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TuS Petershagen-Ovenstädt auf dem Weg nach oben: Bezirksliga und neuer Kunstrasenplatz

Sportlich und infrastrukturell macht der TuS Petershagen-Ovenstädt den nächsten Schritt: A- und B-Jugend spielen künftig in der Bezirksliga, während der neue Kunstrasenplatz gebaut wird. Das Projekt soll den Verein für die Zukunft rüsten und bessere Bedingungen für 15 Mannschaften schaffen.
Die Aufsteiger der A- und B-Jugend des TuS Petershagen/Ovenstädt. Beide Teams spielen jetzt in der Bezirksliga. Foto: privat
Die Aufsteiger der A- und B-Jugend des TuS Petershagen/Ovenstädt. Beide Teams spielen jetzt in der Bezirksliga. Foto: privat

Von Jessica Höffner

Petershagen. Der TuS Petershagen-Ovenstädt setzt mehrere Ausrufezeichen für die Zukunft. Während die A- und B-Jugend den Sprung in die Bezirksliga geschafft haben, nimmt das größte Infrastrukturprojekt der Vereinsgeschichte immer konkretere Formen an: Der neue Kunstrasenplatz wächst sichtbar. Für den Verein sind beide Entwicklungen eng miteinander verknüpft – denn sportlicher Erfolg und moderne Trainingsbedingungen sollen die Grundlage für eine nachhaltige Entwicklung bilden.

„Der Kunstrasenplatz ist für das, was wir bereits erreicht haben und künftig noch erreichen wollen, unerlässlich“, sagt Benjamin Lichtsinn (31) aus dem Vorstandsteam, der für Sponsoring, Marketing und das Projekt Kunstrasenplatz verantwortlich ist. „Mit 15 Mannschaften – drei im Senioren- und zwölf im Jugendbereich – brauchen wir verlässliche Trainings- und Spielbedingungen.“
Die Bauarbeiten liegen im Zeitplan. Die Drainage ist fertiggestellt, parallel wird Schotter eingebracht. Als Nächstes folgen die Kantensteine, ehe der Kunstrasen verlegt werden kann. Anschließend beginnt für den Verein der arbeitsintensivste Teil. „Rund um den Platz übernehmen wir sehr viele Arbeiten selbst – vom Wiederaufbau der Banden bis zu den Pflasterarbeiten. Das wäre finanziell sonst gar nicht darstellbar“, erklärt Lichtsinn.

Der Bau des Kunstrasenplatzes in Petershagen schreiten voran (Aufnahmen vom 22. Juli). Ende September soll er spielbereit sein.        Foto: ddm
Der Bau des Kunstrasenplatzes in Petershagen schreiten voran (Aufnahmen vom 22. Juli). Ende September soll er spielbereit sein. Foto: ddm

Rund 700.000 Euro kostest der Kunstrasenplatz. Die Stadt unterstützt den Bau mit 100.000 Euro – zur Hälfte als allgemeine Förderung für Großprojekte, zur anderen Hälfte, weil der Platz vormittags Schulen und Kindertagesstätten zur Verfügung stehen wird. Den Großteil der Finanzierung stemmt der Verein mit Sponsoren. Über ein digitales Quadratmeter-Projekt können Unterstützer dauerhaft symbolisch ein Stück des neuen Kunstrasens erwerben.
Wie wichtig der neue Platz ist, zeigt ein Blick auf die vergangenen Jahre. Der bisherige Naturrasen machte dem Verein regelmäßig einen Strich durch die Rechnung. „Teilweise konnten wir den Platz nur an rund der Hälfte der Tage im Jahr nutzen. Im Sommer war er hart wie Beton, im Winter reichten schon wenige Regentropfen, damit er unbespielbar wurde“, schildert Lichtsinn.

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Die sportliche Entwicklung gibt dem Verein zusätzlichen Rückenwind. Mit der A- und B-Jugend spielen in der kommenden Saison gleich zwei Nachwuchsteams in der Bezirksliga – ebenso wie die C-Jugend, die schon seit ein paar Jahren in der Bezirksliga kickt. Besonders der Aufstieg der A-Jugend sorgte für Emotionen. Erst im Elfmeterschießen sicherte sich die Mannschaft das Ticket für die höhere Spielklasse. „Das war das i-Tüpfelchen“, sagt Lichtsinn. „Vor allem war es wichtig für die B-Jugendlichen, die jetzt in die A-Jugend wechseln. So können sie sich auf Bezirksliga-Niveau weiterentwickeln.“
Die B-Jugend hatte den Aufstieg souverän perfekt gemacht. Einen entscheidenden Anteil daran schreibt der Verein dem bisherigen Trainer Jan-Werner Schmitz zu, der die Mannschaft über mehrere Jahre aufgebaut und begleitet hat. Zur neuen Saison übernimmt Schmitz die erste Herrenmannschaft, seine Nachfolge bei der B-Jugend tritt Knut Prange gemeinsam mit Silas Büsing, Noah Grotmeyer und Lennart Meier an. Die A-Jugend wird weiterhin von Tobias Aumann und Aaron Brandt trainiert, unterstützt von Betreuer Detlef Reuters.


Neben Talent und Trainingsfleiß sieht Lichtsinn vor allem den Zusammenhalt als Erfolgsfaktor. „Die Jungs kennen sich seit Jahren, haben zusammen Fußball gespielt und sind auch privat eng befreundet. Das merkt man auf dem Platz.“
Langfristig verfolgt der TuSPO eine klare Strategie. Der Verein möchte verstärkt auf eigene Nachwuchsspieler setzen und sich mit der ersten Mannschaft dauerhaft in der Bezirksliga etablieren.
Wann der Kunstrasenplatz eröffnet wird, ist noch nicht klar – und hängt vom Wetter und dem Baufortschritt ab. Ein Wunschdatum hat der Verein aber im Blick: Sollte alles nach Plan laufen und die Mannschaften im Kreispokal erfolgreich sein, könnte das Derby gegen RW Maaslingen Ende September die Premiere auf dem neuen Platz werden – ein passender Rahmen für ein Projekt, das den TuSPO sportlich und infrastrukturell auf das nächste Niveau heben soll.

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