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100 Jahre Handball, Oberliga-Aufstieg und neue Trainer: Das plant die HSG Petershagen/Lahde

Bei der HSG Petershagen/Lahde steht eine ganz besondere Handballsaison bevor: Der Verein feiert 100 Jahre Handball in Lahde, die erste Herrenmannschaft startet nach dem Aufstieg erstmals in der Oberliga und auch bei den Frauen gibt es mit einem neuen Trainer Veränderungen.
Die erste Herrenmannschaft spielt in der Oberliga. Foto: ddm
Die erste Herrenmannschaft spielt in der Oberliga. Foto: ddm

Von Jessica Höffner

Petershagen-Lahde. Bei der HSG Petershagen/Lahde ist die Vorfreude auf die neue Handballsaison groß. Und das hat gleich mehrere Gründe: Der Verein feiert 100 Jahre Handball in Lahde, ist seit einem Jahr in der neuen Weser-Halle zu Hause und schickt seine erste Herrenmannschaft nach dem Aufstieg in die Oberliga ins Rennen. Auch bei den Frauen gibt es mit einem neuen Trainer frischen Wind.

„Diese Saison ist eine ganz besondere“, sagt HSG-Vorsitzender Bernd Schäkel. Das 100-jährige Handballjubiläum sei ein stolzes Zeichen dafür, wie tief der Sport in der Region verwurzelt ist. Über Generationen hinweg sei die Leidenschaft für den Handball weitergegeben und gelebt worden. Seit einem Jahr nun ist die Weser-Halle die sportliche Heimat der HSG – und hat sich längst zu mehr als einer Spielstätte entwickelt. „Sie ist zu einem echten Magnet für die Region geworden“, sagt Schäkel.
Dabei will sich die HSG nicht nur sportlich, sondern auch als echter Familienverein positionieren. Der neu ins Leben gerufene Familientag sei bereits sehr gut angenommen worden. Kinder sollen früh für den Handball begeistert und von den Superminis an in den Spielbetrieb geführt werden. Gleichzeitig möchte der Verein auch ehemalige und aktive Spielerinnen und Spieler in anderen Lebensphasen weiter an sich binden. „Handball verbindet – nicht nur auf dem Feld, sondern über Generationen hinweg“, betont Schäkel.
Für zusätzliche Würze sorgen die Derbys, die in der neuen Saison auf dem Programm stehen. Besonders gespannt blickt die HSG auf die erste Herrenmannschaft. Nach der Meisterschaft in der Verbandsliga geht es erstmals in der Vereinsgeschichte in der Oberliga um Punkte.
Trainer Heiko Breuer ist mit der Entwicklung seiner Mannschaft entsprechend zufrieden. „Wir haben unser großes Ziel erreicht und das auch ausgiebig gefeiert“, sagt er mit einem Augenzwinkern. Nun wartet eine neue Herausforderung, die das Team aber gerne annimmt. Am Kader hat sich nichts verändert – es gibt weder Zu- noch Abgänge. „Das kann ein Vorteil sein, weil die Mannschaft sehr eingespielt ist“, erklärt Breuer. Gleichzeitig zeige die Tatsache, dass kein Spieler den Verein verlassen habe, dass bei der HSG vieles richtig gemacht werde. „Die Mannschaft hat eine hohe Qualität und funktioniert auch als Team neben der Platte.“
Co-Trainer Marten Franke sieht ebenfalls eine gute Ausgangslage. Das Engagement der Spieler sei hoch, zudem stimme die Mischung aus erfahrenen „alten Hasen“ und Akteuren, die sich in der vergangenen Saison stark entwickelt hätten. Ein Wunsch bleibt allerdings offen: „Ein Linkshänder wäre vielleicht noch das Einzige, was wir suchen.“ Das Problem kennt allerdings nicht nur die HSG – geeignete Linkshänder sind schließlich bei vielen Vereinen heiß begehrt. Die Vorbereitung fällt bewusst kurz und knackig aus, mehrere Testspiele sollen das Team für die Oberliga scharf machen.

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Auch bei den Frauen steht ein Neuanfang an. Größte Veränderung ist der Trainerposten: Günter „Lucky“ Kaschube übernimmt das Oberliga-Team und löst Fin Lasse Röbke ab. Mit Finja Werner (20) und Lara Marleen Bick (18) stoßen zudem zwei junge Spielerinnen vom TuS 09 Möllbergen zum Team. Beide sollen „eine Rolle spielen“, wie die HSG betont.

Auch die erste Damenmannschaft geht in der Oberliga an den Start.
Auch die erste Damenmannschaft geht in der Oberliga an den Start.

Kaschube hat jedenfalls schnell Gefallen an seiner neuen Aufgabe gefunden. „Vieles ist neu – aber es fühlt sich schon jetzt wie Familie an“, sagt der neue Coach. Seine Spielerinnen seien allesamt echte „Heißkisten“, die Lust auf Handball hätten. Das verspricht eine spannende Saison. Und Kaschube hat eine klare Vorstellung davon, wofür sein Team stehen soll: „Wir wollen für modernen und geilen Handball stehen.“
Auch im Nachwuchsbereich herrscht Aufbruchstimmung. Die Harzfahrt geht in eine neue Runde, das Handballcamp gemeinsam mit GWD Minden wird erneut angeboten und sämtliche Mannschaften laufen in neuer Sportkleidung auf. Die HSG Petershagen/Lahde geht damit mit viel Rückenwind in ihre Jubiläumssaison – und hat neben 100 Jahren Handball vor allem eines im Blick: die nächsten erfolgreichen Kapitel.

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