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Von Uchte auf die internationale Fußballbühne: Lia Kraszczynski für UEFA-Turnier nominiert

Vom SC Uchte in die U15-Nationalmannschaft: Die 13-jährige Lia Kraszczynski hat den nächsten großen Schritt geschafft. Nun wurde sie auch für das U15-Juniorinnen-UEFA-Entwicklungsturnier vom 7. bis 16. November im spanischen Alicante nominiert.
Lia Kraszczynski trägt das Trikot der U15-Nationalmannschaft. Foto: privat
Lia Kraszczynski trägt das Trikot der U15-Nationalmannschaft. Foto: privat

Von Jessica Höffner

Uchte. Was beim SC Uchte begann, führt die talentierte Fußballerin Lia Kraszczynski inzwischen bis auf die internationale Bühne. Die 13-Jährige wurde für die U15-Nationalmannschaft nominiert und darf sich über eine weitere besondere Auszeichnung freuen: Sie gehört zum Aufgebot für das U15-Juniorinnen-UEFA-Entwicklungsturnier, das vom 7. bis zum 16. November im spanischen Alicante stattfindet. Hinter ihrem sportlichen Aufstieg stehen Ehrgeiz, ein außergewöhnliches Spielverständnis und eine Familie, die alles dafür tut, dass Lia ihren Weg gehen kann.

Wenn Lia Kraszczynski von ihrer Zukunft erzählt, dann klingt das nach großen Zielen. Bundesliga spielen, Profi werden, Europa- und Weltmeisterin sein – die 13-Jährige weiß genau, wohin ihr Weg führen soll. Dass sie ihrem Traum bereits ein großes Stück näher gekommen ist, zeigt ihre Nominierung für die U15-Nationalmannschaft. Mit der Einladung zum UEFA-Entwicklungsturnier in Spanien wartet nun die nächste internationale Herausforderung auf sie.

Für ihre Eltern ist das ein Moment, auf den sie mit Stolz blicken. Und für alle, die Lias Weg von Anfang an verfolgen, ist es eine Bestätigung ihres Talents.

Angefangen hat alles beim SC Uchte. Dort stand Lia bereits im Alter von etwa drei Jahren auf dem Fußballplatz. Der Verein ist bis heute ein wichtiger Teil ihres sportlichen Lebens. Doch wer sich weiterentwickeln möchte, muss manchmal neue Wege gehen. Für Lia führte dieser Weg zum SV Werder Bremen. Dort spielt sie in der U15 in der Landesliga. Entscheidend ist für sie, sich sportlich weiterzuentwickeln. In Bremen findet sie dafür beste Voraussetzungen. Bereits nach einem Jahr hat sie sich dort als Stammspielerin etabliert.

Dass in Lia mehr steckt als ein großes Talent, blieb auch den Verantwortlichen nicht verborgen. Von der Kreisauswahl ging es zum Stützpunkt Verden, anschließend zum NFV in die U12-/U14-Auswahl und inzwischen in die U16-Auswahl des Landes Niedersachsen. Dort wurde auch der Deutsche Fußball-Bund auf sie aufmerksam.

Talent aus den Reihen des SC Uchte: Lia Kraszczynski trägt mittlerweile nicht nur das Trikot des SV Werder Bremen, sondern auch das der Nachwuchsnationalmannschaft des DFB.
Talent aus den Reihen des SC Uchte: Lia Kraszczynski trägt mittlerweile nicht nur das Trikot des SV Werder Bremen, sondern auch das der Nachwuchsnationalmannschaft des DFB.

Auf dem linken Flügel machte Lia besonders auf sich aufmerksam. Als Linksfuß bringt sie für diese Position beste Voraussetzungen mit. Sie ist schnell und verfügt über ein gutes Spielverständnis. „Die Schnelligkeit habe ich von meinen Eltern geerbt“, sagt sie grinsend.

Der entscheidende Schritt folgte mit der Einladung zur U15-Nationalmannschaft. Nach mehreren Lehrgängen beim DFB durfte Lia inzwischen auch internationale Luft schnuppern. In Belgien bestritt sie ihr erstes, noch inoffizielles Länderspiel. Mit 6:2 setzte sich die deutsche Nachwuchsauswahl durch.

Mit der Nominierung für das UEFA-Entwicklungsturnier in Alicante wartet nun das nächste Highlight. Vom 7. bis zum 16. November kann Lia dort weitere internationale Erfahrungen sammeln und sich mit Nachwuchsspielerinnen anderer Nationen messen.

Einer, der bei diesem Weg kaum einen Schritt auslässt, ist ihr Vater. Zweimal pro Woche fährt er seine Tochter zum Training nach Bremen. Hinzu kommen das Stützpunkttraining, Einheiten beim SC Uchte und die Punktspiele am Wochenende. Der Kalender der Familie richtet sich längst nach dem Fußball.

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Als die Einladung zur Nationalmannschaft kam, wurde auch der Vater emotional. „Ich bin wahnsinnig stolz auf Lia. Und ja, als sie die Einladung bekommen hat, hatte ich schon ein Tränchen im Auge“, erzählt er. Beim ersten inoffiziellen Länderspiel in Belgien waren beide Eltern und Freunde dabei. Trotz aller Erfolge weiß Lia, dass sie noch lange nicht am Ziel ist.

An Vorbildern mangelt es Lia nicht. Lionel Messi und Kylian Mbappé stehen ganz oben auf ihrer Liste. Doch auch ein Spieler aus dem eigenen familiären Umfeld gehört dazu: ihr Vater. Als Lia erzählt, dass sie sich alte Videos von ihm angesehen hat, muss er lachen. „Du warst doch früher wirklich gut“, sagt sie zu ihm. Der Satz ist ebenso liebevoll wie selbstbewusst – und dürfte für den stolzen Vater mindestens so viel wert sein wie mancher sportliche Erfolg.

Vielleicht ist es genau diese Mischung, die Lias Geschichte so besonders macht: große Träume, außergewöhnliches Talent und eine Familie sowie Freunde, die ihr den Rücken freihalten.

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