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Großübung in Petershagen: Feuerwehr, DRK und Spürhunde suchen Vermisste

Realitätsnahes Szenario in Petershagen: Einsatzkräfte trainieren die Suche nach zwei psychisch belasteten Vermissten – mit Drohnen, Mantrailern und klaren Einsatzstrukturen.
Detailliert wurde der Einsatz protokolliert. Foto: Jessica Höffner
Detailliert wurde der Einsatz protokolliert. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Petershagen. Großübung in am gestrigen Dienstag in Petershagen: Einsatzkräfte der Feuerwehr, Drohnengruppen, DRK und Mantrailer machen sich auf die Suche nach zwei vermissten Personen. Das Szenario: Nach Streitigkeiten um das Sorgerecht dreier Kinder verschwinden sowohl der Vater des Kindes als auch eine Freundin der Familie – mit möglicherweise suizidalen Absichten und in psychisch labilem Zustand.

Einsatz- und Lagebesprechung am Jugendgästehaus in Petershagen. Kräfte der Feuerwehr Petershagen mit den Löschgruppen Petershagen, Ovenstädt, Buchholz-Großenheerse und aus der Sondergruppe Einsatzleitwagen sind hier zusammengekommen. Ebenfalls vor Ort: das DRK Petershagen/Lahde mit der Drohnengruppe und die Mantrailer Ostwestfalen und die ISAR Germany Personenspürhunde OWL. Die Großübung soll in erster Linie dazu dienen, Organisationsstrukturen, Effektivität und Effizienz des Kräfte- und Mitteleinsatzes sowie die Zusammenarbeit der Einheiten zu überprüfen. Im Fokus der Übung steht zudem die Schulung von Einsatzgrundsätzen sowie die Erarbeitung von taktischen Einsatzmöglichkeiten und Einsatzkonzeptionen. Im Einsatz sind an diesem Tag auch Horst Beckemeier als Leiter der Feuerwehr, Jörg Schoppmann (Alarmkreisführer 1), Thomas Busse als Einsatzleiter und Mitgestalter der Übung und Alana Wiegmann aus dem Team der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Sie macht deutlich, warum Übungen wie diese essenziell wichtig sind: „Wir möchten unter anderem die Zusammenarbeit stärken, um gut auf Einsätze wie diesen vorbereitet zu sein. Denn zur Feuerwehrarbeit gehören schließlich nicht nur die Brandbekämpfung und die technische Hilfe, sondern, wie in diesem Fall, auch die Personensuche.“

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So wie an diesem (Übungs-)Tag, als die Kräfte der Feuerwehr, des DRK und die Mantrailer alarmiert wurden, nachdem zwei Betreuer einer Jugendgruppe des FC Schalke 04, die im Petershäger Jugendgästehaus untergebracht ist, als vermisst galten. Das Übungs-Handout liest sich fast wie ein Krimi: Nachdem Michael B. von seiner getrennt lebenden Ehefrau eine WhatsApp-Nachricht erhalten hat, dass das Sorgerecht der drei gemeinsamen Kinder nun endlich bei ihr liegt, dreht Michael B. zunächst durch. Kurz danach bricht er zusammen und verabschiedet sich mit den Worten: „Das macht alles keinen Sinn mehr. Ich setzte dem Ganzen jetzt ein Ende“. Michael B. wird nicht der einzige Vermisste sein, nach dem die Einsatzkräfte in der Folge mit Fußgruppen, Drohnen und Personenspürhunden suchen werden. Denn neben Michael B. verschwindet auch Betreuerin Angela M., eine enge Vertraute des zerstrittenen Ehepaares, die sich Vorwürfe macht und es nicht ertragen kann, wenn Michael B. sich etwas antun würde. Angela M. ist schon vor diesem Ereignis psychisch labil, da sie erst kürzlich ihren Mann durch einen Unfall verlor.

Eine Drohne wird für die Vermisstensuche startklar gemacht. Foto: Jessica Höffner
Eine Drohne wird für die Vermisstensuche startklar gemacht. Foto: Jessica Höffner

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr, des DRK und die Mantrailer realisieren sofort den Ernst der Lage, besprechen sich, erstellen ein Einsatz- und Funkkonzept und machen sich auf die Suche. Während die Personenspürhunde die Spuren aufgenommen haben, bereiten die Drohnengruppen der Feuerwehr Petershagen und des DRK Petershagen/Lahde ihre technischen Hilfsmittel vor. Parallel dazu starteten auch zwei Fußgruppen in ihre zuvor aufgeteilten Abschnitte.

Michael B. wird schnell – nach etwa 20 Minuten – durch die Personenspürhunde gefunden. Und auch Angela M. konnte zügig unversehrt aufgefunden werden. „Die Aufteilung der verschiedenen Gruppen war erfolgreich und effektiv. Die Strukturen und die Zusammenarbeit für Realeinsätze wurden gestärkt“, lautete am Ende das positive Fazit der Einsatzkräfte.

Ein Personenspürhund bei der Arbeit. Foto: Jessica Höffner
Ein Personenspürhund bei der Arbeit. Foto: Jessica Höffner

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