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DLRG Uchte: Darum liegt der Fokus auf der Schwimmausbildung

Mehr als 400 Badetote gab es im Jahr 2024. Diese alarmierenden Zahlen sind ein Grund für die DLRG Uchte, den Fokus auf die Schwimmausbildung zu legen.
Volker Barg (Technischer Leiter), Lara Lückemeier (Jugendvorsitzende) und Andrea Weking (Vorsitzende, von links) von der DLRG Ortsgruppe Uchte. Foto: Jessica Höffner
Volker Barg (Technischer Leiter), Lara Lückemeier (Jugendvorsitzende) und Andrea Weking (Vorsitzende, von links) von der DLRG Ortsgruppe Uchte. Foto: Jessica Höffner

Uchte (jh). Die Zahlen sind alarmierend: Mindestens 411 Badetote gab es im Jahr 2024. Damit habe sich laut DLRG die Zahl der Toten im dritten Jahr in Folge erhöht. Peter Harzheim, Präsident des Bundesverbands Deutscher Schwimmmeister, warnt: „In der vierten Klasse kann heutzutage circa die Hälfte der Kinder nicht sicher oder gar nicht schwimmen“. Wohl auch deshalb liegt der Fokus der DLRG Ortsgruppe Uchte auf der Schwimmausbildung.

„Den Kindern, auch schon den ganz kleinen, das Schwimmen beizubringen, ist bei uns das oberste Ziel“, macht Andrea Weking, seit einigen Jahren Vorsitzende der DLRG Ortsgruppe Uchte, deutlich. Stolze 1035 Mitglieder zählt die Ortsgruppe. Und viele von ihnen sind genau aus dem Grund dabei: sie wollen das Schwimmen lernen. „In den fünf unterschiedlichen Schwimmtrainingsgruppen haben wir derzeit insgesamt rund 150 Teilnehmer“, sagt die Vorsitzende. Und die kommen längst nicht nur aus Uchte. Das Einzugsgebiet der Uchter DLRG reicht bis Stolzenau, Kirchdorf und sogar bis nach Petershagen ins benachbarte Nordrhein-Westfalen.

Schwimmausbildung der DLRG im Freibad Uchte.
Schwimmausbildung der DLRG im Freibad Uchte.

Wie wichtig die Schwimmausbildung ist, macht auch Volker Barg, Technischer Leiter, deutlich. Er gehört zu denen, die alarmiert werden, wenn Menschen im Wasser in Not geraten. Für vier Menschen kam die Hilfe im Jahr 2024 zu spät; sie konnten nur noch tot geborgen werden – trotz des schnellen Ausrückens der Uchter Einsatzgruppe, die, gemeinsam mit den Ortsgruppen Nienburg und Rehburg-Loccum, mit der Wasserrettung im Landkreis Nienburg beauftragt ist. „Deshalb ist die Prävention so unfassbar wichtig“, unterstreicht Volker Barg. Er ist längst nicht mehr nur im Kreis Nienburg unterwegs. Seit einigen Jahren nimmt er Urlaub, um seine DLRG-Kollegen an der Küste zu unterstützen. Ein bis zwei Wochen reist Volker Barg dann gemeinsam mit seiner Familie an die See. Volker Barg, seine Frau und Kinder: sie sind alle Rettungsschwimmer. In diesem Jahr geht es wieder nach Glücksburg. Aber auch auf Amrum hat Volker Barg schon Dienst geschoben, um für Sicherheit an den Stränden zu sorgen.

Gemeinschaft in der DLRG Uchte

Eine, die ebenfalls schon schon lange das leuchtend-rote Shirt mit den auffallend gelben DLRG-Buchstaben trägt, ist Lara Lückemeier. „Ich bin hier quasi groß geworden“, sagt die 25-Jährige. Heute ist sie nicht nur DLRG-Mitglied, sondern auch Jugendvorsitzende der Ortsgruppe Uchte. Gemeinsam mit ihren Jugendvorstands-Kollegen organisiert Lara Lückemeier unter anderem Aktionen wie den „Tag der DLRG“, um Kindern die Arbeit der Lebensrettungsgesellschaft näher zu bringen. Und auch für die DLRG-Jugend ist klar: das Wichtigste ist es, schon den ganz Kleinen das Schwimmen beizubringen. Aber es sind nicht nur die Trainings- und Betreuungsaufgaben, die die 25-Jährige schätzt. „Vor allen Dingen auch die tolle Gemeinschaft, die wir hier haben“, erzählt die junge Vorsitzende. Die schätzen auch Vorsitzende Andrea Weking und Volker Barg. Für alle Drei gehört der Dienst in und für die DLRG längst zum Leben dazu.

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