Die Plattdeutsche Arbeitsgemeinschaft des Heimatvereins Kutenhausen im Homeoffice

Kutenhausen. Seit 2013 gibt es den „Kutenhuser Kelenner“, der immer zur Weihnachtszeit von der plattdeutschen Arbeitsgemeinschaft des Heimatvereins Kutenhausen für das darauffolgende Jahr aufgelegt wird. Neben dem Kalendarium gibt es Rubriken für alte ostwestfälische Rezepte, Illustrationen, aber auch Weisheiten, die die Lebenswirklichkeit der Menschen in früheren Zeiten widerspiegeln, wie zum Beispiel „De Januar mit sienen grimmigen Gesicht moaket in Köählekeller bannig Licht.“ 

In den letzten Jahren wurde dieser Kalender den Besuchern des Seniorenadvents überreicht, zu dem der Heimatverein in Kooperation mit  Ortsbürgermeister Dieter Böttger immer am letzten Adventswochenende in das Gemeindehaus der Christuskirche Todtenhausen einlädt.

Aber im Dezember 2020 war alles anders. Wie so viele andere Veranstaltungen fiel auch der Seniorenadvent dem Coronavirus zum Opfer.  Aber die Plattdeutsche Arbeitsgemeinschaft ließ sich nicht entmutigen und fasste nach einem ersten Arbeitseinsatz im Heimathaus den Entschluss, die weiteren Arbeiten für den Kalender im Homeoffice herzustellen, da auch das Heimathaus Kutenhausen aufgrund der Pandemie zwischenzeitlich geschlossen wurde.  

So verteilte Helmut Altvater in seiner Funktion als Leiter der plattdeutschen Arbeitsgemeinschaft die entsprechenden Materialien an seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, sodass das Zusammenlegen der Kalenderblätter im Homeoffice erfolgte. Letztendlich gelang es, 220 Kalender fertigzustellen. Und so konnten Ortsbürgermeister Dieter Böttger und der Verteilerkreis des Heimatvereins noch vor dem erneuten Lockdown die 70-jährigen Bürgerinnen und Bürger sowie Heimatsvereinsmitglieder, die nicht in Kutenhausen leben, mit Präsenten überraschen.  Neben dem Kalender überreichten die Heimatfreunde einen kleinen Stollen. So gelang es, in schwierigen Zeiten ein Zeichen der Solidarität und des Zusammenhaltes zu setzen.

Text und Fotos: Birgitt Keil

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