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Grillen in Warmsen: Grillsportverein lebt kreative Grillkultur das ganze Jahr

Grillen als Vereinsleben: In Warmsen trifft sich der Grillsportverein regelmäßig zum Experimentieren, Probieren und gemeinsamen Genießen.
Kai Ostenförth (Vorsitzender), Steffen Kannig (2. Vorsitzender), Anne-Carolin Ostenförth (Kassenwart), Maiko Jacke (2. Schriftführer), Christian Ruhe (Schriftführer) und Ingolf Meyer (2. Kassenwart; von links) sind absolute Grillfans. Foto: Jessica Höffner
Kai Ostenförth (Vorsitzender), Steffen Kannig (2. Vorsitzender), Anne-Carolin Ostenförth (Kassenwart), Maiko Jacke (2. Schriftführer), Christian Ruhe (Schriftführer) und Ingolf Meyer (2. Kassenwart; von links) sind absolute Grillfans. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Warmsen. Grillen und dazu ein kühles Blondes: „Zum Dorfleben gehört das doch einfach dazu“, sagt Kai Ostenförth, Vorsitzender des Grillsportvereins Warmsen. Aber Grillen und Sport? Wie passt das zusammen?

„Wenn wir am Grill stehen, ist es warm. Und da man dabei durchaus ins Schwitzen kommen kann, ist es Sport“, sagt Ostenförth, während ihm seine Vorstandskollegen mit einem Lächeln zustimmen. Zur Corona-Zeit entstand die Idee, einen Grillsportverein zu gründen, der heute 80 Mitglieder zählt. Sie eint natürlich eines: Die Liebe zum Grillen und das Ausprobieren und Kreeiren neuer Grillgerichte. Das typische Angrillen, meistens zu Beginn des Frühjahres, kennen die Warmser Grillfans nicht. Hier wird ganzjährig der Grill angeworfen. Im Winter vielleicht etwas seltener, aber auch dann gibt es Bratwurst, Steak und Co. von der Roste, von der aus Spanien stammenden „Plancha“, einer glatten Grillplatte, oder aus dem Kasan, einem gusseisernen Topf, der in Zentralasien seine Wurzeln hat.

„Grillen ist grillen. Egal wie und wo – auch auf dem Gasgrill oder dem Elektrogrill“, sagt Kai Ostenförth, der gemeinsam mit seiner Frau Anne-Carolin, die zugleich Kassenwartin des Vereins ist, die Grill-Vollausstattung zu Hause hat. Noch gehört Anne-Carolin Ostenförth zu der Minderheit im Verein. Nur drei der 80 Mitglieder sind weiblich – eine von ihnen sogar Vegetarierin. Vegetarisch grillen? „Das geht alles“, sind sich Kai und Anne-Carolin Ostenförth und der Rest des Vereins einig. Das Ausprobieren neuer Grillgerichte steht im Verein ohnehin längst auf der Tagesordnung.

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„Wir haben zum Beispiel schon Bratwürste selbst gemacht“, sagt Anne-Carolin Ostenförth. Auch wenn die Geschmacksexplosion ausblieb, die Bratwurst-Kreation mit Gummibärchen sei nicht die schlechteste gewesen. „Die mit Schokolade war aber eher ein Reinfall“, sagt Kai Ostenförth und ergänzt: „Learning by doing halt!“ Apropos selbstgemacht: Für die Currywurst hat der Verein mittlerweile eine eigene Soße kreiert, zudem eine Barbecue-Soße und den Grillsport-Rub, eine Gewürzmischung für Fleisch und Co. In der Mitglieder-App gibt es zudem alle Rezepte und Ideen auf einen Blick. Für Grillfans, die nicht zum Verein gehören, gibt es sogar ein Rezeptbuch – natürlich aus „eigener Herstellung“. Auf die Frage nach dem Life-Hack für das perfekte Steak macht Kai Ostenförth unterdessen deutlich: „Alle wollen immer wissen, wie das perfekte Steak gelingt. Aber jeder sollte mal versuchen, eine Bratwurst so zu grillen, dass sie an keiner Stelle leicht schwarz wird. Das perfekte Steak ist ebenso schwer.“

Bei den persönlichen Grillgut-Vorlieben gehen die Geschmäcker bei den Vorstandsmitgliedern übrigens auseinander: Ingolf Meyer (zweiter Kassenwart) ist Fan des klassischen Steaks, Anne-Carolin Ostenförth liebt die gebratenen Nudeln von der Plancha, bei Schriftführer Christian Ruhe heißt das Motto „Hauptsache Fleisch“, während das Leibgericht von Maiko Jacke (zweiter Schriftführer) das russische Schaschlik ist. Und da Steffen Kanning (zweiter Vorsitzender) im Nebenerwerb Landwirt ist, kommt bei ihm am liebsten das eigene Rindfleisch auf den Grill. Bei Kai Ostenförth hingegen kommt es auf die Jahreszeit an: Im Sommer stehen Bratwurst und Steak auf seiner Favoritenliste – im Winter eher Köstlichkeiten aus dem Dutch-Oven „Hauptsache, wir haben Spaß am Grillen“, sind sie sich trotz unterschiedlicher Geschmäcker einig. Und damit der Verein in Zukunft das gesamte Grillequipment werbewirksam transportieren kann, wurde der Anhänger jetzt von Jörg Büsching von „Die Planenmacher“ in Bohnhorst aufgehübscht. Mindestens zweimal im Jahr rollt der dann auch auf das Gelände von Gehannfors Hof, wenn der Grillsportverein dort unter anderem beim Backtag seine Grillgut-Kreationen anbietet.

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