen, Bakterien und weiteren Stoffen belastet“, erklärt Harald Gülzow. Im Labormobil untersucht er wieder gegen eine geringe Beteiligung von zwölf Euro den Nitrat-, Säure- und Salzgehalt. Diese Ergebnisse erhalten die Brunnenbesitzer bereits noch am Infostand am Ende der Aktion. Gegen eine weitere Kostenbeteiligung können auch zusätzliche Parameter analysiert werden. Durch die ergänzenden Untersuchungen erfahren die Brunnenbesitzer, ob das Wasser zum Gemüse gießen oder sogar zum Befüllen von Planschbecken und Teichen geeignet ist. „Außerdem können wir eine Einschätzung dazu geben, inwieweit das Wasser im Notfall zum Trinken einsetzbar ist“, betont Frank Hage Diese Messwerte bekommen die Brunnenbesitzer in einem ausführlichen Gutachten mit der Post zugesendet. Die Gewässerexperten bieten zusätzlich jeden Donnerstag zwischen 10 und 14 Uhr eine telefonische Beratung unter 02831 9763342 an.

Eine Beprobung des Gartenbrunnens ist ganz einfach. Der VSR-Gewässerschutz empfiehlt zur Probenahme 0,5 l Mineralwasserflaschen aus Kunststoff zu nutzen. „Mineralwasser aus der Flasche ausgießen, mehrmals mit Brunnenwasser spülen und dann bis zum Rand füllen ohne den Deckel oder Flasche von innen zu berühren“, ergänzt Frank Hage.

Anzeige

 

Präsentation der Messwerte aus 25 Jahren am Infostand

Der VSR-Gewässerschutz führte bereits Auswertungen der bisherigen Analyseergebnissen in der Region durch. Diese zeigen Harald Gülzow und Frank Hage am Informationsstand in Petershagen auf einem Bildschirm. „Unser Nitratdiagramm verdeutlicht, dass die Nitratbelastung nicht so gesunken ist, wie gehofft“, berichtet Harald Gülzow. Des Weiteren konnte die gemeinnützige Organisation feststellen, dass andere Belastungen, wie Bakterien nach Starkregenfällen im Brunnenwasser zunehmen. „In Gesprächen mit den Brunnenbesitzern wird häufig klar, dass verschmutztes Regenwasser in den undichten Brunnen eindringen kann. Unsere Ergebnisse zeigen, dass es für die Nutzung im Garten wichtig ist das Brunnenwasser regelmäßig untersuchen zu lassen“, erklärt Harald Gülzow. So können Brunnenbesitzer bei der Verwendung ihres Wassers ausschließen, dass es zu Gesundheitsrisiken kommt. Die ausführlichen Auswertungen findet man auch unter www.vsr-gewaesserschutz.de/regionales/nordrhein-westfalen/kreis-minden-luebbecke/brunnen

Über den VSR-Gewässerschutz

Der VSR-Gewässerschutz wurde 1980 als Zusammenschluss verschiedener Bürgerinitiativen gegründet und engagiert sich für den Schutz des Grundwassers und der Gewässer. Die gemeinnützige Organisation führt eigene Untersuchungen durch. Die Beprobung von Flüssen und Bächen kann der VSR-Gewässerschutz selbst durchführen. Bei den Wasserproben vom Grundwasser ist der Verein jedoch auf die Mithilfe von Brunnenbesitzern angewiesen.

Anzeige

Anzeige