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Tief „Norma“ bringt weiteren Schnee: So bereitet sich der Bauhof Petershagen vor

Schneefall am Mittwoch: Wie sich der Bauhof Petershagen auf Tief „Norma“ vorbereitet und welche Prioritäten beim Winterdienst gelten.
Ralf Niemann, Leiter des Bauhofes, und Kay Busche, Leiter des Bauamtes (rechts) im (noch) gut gefüllten Salzlager. Foto: Jessica Höffner
Ralf Niemann, Leiter des Bauhofes, und Kay Busche, Leiter des Bauamtes (rechts) im (noch) gut gefüllten Salzlager. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Petershagen. Tief „Norma“ kommt. Und im Gepäck hat „Norma“ am Mittwoch, 28. Januar, vermutlich noch einmal einige Zentimeter Neuschnee. Wir haben uns mit Kay Busche, Leiter des Bauamtes der Stadt Petershagen, und Ralf Niemann, Leiter des Bauhofes, getroffen und nachgefragt, wie sich das Bauhof-Team auf den nächsten „Schnee-Tag“ vorbereitet.

„Die Prognosen mit Blick auf den morgigen Mittwoch gehen weiter auseinander. Aber ganz egal, ob so viel Schnee wie am vergangenen Montag fällt oder weniger: Wir sind vorbereitet und nehmen es, wie es kommt“, sagt Bauhofleiter Ralf Niemann im Gespräch mit unserer Redaktion. Auch der Lübbecker Meteorologe Friedrich Föst, der auf seiner Facebook-Seite das „Mühlenkreiswetter“ in den Blick nimmt, schreibt: „Die Wettermodelle kommen aufgrund von Grenzwetterlagen an ihre physikalischen Grenzen. Eine Prognose ist für uns Meteorologen nicht einfach.“ Klar scheint nur: Passend zum Berufsverkehr wird am morgigen Mittwoch der Schneefall einsetzen. „Dabei werden bis zum Mittag bei wechselnden Intensitäten wieder einige Zentimeter Neuschnee erwartet“, schreibt Friedrich Föst.

Sechs Winterfahrzeuge stehen der Stadt Petershagen zur Verfügung. Foto: Jessica Höffner
Sechs Winterfahrzeuge stehen der Stadt Petershagen zur Verfügung. Foto: Jessica Höffner

Für die Mitarbeiter des Bauhofes der Stadt Petershagen bedeutet das: Der Wecker klingelt quasi mitten in der Nacht; Dienstbeginn ist um 4 Uhr. „Während ich mich um die Gesamtorganisation kümmere, wird es einen Einsatzleiter geben. Und dann geht es auch schon los. Die Mitarbeiter besetzen die Fahrzeuge und fahren ihre Strecken ab“, erklärt Ralf Niemann. Etwa 20 Mitarbeiter waren am „Schnee-Montag“ im Einsatz, sechs davon auf den städtischen Fahrzeugen – vier Großfahrzeuge, zwei kleinere für Gehwege und schmale Bereiche – jeweils ausgestattet mit Schneeschild und/oder Streufunktion.

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Apropos streuen: Rund 400 Tonnen Salz hat die Stadt Petershagen in diesem Winter bereits auf die Straßen gebracht, 400 weitere Tonnen befinden sich aktuell noch im Lager. „Am vergangenen Montag haben wir etwa 30 Tonnen benötigt“, sagt Ralf Niemann. Dabei gilt die Regel: So viel wie nötig, so wenig wie möglich. Und auch nicht bei jeder Wetterlage macht das Streuen Sinn. „Bei starkem Schneefall konzentriert sich der Bauhof auf das Räumen der Straßen. Erst danach mag der Einsatz von Salz sinnvoll sein. Schneit es beispielsweise um 5 Uhr morgens sehr stark, kann um 7 Uhr auch noch nicht alles geräumt sein. Das schaffen wir zeitlich gar nicht“, erklärt Bauamtsleiter Kay Busche. Tatjana Brast, verantwortlich für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Petershagen, macht es deutlich: „Flächenmäßig sind wir hier so groß wie die Stadt Düsseldorf, sind aber mit einer 25.000-Einwohner-Kommune ländlich aufgestellt. Das stellt natürlich auch das Bauhof-Team vor eine riesige Herausforderung.“ Das Ziel, alle 29 Ortschaften, die zur Stadt Petershagen gehören, so zeitnah wie nur möglich zu räumen, schreiben sich die Bauhofmitarbeiter dennoch auf die Fahnen. Priorität hätten jedoch „gefährliche Straßenstellen“, Zu- und Ausfahrten zu Einsatz- und Rettungsdiensten und auch Buslinien.

Vorrat: Etwa 400 Tonnen Salz befinden sich im Lager der Stadt Petershagen. Foto: Jessica Höffner
Vorrat: Etwa 400 Tonnen Salz befinden sich im Lager der Stadt Petershagen. Foto: Jessica Höffner

Ralf Niemann blickt indes mit einer gesunden Entspanntheit auf Tief „Norma“. „Es ist unser Job. Und da ich das seit knapp 30 Jahren mache, bin ich im Laufe der Zeit gelassener geworden“, sagt Ralf Niemann. Eine Eigenschaft, die sich Ralf Niemann und Kay Busche hier und da auch von der Petershäger Bevölkerung wünschen würden. „Wir machen unseren Job nach bestem Wissen und Gewissen“, so Ralf Niemann. Das eine oder andere „Ärgernis“ der Bevölkerung sei aber nicht gänzlich zu vermeiden. „Es gibt immer Einzelfälle – zum Beispiel zunächst zugeschobene Einfahren oder Straßenmündungen –, bei denen wir nachsteuern müssen. Insgesamt aber macht der Bauhof einen guten Job, der sich auch darin widerspiegelt, dass es am vergangenen Montag zum Glück nur wenige Unfälle gab“, so Kay Busche.