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Agility-Training mit Hunden: So werden Papillons zu Parcours-Profis

Schnell, lernfähig und voller Energie: Papillons sind ideale Agility-Hunde. Janne Meier aus Petershagen setzt auf die Rasse – und denkt schon an weiteren Rudelzuwachs.
"Pixel" meistert die Hürde problemlos. Foto: Jessica Höffner
"Pixel" meistert die Hürde problemlos. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Petershagen. Die ersten Hürden hat Janne Meier mit ihrer Dalmatiner-Hündin „Ronja“ genommen. Heute flitzen „Snickers“, „Pixel“ und „Fussel“ durch Tunnel, balancieren über Wippen, meistern die Slalomstangen mit Bravour und nehmen mit Tempo jede Hürde. Wir haben Janne Meier und ihre Papillons beim Agility-Training begleitet.

In Nettelstedt betreiben Monika und Thomas Behrendt auf mehr als 4000 Quadratmetern die Hundesport-Akademie Westfalen. Janne Meier und ihre drei Papillons „Snickers“ (13), „Pixel“ (11) und „Fussel“ (2) kennen die Trainingsfläche längst. Jeden Donnerstag steht hier für die drei Vierbeiner und Frauchen Janne Meier das Agility-Training auf dem Programm. Was für den Außenstehenden nach Leichtigkeit und Spaß aussieht, ist das Resultat jahrelangen Trainings. „Die ersten Agility-Erfahrungen habe ich mit meiner Hündin Ronja gemacht. Als wir das erste Turnier gelaufen sind, war ich vollends mit dem Agility-Virus infiziert“, blickt Janne Meier zurück. Als „Ronja“ in die Jahre kam und Agility aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr möglich war, zog mit „Pixel“ einige Zeit später der erste Papillon ins Haus Meier. „Für mich war diese Rasse zuerst eher der Schicki-Micki-Hund. Aber bei Pixel war es Liebe auf den ersten Blick. Als er im Alter von sechs Monaten zu uns kam, haben wir gleich mit dem Agility-Training begonnen“, sagt die Petershägerin. „Pixel“ machte seine Sache gut, ging 2016 das erste Mal bei einem Turnier an den Start und bekam zusätzlich Rudel-Zuwachs, als mit „Snickers“ Papillon Nummer zwei einzog. „Ich hatte ein Körbchen frei. Also kam Snickers zu uns. Fünf Jahre war sie damals alt“, erinnert sich Janne Meier.

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Als die Petershägerin dann das erste Mal mit zwei Vierbeinern zum Training fuhr, folgte die Überraschung. „Mein Trainer Thomas Behrendt kannte Snickers. Sie hatte bei ihm einen Agility-Kurs absolviert“, erzählt Janne Meier. Für sie war das der Jackpot – denn klar war von Beginn an, dass auch „Snickers“ durch Tunnel, Slalomstangen und Co. flitzen sollte. Mit Blick auf das Training waren „Snickers“ und „Pixel“ ein „Geschenk“ für Janne Meier. „Beide Hunde sind gleich zu händeln. Deshalb war das Training mit zwei Hunden nicht schwieriger, sondern zeitlich nur intensiver“, so Janne Meier. Doch der Zahn der Zeit macht auch vor den Vierbeinern keinen Halt. Und da absehbar war, dass Janne Meier ihre zwei Erst-Papillons irgendwann in die Agility-Rente schicken wird, erfüllte sie sich mit „Fussel“ den Wunsch nach einem Welpen. Zehn Wochen war Papillon Nummer drei alt, als er bei den Meiers einzog – heute kann es der Rüde kaum erwarten, im Parcours sein Bestes zu geben.

Konzentration: Janne Meier mit "Fussel". Foto: Jessica Höffner
Konzentration: Janne Meier mit „Fussel“. Foto: Jessica Höffner

„Es ist toll, die Entwicklung der Hunde beim Training und in den Turnieren zu sehen. Zudem fasziniert mich die Zusammenarbeit zwischen Hund und Mensch. Die Bindung zwischen mir und den Hunden ist sehr eng. Ich bin überzeugt davon, dass man das nur erreicht, wenn man mit den Hunden arbeitet – ob beim Agility, beim Mantrailing oder in anderen Bereichen“, sagt die Papillon-Liebhaberin. Unterdessen steht „Pixel“ in den Startlöchern. Heute hat er nicht seinen besten Tag erwischt. Der Rüde „hinterfragt“ die Geräte, anstatt „einfach loszulaufen“. „Manchmal bin ich zu ungeduldig und will zu viel. Das merken die Hunde“, weiß Janne Meier, dass ihre Vierbeiner die Körpersprache ihres Frauchens im Detail deuten können. „Fussel“ bekommt eine Pause – und kommt wie verwandelt aus seiner Ruhebox. Wie ein Profi flitzt er durch den Parcours und bekommt am Ende seinen Gitterball. Das Spiel damit ist seine größte Belohnung. Nach drei Stunden sind alle ausgepowert – auch Janne Meier. Sie grinst, als die Frage aufkommt, ob irgendwann Papillon Nummer vier einziehen wird. „Diese Rasse hat mein Herz erobert“, sagt sie. Ein Satz, der eigentlich schon die Frage beantwortet. Auf der Interessentenliste der Züchterin für einen Welpen aus dem nächsten Wurf steht sie schon.

"Snickers" kommt mit Tempo aus dem Tunnel. Foto: Jessica Höffner
„Snickers“ kommt mit Tempo aus dem Tunnel. Foto: Jessica Höffner

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