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Vollsperrung Weserbrücke: Das gilt jetzt für Fahrzeuge, Fußgänger und Co. – Homeschooling am Montag – Straßen.NRW äußert sich +UPDATE+

Die Weserbrücke zwischen Petershagen und Lahde ist voll gesperrt.
Die Weserbrücke ist voll gesperrt. Foto: Krischi Meier
Die Weserbrücke ist voll gesperrt. Foto: Krischi Meier

Petershagen (kri/jh). Die Weserbrücke zwischen Petershagen und Lahde ist seit 16 Uhr voll gesperrt. Straßen.NRW hat beidseitig eine Sperrung aufgebaut und leitet die Fahrzeuge in Höhe Lahde und Petershagen ab. Grund dafür sind gravierende technische Mängel, die im Rahmen der Instandsetzung festgestellt wurden. „Im Sinne der Verkehrssicherheit sperrt Straßen.NRW über das Wochenende die Brücke und richtet am Montag, 23. Januar, eine einspurige Verkehrsführung mit Ampel (wie im 1. Bauabschnitt) und Ablastung auf 3,5-Tonnen-Fahrzeuge ein“, erklärt Tatjana Brast, Pressesprecherin der Stadt Petershagen. Wie es ab Montag mit dem Schulbusverkehr weitergeht, wird kurzfristig beraten. Aktuell gelte die Sperrung auch für Radfahrer.

Am frühen Abend hat sich auch Straßen.NRW zur Sperrung der Weserbrücke geäußert. „An der Weserbrücke sind bei laufenden Sanierungsarbeiten massive Schäden an mehreren Querspanngliedern festgestellt worden. Zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit muss die Brücke kurzfristig über das Wochenende gesperrt werden. Im Laufe des Montags (23.02.) wird eine einspurige Verkehrsführung mit Baustellenampel und Gewichtsbeschränkung auf 3,5 Tonnen eingerichtet. Der Verkehr wird zunächst über die B61, Ringstraße, Karlstraße und B482 umgeleitet“, schreibt die Pressestelle von Straßen.NRW.

Wichtig für alle Autofahrer: Das sind die Umleitungen

Nach der Winterpause wurden die Sanierungsarbeiten an der Nordseite der Weserbrücke laut Straßen.NRW fortgesetzt. Um den Zustand der Querspannglieder genau zu prüfen, wurden aufgrund einer im Vorfeld festgestellten deutlich erhöhten Chloridbelastung rund fünf Zentimeter Beton abgetragen. „Chlorid – meist aus Streusalz – kann den Stahl im Inneren der Spannglieder angreifen und Rost verursachen. Das Ergebnis der Untersuchung an der Nordseite der Weserbrücke: Mehrere Querspannglieder, die wichtig für die Tragfähigkeit der Brücke sind, sind hier stark beschädigt. Dies macht sofortige Maßnahmen erforderlich“, so Straßen.NRW.

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Kurz nach der Pressemitteilung von Straßen.NRW hat die Stadt Petershagen eine Mitteilung herausgegeben.

Diese Regelungen gelten jetzt:

Die Sperrungen
Samstag, 21. Februar – Vollsperrung
Sonntag, 22. Februar – Vollsperrung
Montag, 23. Februar – Vollsperrung (Einrichtung der einspurigen Verkehrsführung)
ab Dienstag, 24. Februar – einspurige Verkehrsführung mit Ampelschaltung bis 3,5 t. (nur PKW)


Das gilt für Fußgänger und Radfahrer
Die obige Sperrung der Weserbrücke gilt auch für Fußgänger und Radfahrer.
Der Stauwehrübergang wird ab Samstag, 21. Samstag, geöffnet, so dass er genutzt werden kann.


Regelung für die Schulen: Gymnasium und Sekundarschule Petershagen
Am Montag, 23. Februar, findet in beiden Schulen ausschließlich Digitalunterricht bzw. Homeschooling statt. Weitere Informationen erfolgen direkt durch die Schulen über ihre Kommunikationskanäle. SchülerInnen und Eltern werden gebeten, sich dort entsprechend zu informieren.


Grundschulen in der Stadt Petershagen: Unterricht voraussichtlich planmäßig
Der Unterricht findet nach jetzigem Stand planmäßig statt. Weitere Informationen erfolgen direkt durch die Schulen über ihre entsprechenden Kommunikationskanäle.

Die Auffahrt auf die Weserbrücke von der Maschstraße in Petershagen ist abgesperrt. Foto: Dietmar Meier
Die Auffahrt auf die Weserbrücke von der Maschstraße in Petershagen ist abgesperrt. Foto: Dietmar Meier

 

Hintergrund

Am Montag 27. Mai 2024 sind die Bauarbeiten zur Instandsetzung der Weserbrücke (L770) in Petershagen begonnen. Zunächst konnte der Verkehr zweispurig über die Weserbrücke erforlgen. Zwischen dem 12. Mai 2025 bis 6. Oktober 2025 gab es eine einspurige Verkehrsführung mit Baustellenampel, die zum Teil für erhebliche Wartezeiten geführt hat.

Im Zeitraum von drei Jahren soll das Brückenbauwerk grundlegend saniert und verstärkt werden. Eine statische Nachrechnung im Zuge einer Brückenüberprüfung hat ergeben, dass die Weserbrücke nicht dauerhaft den Belastungen der gestiegenen Verkehrsstärke standhalten kann. Auch in den regelmäßig stattfindenden Prüfungen wurden Schäden an den Bauteilen der Brücke festgestellt, die eine Sanierung erforderlich machen. Seitens des beauftragten Planungsbüros wurde daher ein Konzept zur Verstärkung und Instandsetzung der Weserbrücke erarbeitet, damit diese den gestiegenen Anforderungen in Zukunft wieder gerecht wird. Das Land NRW investiert hier für die Instandsetzung der Brücke und Erneuerung der Radwege etwa 9,7 Millionen Euro.

Derzeit können keine Fahrzeuge die Weserbrücke nutzen. Foto: Dietmar Meier
Derzeit können keine Fahrzeuge die Weserbrücke nutzen. Foto: Dietmar Meier

Historisches

Mit Eröffnung der Brücke 1970 wurde die bis dahin bestehende Fährverbindung eingestellt. Heute erinnert südlich der Weserbrücke nur noch der erhaltene Fährmast an den Fährbetrieb. Nach Informationen der Ortsheimatpflege Petershagen wird im Jahre 1582 erstmals eine Fährverbindung in Petershagen erwähnt.

Weitere Informationen folgen.