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Historischer Pfad Friedewalde eröffnet: 17 Stationen machen Ortsgeschichte erlebbar

Mit dem neuen Historischen Pfad Friedewalde können Besucher die Geschichte des Ortes auf einem rund 15 Kilometer langen Rundweg entdecken. An 17 Stationen vermitteln Infotafeln und digitale Inhalte spannende Einblicke in die Entwicklung Friedewaldes.
Jessica König präsentiert den „Historischen Pfad Friedewalde“, der an 17 Stationen die Geschichte des Dorfes erlebbar macht. Foto: Krischi Meier
Jessica König präsentiert den „Historischen Pfad Friedewalde“, der an 17 Stationen die Geschichte des Dorfes erlebbar macht. Foto: Krischi Meier

Friedewalde (kri). Mit dem „Historischen Pfad Friedewalde“ ist ein umfangreiches Projekt zur Aufarbeitung und Vermittlung der Ortsgeschichte fertiggestellt worden, das 17 Stationen umfasst und die Entwicklung des Ortes auf besondere Weise sichtbar macht. Initiatorin des Projekts ist Ortsbürgermeisterin Jessica König, die über einen Zeitraum von fast drei Jahren zahlreiche historische Quellen zusammengetragen und die Inhalte gemeinsam mit Unterstützern aufbereitet hat.

Der rund 15 Kilometer lange Rundweg verbindet zentrale und auch weiter außerhalb gelegene Orte im Friedewalde. Er beginnt im Ortskern an der Kirche und der alten Burg Vredewolt, kann jedoch an jeder der 17 Stationen individuell betreten werden. Neben zentral gelegenen Punkten wie dem Berliner Hof oder der Friedewalder Kirche führt der Pfad auch zu weiter entfernten Stationen wie der Siedlung Sechshausen oder der Wegholmer Mühle. Jessica König empfiehlt die Erkundung insbesondere mit dem Fahrrad, da sich so alle Stationen gut verbinden lassen, alternativ sind sie jedoch auch mit dem Auto erreichbar.
Historisch schlägt der Pfad einen weiten Bogen von der mittelalterlichen Entwicklung bis in die jüngere Ortsgeschichte. Dazu gehören unter anderem ehemalige Schmieden Frost, Meier und JENZ, die sich im Laufe der Zeit zu modernen Unternehmen entwickelt haben. Auch der frühere Bahnhof Friedewalde, der sich etwa an der heutigen Stelle der Firma Frost befand, wird thematisiert. Ergänzt wird die Sammlung durch markante Orte wie das Deutsche Haus, die Friedewalder Schulen, die Kleiriehe, das Haus Himmelreich sowie die 500 Jahre alte Eiche.
Die Idee zum Projekt entstand aus ersten Informationstafeln auf dem Neuen Friedhof und Alten Friedhof. Daraus entwickelte sich der Anspruch, die gesamte Ortsgeschichte systematisch sichtbar zu machen. „Ich dachte, das geht schneller, aber es hat auch wirklich Spaß gemacht, da ich das Historische sehr interessant finde“, sagt Jessica König rückblickend über die Entstehung. Wichtige Grundlage der Recherchen waren unter anderem die Ortschroniken von Anneliese Trölenberg. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch den Heimatverein, die Kulturgemeinschaft sowie lokale Unternehmen, die Schilder und Halterungen gesponsert haben. Auch Heinrich Kruse war an der Umsetzung beteiligt und brachte die Tafeln an.
Ein Anliegen der Initiatorin ist die Vermittlung an jüngere Generationen. „Mein Ziel ist es, die Geschichte erlebbar zu machen, gerade für jüngere“, so König. Gleichzeitig betont sie die Bedeutung der Zeitzeugnisse: „Viele ältere Leute leben noch und können von ihren Erfahrungen erzählen. Ich finde es wichtig, dieses Wissen zu erhalten und zu dokumentieren.“

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Jede Station des Pfades ist mit einer Infotafel ausgestattet, die zusätzlich einen QR-Code enthält. Über diesen können weiterführende Informationen abgerufen werden. Darüber hinaus ist der Historische Pfad in die Petershagen-App eingebunden, sodass Besucher eine digitale Übersicht aller Stationen sowie ergänzende Inhalte direkt auf dem Smartphone abrufen können.
Auch persönliche Erinnerungen flossen in das Projekt ein. Besonders das Deutsche Haus bleibt Ortsbürgermeisterin Jessica König in Erinnerung, wo sie früher mit ihrem Großvater beim Gluckenfest zu Gast war, bei dem man Hühner gewinnen konnte. Heute befindet sich dort das Pflegeheim Kruse. Ebenso faszinieren sie die Alte Burg Vredewolt und das Haus Himmelreich, die zu den markanten historischen Punkten des Ortes zählen.
Mit Blick auf die Zukunft erhält das Projekt zusätzliche Bedeutung: Im kommenden Jahr feiert Friedewalde sein 700-jähriges Jubiläum. Der „Historische Pfad“ soll dabei helfen, die Geschichte des Ortes nicht nur zu bewahren, sondern auch erlebbar zu machen – als digitales und analoges Angebot zugleich, das Besucher wie Einheimische durch die Vergangenheit Friedewaldes führt.

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