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37 Millionen Euro für den Wohnpark Rehburg: Tegeler Gruppe plant neues Wohn- und Pflegequartier

In Rehburg-Loccum soll ein generationenübergreifendes Wohn- und Versorgungsquartier entstehen. Die tegeler Gruppe plant am Naturpark Steinhuder Meer eine Investition von rund 37 Millionen Euro. Vorgesehen sind Pflege- und Betreuungsangebote, Wohnungen, Gastronomie und bis zu 120 neue Arbeitsplätze.
Jens und Andreea Tegeler (Geschäftsführender Gesellschafter und Geschäftsführerin; links und 2. von links) mit Bürgermeister Martin Franke (2. von rechts). Foto: privat
Jens und Andreea Tegeler (Geschäftsführender Gesellschafter und Geschäftsführerin; links und 2. von links) mit Bürgermeister Martin Franke (2. von rechts). Foto: privat

Rehburg-Loccum. In Rehburg-Loccum soll ein neues Wohn- und Pflegequartier entstehen. Die tegeler Gruppe plant am Naturpark Steinhuder Meer den Wohnpark Rehburg und will dafür rund 37 Millionen Euro investieren. Nach der Zustimmung des Stadtrates kann die weitere Planung des generationenübergreifenden Quartiers beginnen. Bis zu 250 Menschen sollen künftig in dem neuen Wohnpark leben können. Vorgesehen sind verschiedene Wohnformen, Pflege- und Betreuungsangebote, Gastronomie sowie Service- und Begegnungsangebote. Außerdem sollen 80 bis 120 neue Arbeitsplätze entstehen.

Das Konzept geht deutlich über eine klassische Pflegeeinrichtung hinaus. Geplant ist ein Quartier, in dem Menschen verschiedener Generationen zusammenleben können. Neben Angeboten für Seniorinnen und Senioren sind altersgerechte Wohnungen, Mehrfamilienhäuser und Mitarbeiterwohnungen vorgesehen. Ein Café und weitere Begegnungsangebote sollen den Wohnpark auch für die Bevölkerung öffnen. Damit wollen die Projektentwickler Wohnen, Pflege, Versorgung und Gemeinschaft an einem Standort miteinander verbinden. „Mit dem Wohnpark Rehburg planen wir weit mehr als ein klassisches Pflegeangebot. Es soll ein Ort entstehen, der Wohnen, Pflege, Versorgung und Gemeinschaft verbindet“, sagt Jens Tegeler, Geschäftsführer der tegeler Gruppe.

Der Wohnpark soll in insgesamt vier Bauabschnitten entstehen. Im ersten Abschnitt ist eine stationäre Pflegeeinrichtung mit 71 Pflegeplätzen und zwölf Palliativplätzen vorgesehen. Hinzu kommen ein öffentliches Café sowie barrierefreie Außenanlagen. Damit sollen zunächst 83 neue Versorgungsplätze entstehen. In weiteren Bauabschnitten sind unter anderem Tagespflege, betreutes Wohnen, Service-Wohnen, eine Pflege-Wohngemeinschaft, Seniorenwohnungen und Mehrfamilienhäuser geplant. Insgesamt soll das Quartier nach aktuellem Planungsstand rund 10.740 Quadratmeter Nutzfläche umfassen.

Ein Schwerpunkt des Projektes ist die Verbindung verschiedener Pflege- und Betreuungsformen. Geplant sind:

  • ambulante Pflege
  • Tagespflege
  • betreutes Wohnen und Service-Wohnen
  • vollstationäre Pflege
  • Kurzzeit- und Verhinderungspflege
  • demenzspezifische Betreuungsangebote
  • palliativ- und hospiznahe Versorgung

Die Idee dahinter: Menschen sollen auch dann möglichst in ihrem vertrauten Umfeld bleiben können, wenn sich ihr Unterstützungs- oder Pflegebedarf verändert.

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Auch die angespannte Situation auf dem Arbeitsmarkt im Pflegebereich spielt bei der Planung eine Rolle. Die tegeler Gruppe will 15 bis 23 Mitarbeiterwohnungen schaffen. Sie sollen insbesondere Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitswesen zur Verfügung stehen. Zusammen mit den weiteren Wohnangeboten soll dadurch ein Quartier entstehen, das nicht nur Pflegeplätze schafft, sondern auch neuen Wohnraum für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bietet. Heinz Beekmann, Mitglied der Geschäftsführung und Projektentwickler, bezeichnet die Zustimmung des Stadtrates als wichtigen Schritt. Der Wohnpark solle einen Beitrag zur Wohnraumversorgung, Pflegeinfrastruktur und regionalen Entwicklung leisten.

Auch wirtschaftlich soll das Projekt Auswirkungen auf Rehburg-Loccum haben. Nach Angaben der tegeler Gruppe könnten durch den Wohnpark 80 bis 120 Arbeitsplätze entstehen. Beschäftigungsmöglichkeiten sind unter anderem in der Pflege, Tagespflege, ambulanten Versorgung, Gastronomie, Verwaltung und Haustechnik vorgesehen. Darüber hinaus könnten regionale Bau- und Handwerksunternehmen von der Investition profitieren.

Bürgermeister Martin Franke begrüßt das Projekt. Die lange Entwicklungsphase und die Überwindung verschiedener Schwierigkeiten hätten sich nun ausgezahlt. Mit dem Wohnpark Rehburg werde ein modernes Pflegeangebot geschaffen, das Perspektiven für unterschiedliche Pflegebedarfe biete. Gleichzeitig entstünden neue Wohnungen und rund 100 Arbeitsplätze. Auch die Aufwertung des Ortskerns von Rehburg könne durch das Projekt vorangetrieben werden. Franke bezeichnet das Vorhaben deshalb als „Entwicklungs-Booster“ für Rehburg-Loccum. Mit der tegeler Gruppe habe die Stadt zudem einen regionalen Partner gefunden, der langfristig Verantwortung vor Ort übernehmen wolle.

Auch beim Energieversorgungskonzept setzt die Planung auf Nachhaltigkeit. Vorgesehen sind Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und ein quartiersbezogenes Nahwärmenetz. Nach aktuellem Planungsstand soll der Wohnpark vollständig ohne fossile Energieträger betrieben werden.  Die tegeler Gruppe will die geplanten Einrichtungen nicht nur entwickeln, sondern auch selbst betreiben. Das Unternehmen kündigt damit ein langfristiges Engagement in Rehburg-Loccum an. Der Wohnpark soll nach den Vorstellungen der Projektentwickler deshalb mehr sein als ein Bauprojekt: Er soll Pflege und Versorgung sichern, neuen Wohnraum schaffen, Arbeitsplätze bieten und gleichzeitig die Lebensqualität im Ort stärken.

Mit der Zustimmung des Stadtrates ist der nächste wichtige Schritt für das Projekt gemacht. Nun sollen die städtebaulichen, architektonischen und infrastrukturellen Planungen weiter konkretisiert werden. In den kommenden Monaten will die tegeler Gruppe die weiteren Entwicklungsschritte vorstellen und die Öffentlichkeit über den Fortgang des Projektes informieren.

Die tegeler Gruppe mit Sitz in Minden wurde 1992 gegründet und entwickelt und betreibt Pflege-, Wohn- und Versorgungsangebote in Norddeutschland. Das familiengeführte Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben mehr als 2.000 Mitarbeitende und betreibt mehr als 20 Einrichtungen.

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