Foto: Birgitt Keil

Arbeit des Posaunenchores und der Chorschule Christuskirche in Zeiten von Corona

Todtenhausen/Kutenhausen (bk). Wie in so vielen Bereichen des öffentlichen Lebens hat die Pandemie auch die Arbeit  des Posaunenchores und der Chorschule an der  Christuskirche Todtenhausen stark eingeschränkt.  Musizierende Menschen und die Konzentration von Aerosolen hören sich  in Zeiten der Pandemie eigentlich erst mal nach einem „No-Go“ an. Aber im Gespräch mit Frauke Seele-Brandt, die beide Chöre leitet, zeigt sich, wie viel Kunstgenuss dank des großen Einsatzes aller Beteiligten doch noch möglich war und ist. So bereicherte der Posaunenchor die Online-Gottesdienste mit seinen Aufnahmen.  Zu Ostern 2020 standen die Akteure in ihren Gärten, aus denen dann „Christ ist erstanden“ zu hören war.  In der Adventszeit erfreuten Kleingruppen mit bis zu acht Bläserinnen  und Bläsern die Patienten und das Personal des Johannes Wesling Klinikums mit einem Konzert, das aus den offenen Innenhöfen erklang.  Aber auch in den Dörfern Kutenhausen und Todtenhausen waren zwei Ensembles unterwegs, um die Menschen an verschiedenen Stationen mit Weihnachtsliedern zu erfreuen, was auch in hervorragender Weise gelang und auf positive Resonanz stieß, wie allgemein zu hören war. Und auch die Chorschule war und ist weiter aktiv. Im Dezember erstellte das Chorschulteam einen Online-Adventskalender mit Grüßen, selbst gedrehten Videos und Aufnahmen, der bei Instagram und Facebook eine große Besucherzahl aufwies. Derzeit proben die jugendlichen Akteure über die Plattform „Zoom“. „Das ist mit dem Singen im Chor nicht zu vergleichen“, so Frauke Seele-Brandt. „Aber es gibt die Möglichkeit, neue Stücke zu proben und andere Lernformen zu entdecken“, so die Chorleiterin, die von Planungen berichtet, eine weitere Aufnahme – wie schon im Juni letzten  Jahres    für YouTube als Zusammenschnitt aus einzelnen zuhause eingesungener Stimmen der Jugendlichen zu erstellen.   Aber neben allen Aktivitäten, die selbstverständlich immer unter Einhaltung aller geltenden Hygieneregeln erfolgen,  mussten viele geplante Fahrten und Konzerte ausfallen.  Im Tagesgeschäft  heißt es oft: „Wir proben zuhause“. Der Instrumentalunterricht in Präsenz ist genauso nicht möglich wie zum Beispiel die Ständchen zu Altersgeburtstagen, die immer Freude in das Leben der Senioren und Seniorinnen  bringen. Und so hoffen beide Chöre auf den Sommer, wenn hoffentlich wieder mit Freiluftproben begonnen werden kann. Wenn wieder Bläsermusik und Choräle auf dem Kirchhof zu hören sein werden, wird  sicher ein Stück Normalität und Leichtigkeit in das Leben der Musizierenden und  ihrer Zuhörerschaft zurückkehren.

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