Anzeige

Anzeige

Trinkwasserversorgung in Steyerberg und Uchte wieder normal – Hauptleitung nach Schaden repariert +UPDATE+

Nach dem Schaden an der Haupttransportleitung in Reese ist die Trinkwasserversorgung im Flecken Steyerberg und in der Samtgemeinde Uchte wieder vollständig hergestellt. Der Wasserverband Nienburger Land konnte die neue Leitung erfolgreich in Betrieb nehmen, der Wasserdruck ist wieder auf Normalniveau.
Luftbild Uchte. Foto: Krischi Meier
Luftbild Uchte. Foto: Krischi Meier
Uchte. Nach einem Schadensfall an der Haupttransportleitung in Reese erfolgt die Trinkwasserversorgung im Flecken Steyerberg und in der Samtgemeinde Uchte wieder auf normalem Niveau. Das teilte heute Vormittag der Wasserverband Nienburger Land mit.

Der Wasserverband Nienburger Land saniert in diesem Jahr 4.000 m der Haupttransportleitung für die Trinkwasserversorgung des Fleckens Steyerberg und der Samtgemeinde Uchte.

Beide Gemeinden werden über diese Leitung aus dem verbandseigenen Wasserwerk Blockhaus (ca. 600 Tm³/a) sowie dem Wasserwerk der Harzwasserwerke (ca. 750 Tm³/a) versorgt, die sich beide in Liebenau befinden. In westlichen Randbereichen erfolgt auch eine Wasserlieferung in das Netz des Wasserverbandes Nienburger Land durch den Wasserverband Sulinger Land (ca. 90 Tm³/a).

Die Haupttransportleitung ist aus dem Material Asbestzement und weist bisher keine Probleme auf. Trotzdem wurden in den vergangenen Jahren schon Teile der 41 km Haupttransportleitung erneuert, die vom Wasserwerk Blockhaus in Liebenau bis nach Diepenau verläuft. So wurde die Haupttransportleitung aus der Ortslage Steyerberg von der ehemaligen Bahnstrecke an die Ortsumgehung gelegt und Abschnitte in Uchte sowie zwischen Uchte und Warmsen erneuert.

Ein 2.000 m langer neuer Haupttransportleitungsabschnitt zwischen dem Wasserwerk Blockhaus und der Großen Aue in Reese mit einem Querschnitt DN 400 wurde zwischenzeitlich verlegt. Heute sollte die neue Haupttransportleitung aus dem Material PE in die bestehende Haupttransportleitung eingebunden werden und gleichzeitig der alte Haupttransportleitungsstrang aus Asbest-Zement außer Betrieb genommen werden.

Gestern Morgen wurde als Vorbereitung auf die für heute geplante Einbindung des neuen Abschnitts der Haupttransportleitung kurz vor der Großen Aue die Anschlussstelle freigelegt und zwar per Handschachtung. Dabei stellte sich heraus, dass eine alte Muffe undicht war. Nach der Freilegung weitete sich Undichtigkeit aus. In der Folge musste die ganze Haupttransportleitung außer Betrieb genommen werden. Eine Ursache für die Undichtigkeit der Muffe kann der Bau des Dükers unter der Großen Aue im vergangenen Jahr und die hierdurch bedingten Erschütterungen sein. Die Dükerbaustelle lag genau neben der nun schadhaften Muffe.

Gestern wurde dann die Entscheidung getroffen, anstatt einer Reparatur der schadhaften Muffe, was auch mit Unsicherheiten verbunden ist, stattdessen den neuen Abschnitt der Haupttransportleitung einzubinden und den alten Strang mit der schadhaften Muffe „abzuklemmen“.

Problematisch hieran war, dass der Reinwasserbehälter auf dem Hollogeberg aber bereits zwei Stunden beansprucht war, weil wegen der undichten Muffe keine Versorgung über die Haupttransportleitung mehr erfolgte. Ein voller Reinwasserbehälter hätte hingegen mehr Reserven für die Einbindung geboten.

Die Einbindung der neuen Leitung wurde gestern erfolgreich abgeschlossen. Zuerst wurde die neue Leitung zur Oxynova im Querschnitt DN 150 in Betrieb genommen, was für das Ortsnetz Steyerberg bereits eine positive Auswirkung hatte. Dann wurde der komplette neue 2.000 m lange Abschnitt der Haupttransportleitung in Betrieb genommen.

Über Nacht hat sich nun der Reinwasserbehälter Hollogeberg wieder vollständig gefüllt und verfügt damit wieder über Reserven. Die Trinkwasserabgabe im Flecken Steyerberg sowie in der Samtgemeinde Uchte erfolgt nun wieder mit normalem Druck.

Der Wasserverband Nienburger Land bedankt sich bei den Kunden, die nach der Herausgabe der Schadensmeldung durch eine maßvolle Wasserabnahme dafür gesorgt haben, dass die Trinkwasserversorgung trotz schwachem Druck jederzeit sichergestellt war und dass das Liefersystem nicht während der Beseitigung der Störung zusammengebrochen ist.

Pressemeldung des Wasserverbandes Nienburger Land vom 1. Juli

Bei Bauarbeiten in Reese wurde heute Vormittag die Haupttransportleitung für die Wasserversorgung im Flecken Steyerberg und der Samtgemeinde Uchte beschädigt. Sie wurde deshalb außer Betrieb genommen. Die Reparaturarbeiten laufen. Das teilt der Wasserverband Nienburger Land auf seiner Website mit.

Die Trinkwasserversorgung ist für den Flecken Steyerberg über den Notverbund Anemolter/Wellie zum Wasserwerk Stolzenau und für die Samtgemeinde Uchte über den Hochbehälter Hollogeberg in Hoysinghausen zunächst sichergestellt.

Der Hochbehälter Hollogeberg ist noch gut gefüllt. Damit die Trinkwassermengen im Hochbehälter bis zum Ende der Reparaturarbeiten ausreichen, sind die Wasserentnahmen auf das Notwendigste zu beschränken. Poolbefüllungen und Gartenbewässerungen sind zu unterlassen.

Ist der Hochbehälter leer, kann in der Samtgemeinde Uchte kein Trinkwasser für Haushalte, Viehbetriebe sowie für Gewerbe und Industrie bereitgestellt werden. Deshalb ist äußerste Sparsamkeit bei der Wasserentnahme notwendig.

Um die Entleerung des Hochwasserbehälters zu verlangsamen, wurde der Versorgungsdruck reduziert.

Quelle: Wasserverband Nienburger Land

Anzeige

 

 

Anzeige

Anzeige