Das neue Schuljahr im neuen Gebäude

Petershagen. Die ersten Tage des neuen Schuljahres der Grundschule am neuen Standort sind geschafft. „Der Umzug hat gut geklappt, aber es war eine echte Herausforderung“, resümiert Schulleiter Hendrik Grunwald. Vor den Sommerferien wurde sortiert, was mit zum den Koppelweg sollte: „Insgesamt 220 Umzugskisten haben wir gepackt.“ Im Innenbereich des Gebäudes sind die Umbauarbeiten weitestgehend abgeschlossen und gewährleisten nun einen hochmodernen Brandschutz sowie Barrierefreiheit. Dafür wurden rund 2,25 Millionen Euro investiert.

„Vorne sind die Kinder rein gekommen, hinten sind die Handwerker raus gegangen.“

„Etwas Detailarbeit folgt aber noch“, berichtet Detlev Scheumann aus der Verwaltung. Bei der Revovierung wurden drei Schwerpunkte gesetzt. Für die Schülerinnen und Schüler wurden moderne, geräumige und helle Unterrichtsräume geschaffen, ein Raum ist bereits mit einem Smartboard ausgestattet. Zusätzlich sind jeweils zwei Klassenräume an einen Differenzierungsraum angeschlossen, sodass eine individuelle Förderung einzelner Schüler parallel zum regulären Unterricht möglich ist. „Ein Wunsch der Eltern waren moderne Sanitäranlagen, da der Sanitärbereich in der alten Grundschule sehr abgenutzt war“, erklärt Scheumann und fügt hinzu: „Dem Wunsch sind wir gerne nachgekommen“. Deutlich vergrößert hat sich vor allem der Bereich für den offenen Ganztag: Drei große Räume sowie zwei Kreativräume stehen den aktuell 113 Kindern täglich zur Verfügung. Dazu kommt eine Mensa. Insgesamt haben sich die Räumlichkeiten durch den Umzug etwa verdoppelt: „Endlich haben wir richtig Platz“.

Einen großen Vorteil bietet auch die große Aula mit Bühne im Gebäude am Koppelweg. Zuvor wurden Schulveranstaltungen aufgrund des Platzmangels häufig im Alten Amtsgericht durchgeführt. Einen großen Anteil am reibungslosen Umzug hatten die Lehrkräfte und die Eltern. Während sich die Lehrkräfte um Inneneinrichtung und die Materialien gekümmert haben, waren die Eltern im Außenbereich gefragt. Dort haben sie das Gelände für die Spielgeräte vorbereitet. Dazu gehörten Grünschnitt, das Aufnehmen der Platten und Auskoffern von rund 270 Kubikmetern Erde. Hendrik Grunwald freut sich sehr über das Engagement der Eltern, deren Hilfe noch einmal gewünscht ist, um die Bereiche rund um die Spielgeräte noch mit Hackschnitzeln als Fallschutz aufzufüllen. Bis zum Tag der offenen Tür am 27. September wird der Außenbereich fertig sein, verspricht  die Stadt Petershagen. An diesem Tag lädt die Schule von 16 bis 18 Uhr zur Besichtigung in die neu gestalteten Räumlichkeiten ein. „Wir bieten Führungen durch die neuen Räume an, es gibt Bastel- und Spielangebote für die Kinder, musikalische Angebote, einen Flohmarkt und eine Hüpfburg“, verspricht Grunwald einen unterhaltsamen Nachmittag für Jung und Alt, der sich an alle Interessierten und besonders an die Eltern der künftigen Schulanfänger richtet.



 

Auch die Musikschule nutzt weiterhin das Gebäude der neuen Grundschule und ermöglicht so den Kindern mit der Kooperation ein besonderes musikalisches Angebot. Im zweiten Schuljahr ist die Musikschule mit dem JeKits-Projekt (Jedem Kind sein Instrument) vertreten. Außerdem können Kinder im Offenen Ganztag am Unterricht der Musikschule teilnehmen. „Die Zusammenarbeit mit der Musikschule möchten wir weiter ausbauen“, hofft der Schulleiter auf eine erfolgreiche Koorperation. Auch die Zusammenarbeit mit dem SC Petershagen (Handball) und dem TTC Petershagen/Friedewalde (Tischtennis) bleibt bestehen. In unmittelbarer Nähe zur Grundschule läuft auch der Neubau des neuen Kindergartens, der das „Pädagogische Zentrum“ am Koppelweg im Sommer vervollständigen wird, in vollen Zügen. „Bis zum Sekundarbereich sind wir hier dann sehr gut aufgestellt“, weiß Hendrik Grunwald, dass zukünftig ein nahtloser Übergang vom Kindergarten zur Grundschule möglich ist. Auch eine gemeinsame Nutzung des Außengeländes kann er sich vorstellen. „Wir haben hier viel Platz und viele Möglichkeiten.“ Denkbar wäre unter anderem zum Beispiel eine „Forschereinheit“, die in Zusammenarbeit mit der Biologischen Station entwickelt werden könnte.

Die Außenanlage wird in Kürze mit Hilfe der Eltern fertig gestellt.

Text und Fotos: Krischi Meier