Donnerstag, 3. September 2026

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Ortsheimatpflege in Todtenhausen: Zwei Frauen übernehmen wichtige Aufgabe

Birgit Altvater-Hotz und Heike Lohmeier sind die neuen Ortsheimatpflegerinnen von Todtenhausen. Gemeinsam wollen sie die Dorfgeschichte bewahren und aufbereiten – und arbeiten bereits an der Festschrift zum 1000-jährigen Bestehen des Weserdorfs.
Heike Lohmeier (links) und Birgit Altvater-Hotz sind die neuen Ortsheimatpflegerinnen in Todtenhausen. Foto: privat
Heike Lohmeier (links) und Birgit Altvater-Hotz sind die neuen Ortsheimatpflegerinnen in Todtenhausen. Foto: privat

Todtenhausen (jh). Nachdem Erwin Meyer sein Amt als Ortsheimatpfleger von Todtenhausen aus Altersgründen nicht mehr fortführen wollte, gibt es in dem Weserdorf nun eine neue Regelung: Mit Birgit Altvater-Hotz und Heike Lohmeier haben zwei gebürtige Todtenhauserinnen die Aufgabe übernommen und teilen sich künftig die Arbeit.

Birgit Altvater-Hotz ist pensionierte Grund- und Hauptschullehrerin und lebt auf der Großen Heide. Unter anderem engagiert sie sich in der Flüchtlingsarbeit. Heike Lohmeier war vor ihrem Ruhestand als Werbetexterin tätig und wohnt am „Rotterdamm“, dem heutigen Driftenweg.
Die beiden neuen Ortsheimatpflegerinnen stehen in engem Austausch mit Ortsbürgermeister Rainer Sundermeyer und dem „Historischen Arbeitskreis Todtenhausen“. Die Gruppe ist Teil der Kulturgemeinschaft Todtenhausen und widmet sich der Erforschung, Bewahrung und digitalen Aufbereitung der Dorfgeschichte. Einmal im Monat trifft sich der Arbeitskreis in den Räumen der ehemaligen Hauptschule Todtenhausen.
Auch bei den Schwerpunkten ihrer Arbeit haben die beiden Heimatpflegerinnen eigene Akzente gesetzt. Birgit Altvater-Hotz beschäftigt sich unter anderem mit der Geschichte der Schule in Todtenhausen. Heike Lohmeier widmet sich insbesondere der Dokumentation der Gefallenen aus den beiden Weltkriegen.

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Auf ihrer gemeinsamen Agenda steht zudem das Erlernen der Sütterlinschrift, die in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts im Alltag weit verbreitet war. Eine wichtige Aufgabe wartet bereits auf die beiden Ortsheimatpflegerinnen: Sie werden an der Festschrift zum 1.000-jährigen Bestehen Todtenhausens mitarbeiten, die 2028 erscheinen soll. Eine wertvolle Grundlage bildet dabei die „Chronik des Dorfes Todtenhausen“, die unter Federführung von Wilhelm Stühmeier, dem ehemaligen Rektor der Hauptschule Todtenhausen, entstand und 1979 veröffentlicht wurde.
Doch die Arbeit der beiden Frauen soll sich nicht auf Dokumentation, Recherche und Archivierung beschränken. Ebenso wichtig ist ihnen der persönliche Kontakt zu den Menschen im Dorf – insbesondere zu Zeitzeugen, die mit ihren Erinnerungen einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung der Ortsgeschichte leisten können.
Unterstützung und Austausch finden Birgit Altvater-Hotz und Heike Lohmeier auch im Kreis der Ortsheimatpflegerinnen und -pfleger der Stadt Minden. Diese treffen sich alle zwei Monate an wechselnden Orten, um sich über ihre Arbeit und Erfahrungen auszutauschen.

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