Donnerstag, 19. Februar 2026

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Landwirtschaft und Wasserqualität: Expertenvortrag von Prof. Dr. Tobias Licha in Petershagen

Gewässerschutz im Fokus: Prof. Dr. Tobias Licha präsentiert am 23. Februar in Petershagen aktuelle Erkenntnisse der Umweltforensik und räumt mit alten Vorurteilen gegenüber der Landwirtschaft auf.
Prof. Dr. Tobias Licha referiert am Montag, 23. Februar, in Petershagen. Foto: privat
Prof. Dr. Tobias Licha referiert am Montag, 23. Februar, in Petershagen. Foto: privat
Petershagen. Die Interessengemeinschaft „gerechte Messstellen“ (IG gerechte Messstellen) lädt alle Landwirte sowie Vertreter des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes (WLV) zu einem öffentlichen Informationsabend ein. Gäste sind willkommen. Ein Höhepunkt des Abends ist das Fachreferat von Prof. Dr. Tobias Licha, Arbeitsgruppenleiter AG Hydrogeochemie, Institut für Geowissenschaften der Ruhr-Universität Bochum. 
„An dem Abend möchten wir gemeinsam mit Prof. Dr. Tobias Licha mit einem alten Vorurteil aufräumen, dass aus Sicht des Referenten wissenschaftlich so nicht haltbar ist“, erklärt der Vorsitzende der IG gerechte Messstellen. Seit Jahrzehnten hieße es: Die Landwirtschaft verschmutzte die Gewässer. Doch die moderne Umweltforensik zeige: In vielen Regionen seien andere Quellen deutlich bedeutsamer. Prof. Dr. Tobias Licha wird von diesen Fällen aus der Praxis berichten.

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Die Interessengemeinschaft setzt sich seit Jahren dafür ein, dass Messstellen, Bewertungen und Auflagen fachlich sauber und fair gestaltet werden – und die Landwirtschaft nicht pauschal als Hauptverursacher herangezogen wird. „Wir freuen uns auf einen hochspannenden Vortrag des Referenten“, so Heiner Müller. Die Landwirtschaft habe ihren Beitrag zum Gewässerschutz zu leisten, das passiere heute vielerorts auch durch strengere Vorgaben und gute fachliche Praxis. „Uns Landwirten ist sauberes Wasser ein hohes und außerordentlich wichtiges Gut“, unterstreicht Heiner Müller. Doch nur, wenn man die wahre Ursache kenne, könne dies sichergestellt werden. Undichte oder alte Abwasserkanäle, überlastete Regenrückhaltebecken, die faktisch zu Regenüberlaufbecken geworden sind – viele Belastungen stammen nicht selten aus kommunaler Infrastruktur, urbanen Abflüssen und überholten Abwassersystemen. Der Vorsitzende ist überzeugt: „Die Umweltforensik schaffe klare Fakten.“ Die Veranstaltung findet statt am Montag, 23. Februar, um 19:30 Uhr, im Landgasthaus Rathert, Meßlinger Dorfstr. 22, 32469 Petershagen.