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Klimazone Büro: Stabile Hochdrucklage zwischen Thermometer und Teamgeist

Zwischen Tropenhitze und Polarzone: So gelingt das perfekte Büroklima für Kopf, Körper und Team.
Das „heitere“ Team (von links): Dietmar Meier, Laura Harmening-Neumann, Jessica Höffner, Krischi Meier und Marcus Schering. Foto: privat
Das „heitere“ Team (von links): Dietmar Meier, Laura Harmening-Neumann, Jessica Höffner, Krischi Meier und Marcus Schering. Foto: privat

Eine Kolumne von Jessica Höffner

Petershagen. Tropisch, trocken, gemäßigt, kontinental oder polar? Wer morgens das Büro betritt, weiß schnell, in welcher Klimazone er gelandet ist. Beschlägt die Brille wie im Regenwald? Klappern die Zähne wie in der Arktis? Oder fühlt sich alles überraschend angenehm nach „frühlingshaft-gemäßigt“ an?

Das perfekte Büroklima zu schaffen, ist eigentlich gar nicht so schwer. 20 bis 22 Grad Celsius gelten als Idealtemperatur. Zumindest für diejenigen, die nicht in die Kategorie „Frostköttel“ gehören. Denn die tragen beim Tippen auch dann noch dicken Pulli und Halstuch. Die gute Nachricht aber: Das Gehirn bleibt bei diesen Temperaturen frisch und leistungsstark, anstatt in den Energiesparmodus zu fallen.
Von der Temperatur geht‘s zur Luftfeuchtigkeit. Schlaue Köpfe haben herausgefunden, dass der Wohlfühlfaktor bei einer Luftfeuchtigkeit zwischen 40 und 60 Prozent am höchsten ist. Liegt die darunter, wird‘s also staubtrocken – Hustenreiz inklusive. Liegt sie über 60 Prozent, wird‘s im Büro tropisch-schwül. Der Konzentrationsverlust lässt grüßen.
Und dann ist da ja noch die Luftqualität. Liegt der CO₂-Wert über 1000 parts per million (ppm), ist nicht nur die Luft verbraucht. Auch die Aufmerksamkeit lässt deutlich nach, der Kopf droht aufgrund der Müdigkeit auf die Tastatur zu fallen – da hilft auch ein übermäßiger Koffein-Konsum nicht mehr. Lösung Fenster auf Kipp? Wohl kaum, denn das wirkt allenfalls wie ein Placebo. Also: Fenster und Türen auf – einmal stoßlüften bitte, damit der Kopf wieder klar wird und der Hallo-wach-Effekt eintritt.

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Doch selbst wenn die physikalischen Faktoren passen – ohne ein gutes Sozialklima ist es im Büro dann doch eher stark bewölkt als heiter. Lärm von Telefonaten, Meetings im „Freisprechmodus“ oder die Spotify-Playlist, die nur dem einen Kollegen gefällt, sorgen trotz Stoß- und Querlüften schnell für dicke Luft. So wird aus der kleinen Gewitterfront schnell eine Unwetterlage. Und dann wären da noch Essensgerüche und übermotiviertes Parfüm – Phänomene, die das Klima kippen lassen können. Perfekt ist es dann, wenn das Team klein ist und sich klimatisch auf dem gleichen Breitengrad bewegt.
Am Ende ist das ideale Büroklima also eine feine Balance – zwischen Physik und Psychologie, Thermometer und Teamgeist. Das Büroklima gleicht also eher einer gut gemischten Wetterlage, die angenehm gemäßigt und garniert mit einer frischen Brise ist. Und all das ohne soziale Tiefdruckgebiete.
Und während anderswo noch über Gradzahlen gestritten und Fensterkriege geführt werden, herrscht bei uns im Büro eine stabile Hochdrucklage. Die Temperaturen sind angenehm, die Luft klar, die Geräuschkulisse erträglich – und selbst die ganz seltenen sozialen Tiefdruckgebiete ziehen schnell weiter. Kurz gesagt: Bei uns im Büro stimmt das Klima. So sehr, dass man morgens Rechner und gute Laune gleichzeitig hochfährt.