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Gemeinsam für gutes Gemüse: Solidarische Landwirtschaft in Bohnhorst

Von Radieschen über Mangold bis zu Tomaten: Die Gärtnerei „Laub & Blüte“ versorgt Solawisten mit frischem, saisonalem Gemüse. Madeleine Meixner erklärt das solidarische Prinzip ihres Hofs.
Madeleine Meixner in der Abholstation auf dem Hof. Foto: Jessica Höffner
Madeleine Meixner in der Abholstation auf dem Hof. Foto: Jessica Höffner

Von Jessica Höffner

Warmsen/Bohnhorst. Früher war sie Grafikdesignerin – heute lebt sie ihren Traum: Madeleine Meixner (33) betreibt gemeinsam mit ihrem Partner Cedric Streich die Gärtnerei und Solidarische Landwirtschaft „Laub & Blüte“ in Bohnhorst. Wir haben uns mit der 33-Jährigen zum Hofgespräch zwischen Ziegen, Jurte, Acker und Gewächshäusern getroffen.

Während ein paar Meter weiter die Ziegen die Sonne genießen, picken an anderer Stelle ein paar Hühner auf der Suche nach Nahrung. „Es ist eine absolute Wohltat, auf einem Stück Land Landwirtschaft betreiben und gestalten zu dürfen“, sagt Madeleine Meixner. Auf dem Hof Waldwiesen in Bahlen 4 lebt sie mit Cedric Streich und der Hofgemeinschaft ihre Visionen: ökologisch angebautes Gemüse, Kräuter, Beeren, Obst und Schnittblumen an Menschen weiterzugeben, die Lust auf Gemeinschaftlichkeit haben.
All das, was hier wächst, gedeiht und geerntet wird, wartet in grünen Boxen auf die Abholung. 20 Mitglieder hat der Hof bereits. Sie alle sind ein Teil der solidarischen Landwirtschaft – Solawisten genannt. Das ganze Jahr über werden sie mit saisonalem Gemüse, Kräutern und Schnittblumen versorgt. „Solidarische Landwirtschaft bedeutet, dass wir für einen Kreis von Menschen aus der Region anbauen. Die wiederum unterstützen durch einen festen monatlichen Betrag unser Projekt“, erklärt Madeleine Meixner das Solawi-Prinzip.

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Solidarisch bedeutet hier aber noch viel mehr: „Jeder soll sich gesundes Gemüse leisten können. Darum leben wir eine solidarische Preisgestaltung. Das bedeutet, dass bei der jährlichen Bieterrunde in einem anonymen Prozess der individuelle Jahresbeitrag festgelegt wird“, sagt Madeleine Meixner. Für den gibt es im März beispielsweise Kartoffeln, Rote Beete, Schnittsalat und Kräuter. Im Laufe des Frühjahres kommen Radieschen, Kohlrabi, Fenchel, Mangold, Spinat, Bohnen und später Tomaten, Gurken, Paprika oder Kürbisse dazu. Mehr als 40 verschiedene Gemüse baut die junge Gärtnerei an. 20 weitere Solawisten möchte Madeleine Meixner in diesem Jahr noch für das Projekt begeistern; zudem sind weitere Abholstationen, unter anderem in Minden und Petershagen, in Planung. Madeleine Meixner ist glücklich mit dem, was sie bis jetzt geschaffen hat. Wenngleich sie sich wünschen würde, dass an der einen oder anderen Stelle „schon mehr sichtbar wäre“. „Aber das ist die Natur. Und die benötigt Zeit. Aber wir arbeiten weiter Schritt für Schritt an unseren Visionen“, sagt die 33-Jährige.

Idylle pur auf dem Hof von Madeleine Meixner. Foto: Jessica Höffner
Idylle pur auf dem Hof von Madeleine Meixner. Foto: Jessica Höffner

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