Freitag, 25. September 2026

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Rückbau Kraftwerk Heyden: Thema Asbest

Vor dem Abriss von Heyden 4 wird das Kraftwerksgelände umfassend auf Schadstoffe untersucht und fachgerecht saniert.
Björn Bassen (Firma Regata), Frank Strübe, Kraftwerksleiter Carsten Hühne, Cord Bredthauer und Heiko Deterding (alle Uniper) bei der Pressekonferenz am 20. September. Foto: Dietmar Meier
Björn Bassen (Firma Regata), Frank Strübe, Kraftwerksleiter Carsten Hühne, Cord Bredthauer und Heiko Deterding (alle Uniper) bei der Pressekonferenz am 20. September. Foto: Dietmar Meier

Lahde (ddm). Bei der Pressekonferenz zum Rückbau des Kraftwerks wurde auch das Thema Asbest angesprochen. Cord Bredthauer, Koordinator für die Maßnahmen zur Umgestaltung des Kraftwerksgeländes, berichtete, dass im Kraftwerksbereich schon frühzeitig nach der Stillegung eine Schadstofferkundung durchgeführt worden ist. Bereits bevor der Rückbau überhaupt ausgeschrieben worden sei, habe eine Fachfirma bereits an vielen Stellen Proben gezogen, um zu klären, wie groß die Asbestproblematik bei Heyden 4 sei. Ergebnis der Untersuchung: die Anlage sei für ihr Baujahr sehr sauber. Bretthauer: „Wir haben tatsächlich weniger Asbest gefunden, als wir gedacht haben. Und wir wissen jetzt, wo Asbest sitzt und wo nicht.“ Aus dem Kühlturm sei das an einigen Stellen vorkommende problematische Material bereits komplett entfernt worden.

Björn Bassen, Bauleiter der zur Matthäi-Unternehmensgruppe gehörenden Firma Regrata Abbruch und Recycling aus Verden, die den Auftrag zum Abriss von Heyden 4 erhalten hat, vermittelte dazu Einblicke in die Verfahrensweise und die Sicherheitsmaßnahmen für die mit den Arbeiten befassten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Im Kesselhaus ist der größte Gefahrstoff demnach die Dämmwolle, die zur Isolierung um die Rohrleitungen verlegt wurde. Diese muss vollständig herausgeholt werden muß, bevor das Gebäude selbst gesprengt werden kann.

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Gearbeitet werden soll dabei von oben nach unten. Im Gebäude wird für eine geregelte Luftströmung vom Dach zum Erdgeschoss gesorgt. Dort stehen dann Absauganlagen mit speziellen Filtern, die alles heraus filtern, was sich an Staub und Fasern in der Luft befindet.

Die Mitarbeiter werden zum Schutz Einmalanzüge, Handschuhe und gebläseunterstützte Halbmasken tragen, die Augen, Nase und Mundbereich abdecken. In einem kleinen Koffer am Gürtel befinden sich neben dem Gebläse auch kleine Mikrofilter, die ebenfalls Asbestfasern auffangen können. Alle Mitarbeiter, die im Bereich Schadstoffsanierung arbeiten, sind dazu schon vorab medizisch getestet, ob sie so belastbar sind, um den ganzen Tag eine Maske tragen zu können.

Asbestsanierungen sind bei den jeweiligen Behörden mindestens zwei Wochen vor Arbeitsbeginn anzuzeigen. Die jeweiligen Planungen werden von behördlicher Seite auch genauestens überprüft. Bezirksregierung und Berufsgenossenschaft sind nach Bassens Worten bereits nach Lahde eingeladen, um die für Heyden vorgesehenen Konzepte zu überprüfen.

„In der Schadstoffsanierung werden wir etwa mit 40-45 Leuten unterwegs sein und im Rückbau nochmal mit ungefähr der gleichen Anzahl, zu Spitzenzeiten also mit 80-85 Personen vor Ort“, berichtete der Bauleiter. „Sobald die Schadstoffsanierung durch ist, bleibt es irgendwo bei 40 Leuten, darunter etwa 20 Baggerfahrer.“

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