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Moorbrand in Uchte: Warum die Feuerwehr auf Wasserfässer setzte

Schon beim Moorbrand im Brinkmoor 1976 bewährten sich die Wasserfässer der Feuerwehr. Bis heute werden die historischen Fahrzeuge in der Samtgemeinde Uchte gepflegt und eingesetzt.
Seit 50 Jahren sind die Wasserfässer in der Samtgemeinde Uchte im Einsatz. Sie leisten der Feuerwehr wertvolle Dienste. Foto: Nico Berghorn
Seit 50 Jahren sind die Wasserfässer in der Samtgemeinde Uchte im Einsatz. Sie leisten der Feuerwehr wertvolle Dienste. Foto: Nico Berghorn

Warmsen/Uchte. Seit 50 Jahren gehören die Wasserfässer zum festen Bild der Feuerwehren in der Samtgemeinde Uchte. Beim Oldtimertreffen der Oldtimer Freunde Südkreis Nienburg in Warmsen konnten Besucher die besonderen Einsatzfahrzeuge nun aus nächster Nähe betrachten.

Die Wasserfässer sind zwar inzwischen in die Jahre gekommen, werden von den Ortsfeuerwehren jedoch weiterhin geschätzt, gepflegt und nach und nach restauriert.
Vor allem bei Moor-, Wald- und Flächenbränden leisten die Fässer wertvolle Dienste. Wenn die Wasserversorgung über Hydranten oder offene Gewässer nicht ausreicht, können sie schnell zusätzliches Löschwasser an die Einsatzstelle bringen. Was zunächst von manchen Feuerwehren im Landkreis belächelt wurde, hat sich damit längst als praktische und effektive Lösung erwiesen.
Die Idee zur Anschaffung der Wasserfässer geht auf den damaligen Gemeindebrandmeister Heinrich Haßfeld zurück. Nach der Gebietsreform und der Bildung der Samtgemeinde Uchte aus den Gemeinden Uchte, Raddestorf, Diepenau und Warmsen hatte die Kommunalaufsicht 1976 gefordert, den Feuerschutz kurzfristig sicherzustellen. Wasserfässer erwiesen sich als schnelle und vergleichsweise kostengünstige Möglichkeit.

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Im April und Mai 1976 wurden die ersten 16 Chemo-Fasswagen mit einem Fassungsvermögen von jeweils 3000 Litern von der Firma Heilemeier aus Uchte geliefert. Drei weitere Fahrzeuge für die Feuerwehren Steinbrink, Essern und Nordel folgten später. Ergänzt wurden die Fasswagen nach und nach durch Tragkraftspritzen. Die passenden Schlitten für die Pumpen wurden bei der Firma Röpe in Warmsen konstruiert.
Bereits im selben Jahr mussten sich die Wasserfässer bei einem Großeinsatz bewähren. Beim Moorbrand im Brinkmoor in Uchte waren die Feuerwehren der Samtgemeinde 14 Tage lang im Schichtbetrieb im Einsatz. Dabei zeigte sich schnell, wie nützlich die zusätzlichen Wasserreserven waren.
Beim Oldtimertreffen in Warmsen waren die Wasserfässer nun erneut ein besonderer Blickfang. Neben den Fahrzeugen konnten die Besucher auch historische Tragkraftspritzenanhänger besichtigen und sich über die Geschichte und den Einsatz der Wasserfässer informieren.

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