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Verkehrsunfälle in Petershagen: Zwei Tote und 29 Schwerverletzte im Jahr 2025

8.713 Verkehrsunfälle, 19 Tote und 200 Schwerverletzte: Der Verkehrssicherheitsbericht 2025 der Polizei Minden-Lübbecke zeigt steigende Unfallzahlen im Kreis – auch Petershagen ist betroffen.
Am 1. September kam es zu einem tödlichen Unfall auf der Friller Straße in Lahde. Archivfoto: Krischi Meier
Am 1. September kam es zu einem tödlichen Unfall auf der Friller Straße in Lahde. Archivfoto: Krischi Meier

Von Jessica Höffner

Petershagen/Kreis Minden-Lübbecke. Zwei Tote, 29 Schwerverletzte und 100 Leichtverletzte im Jahr 2025: Das ist die Bilanz des Verkehrssicherheitsberichtes der Polizei Minden-Lübbecke mit Blick auf Petershagen. Insgesamt stieg nicht nur die Anzahl der Verkehrsunfälle im gesamten Kreisgebiet, sondern auch die Zahl der Schwerverletzten und Verkehrstoten.

8.713 Unfälle registrierte die Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke im Jahr 2025 – 2,8 Prozent mehr als noch im Vorjahr. „Damit müssen wir leider feststellen, dass die Unfallzahlen in den vergangenen fünf Jahren tendenziell ansteigen“, so Landrat Ali Dogan bei der Vorstellung des Verkehrssicherheitsberichtes. Wenngleich die Zahl der Verunglückten um 42 zurückging, stieg die Anzahl der Toten um sechs auf 19 Menschen, die ihr Leben bei einem Verkehrsunfall verloren haben. Dabei ereignete sich der letzte tödliche Unfall im September 2025 auf der Südfelder Straße in Minden. Dort kam ein 32-Jähriger ums Leben. Auch gab es im Vergleich zum Jahr 2024 mehr Schwerverletzte. „In Zahlen bedeutet das, dass 200 Menschen schwere Verletzungen davongetragen haben – 19 mehr als im Vorjahr“, so Dogan weiter.

Hauptunfallursachen sind indes im gesamten Mühlenkreis Fehler beim Abbiegen (21,58 Prozent), das Missachten von Vorfahrt/Vorrang (11,78 Prozent), Abstand (6,45 Prozent), Alkohol am Steuer (6,25 Prozent) und eine zu hohe Geschwindigkeit (4,88 Prozent). „Bei den Fahrzeugführenden unter Alkoholeinfluss verzeichnen wir eine leichte Steigerung von 180 in 2024 auf nunmehr 184 Delikte“, erklärte Polizeirätin Kea Eichler. Mehr Sorgen bereiten den Beamten die Fahrten unter Drogeneinfluss. „Hier haben wir deutlich mehr Verstöße registriert. Waren es im Jahr 2024 noch 48, stieg die Anzahl der Verstöße im Jahr 2025 auf 60“, so Kea Eichler. Nicht auszuschließen sei, dass das eine Folge der Cannabis-Legalisierung ist.

Polizeidirektorin Andrea Rosenboom, Landrat Ali Dogan und Polizeirätin Kea Eichler (von links). Foto: Jessica Höffner
Polizeidirektorin Andrea Rosenboom, Landrat Ali Dogan und Polizeirätin Kea Eichler (von links). Foto: Jessica Höffner

Unfallschwerpunkte brachte der Verkehrssicherheitsbericht nicht hervor. „Aber da eine Hauptunfallursache die Geschwindigkeit ist, passieren schwere Unfälle eher auf Landes- oder Bundesstraßen“, so Kea Eichler. Auch deshalb legt die Kreispolizeibehörde einen Schwerpunkt für die verkehrspolizeiliche Überwachung auf Landes- und Bundesstraßen wie etwa an der B61, der B65 und der L770. „In der Zeit von Dezember 2025 bis Februar 2026 haben wir 38 Schwerpunkteinsätze durchgeführt. Dazu zählen beispielsweise gezielte Geschwindigkeitsüberwachungen und auch Alkohol- und Betäubungsmittelkontrollen“, so Polizeidirektorin Andrea Rosenboom.

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Kea Eichler wies zudem noch auf eine deutliche Zunahme von Unfällen mit einem E-Scooter hin. 82 Verunglückte gab es im Jahr 2025 im Kreisgebiet – 22 mehr als noch im Vorjahr. „In vielen Altersgruppen wird die Nutzung von E-Scootern immer beliebter. Wichtig ist in dem Zusammenhang, dass das Fahren mit den E-Scootern auf öffentlichen Straßen erst ab einem Alter von 14 Jahren gestattet ist“, machte Kea Eichler deutlich.

Den gesamten polizeilichen Verkehrssicherheitsbericht für den Kreis Minden-Lübbecke finden Interessierte auf der Website der Kreispolizeibehörde Minden-Lübbecke.