Donnerstag, 19. Februar 2026

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Alte Kabel, neue Probleme: Wenn DSL nicht hält, was es verspricht [Anzeige]

Schlechtes DSL trotz Vertrag? In Minden klärt Experte Wolfgang Greve, warum veraltete Hausleitungen das Internet ausbremsen – und was dagegen hilft.
Wolfgang Greve ist DSL-Experte. Foto: kri
Wolfgang Greve ist DSL-Experte. Foto: kri

Minden (kri). Glasfaser gilt als die Technik der Zukunft: deutlich schneller, stabiler und nahezu verlustfrei. Doch vielerorts ist der Ausbau noch nicht abgeschlossen oder schlicht nicht verfügbar. Für viele Haushalte bleibt DSL daher weiterhin die einzige Option zur Internetverbindung. Umso wichtiger ist es, das bestehende DSL-Netz optimal zu nutzen.
„Nur weil ein DSL-Anschluss vorhanden ist, heißt das nicht automatisch, dass das Internet auch schnell ist“, sagt Wolfgang Greve. Besonders in älteren Häusern treffen moderne Nutzungsanforderungen häufig auf Leitungen und Installationen aus einer ganz anderen Zeit.
Greve weiß, wovon er spricht. Seit über 40 Jahren ist er in der Telekommunikation tätig, mehr als drei Jahrzehnte davon im Außendienst der Deutschen Telekom. Er hat Kupfernetze mit aufgebaut, Hausanschlüsse montiert, Straßen erschlossen und unzählige DSL-Anschlüsse installiert. „Ich habe DSL nicht nur kennengelernt – ich habe es mitinstalliert“, sagt er mit ruhiger Überzeugung.
In tausenden Gebäuden war Greve im Einsatz. Sein Fazit: Die häufigsten Probleme entstehen nicht beim DSL-Netzbetreiber, sondern hinter dem Hausanschluss. Während die Leitung von der Straße bis ins Haus Aufgabe des Netzbetreibers ist, liegt alles dahinter in der Verantwortung der Bewohner. Und genau dort verbergen sich oft die Schwachstellen.

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Zu dünne Leitungen aus früheren Jahrzehnten, verrostete Verteilerdosen hinter Schränken, nicht sauber zurückgebaute Abzweigungen, alte Splitter oder einfache Wackelkontakte – jede Kleinigkeit für sich scheint harmlos. Doch gerade bei langsamen DSL-Anschlüssen, etwa mit 16 Mbit/s, kann die Summe dieser Fehler entscheidend sein. „Bei einer 100.000er Leitung fällt ein Verlust weniger auf“, erklärt Greve. „Aber wenn von 16 Mbit/s durch mehrere Störungen nur noch ein Bruchteil ankommt, wird Streaming oder Fernsehen über das Internet schnell zum Geduldsspiel.“
Typische Symptome sind regelmäßige Abbrüche, langsames Internet trotz gutem Vertrags, eingeschränkte Telefonie oder instabile Netzwerke. Greve geht diesen Problemen systematisch auf den Grund. Bei einem Vor-Ort-Termin misst er die Leitung mindestens 15 Minuten lang – am liebsten dann, wenn die Störungen tatsächlich auftreten. „Oft ist das abends, wenn viele Menschen gleichzeitig online sind“, sagt er. Nur so lassen sich Fehlerquellen zuverlässig identifizieren.
Heute bringt er dieses Wissen direkt zu den Menschen nach Hause – unabhängig und verständlich. Nach einem ersten Telefonat zur Einschätzung vereinbart er einen Servicetermin und macht sich mit professioneller Messtechnik auf den Weg. Ohne Fachchinesisch, dafür mit klaren Ergebnissen.
Seine Motivation ist dabei eine sehr persönliche: „Ich möchte den Menschen mit meinem Wissen helfen.“ Damit das Internet nicht nur versprochen schnell ist – sondern es auch wirklich wird.