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Kraftwerk Heyden wird zurückgebaut: Kühlturm soll im Januar gesprengt werden

Der Rückbau des Kraftwerks Heyden in Lahde beginnt am 1. Oktober. Die Kosten liegen laut Uniper im zweistelligen Millionenbereich. Im Januar soll zudem der Kühlturm gesprengt werden.
Der Kühlturm (links im Foto) soll im Januar gesprengt werden. Foto: Dr. Dietmar Meier
Der Kühlturm (links im Foto) soll im Januar gesprengt werden. Foto: Dr. Dietmar Meier

Von Jessica Höffner

Petershagen-Lahde. „Weg mit Schreck ist mir lieber als ein Zerfall“: So formulierte es Cord Bredthauer, Head of Site Integration bei Uniper, beim Pressegespräch zum Rückbau des Kraftwerks Heyden in Lahde. Die Kosten für das Großprojekt bezifferte Uniper nicht konkret. Es handle sich aber um einen „nennenswerten Betrag in zweistelliger Millionenhöhe“, erklärte Bredthauer. Fest stehe: Der Kühlturm wird bereits im Januar gesprengt.

Auch das Thema Asbest, das bei einem Rückbau dieser Größenordnung besondere Aufmerksamkeit erfordert, bereitet den Verantwortlichen offenbar weniger Sorgen als zunächst angenommen. „Die Anlage ist sehr sauber und es wurde weniger Asbest gefunden, als wir gedacht haben“, sagte Bredthauer. Zudem wisse man genau, wo sich Asbest befinde, sodass dort entsprechend gehandelt werden könne. Die Asbest-Sanierung im Kühlturm ist nach seinen Angaben bereits abgeschlossen.

Rückbau dauert etwa zweieinhalb Jahre

Längst ist das Kraftwerk stillgelegt, am 1. Oktober beginnt nun das eigentliche Rückbau-Großprojekt. Rund zweieinhalb Jahre soll es dauern. Das Kraftwerk selbst wurde in etwas mehr als fünf Jahren errichtet. Nun werden nahezu alle Bauten auf dem Gelände nach und nach verschwinden. Erhalten bleiben sollen allerdings das Verwaltungsgebäude sowie die Gleisanlagen und der Hafen.
„Es ist ein vitales Interesse der Region, dass hier etwas passiert“, machte Bredthauer mit Blick auf den Rückbau deutlich. In der Hochphase werden nach Angaben von Björn Bassen, Bauleiter und Prokurist der mit dem Rückbau beauftragten Firma Regrata aus Verden, etwa 80 Mitarbeiter gleichzeitig auf dem Gelände beschäftigt sein.

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Die erste große Sprengung ist bereits für Januar des kommenden Jahres geplant. Dann soll der Kühlturm fallen. Für Verkehrsteilnehmer und Anwohner im Nahbereich dürfte die Sprengung mit Einschränkungen verbunden sein. „Am Tag der Sprengung wird sehr wahrscheinlich die B482 gesperrt. Im Nahbereich werden zudem auch die Anwohner evakuiert“, erklärte Bassen beim Pressegespräch im Verwaltungsgebäude des Kraftwerks.

Sprengung vermutlich an einem Sonntag

Wann genau der Kühlturm gesprengt wird, steht noch nicht endgültig fest. Sehr wahrscheinlich werde die Sprengung an einem Sonntag stattfinden, sagte Bassen. Ein Grund dafür: In der Umgebung liegende Geschäfte wie Magro und Aldi haben sonntags geschlossen und wären damit von möglichen Evakuierungsmaßnahmen nicht betroffen.
Für Anwohner und Interessierte gibt es die Möglichkeit, sich vor Ort über das Projekt zu informieren. Am 5. Oktober um 17 Uhr ist eine Informationsveranstaltung am Kraftwerk geplant. Dort sollen unter anderem Fragen zum Ablauf des Rückbaus und zu den geplanten Maßnahmen beantwortet werden.

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