Klimamanagerin Pia Driftmann. Foto: Dagmar Selle/Kreis Minden-Lübbecke

Energiewende – Denkanstöße für uns alle

Minden/Petershagen (ddm). Das Thema Klimawandel infolge der globalen Treibhausgasemissionen, die wir mit unserer derzeitigen Lebensweise verursachen, ist ganz offensichtlich breit in unserer Gesellschaft angekommen, auch trotz oder gerade wegen anderer aktuell beherrschender Themen, wie Corona oder den Krieg in der Ukraine. Es vergeht kaum ein Tag, an dem uns dazu in den Medien nicht neue Beiträge aus der Wissenschaft, Stellungnahmen von Betroffenen und – oft kontroverse – Positionen aus der Politik begegnen.

Bei der Frage, wie wir die bisherige konventionelle Energieproduktion in Atom- und Kohlekraftwerken durch die Produktion aus regenerativen Quellen ersetzen können, um den CO2-Ausstoß zu verringern, liegen Verantwortlichkeiten und damit Entscheidungen weitestgehend auf der Ebene der Politik und den Energieunternehmen. Der einzelne Bürger befindet sich hier durchweg in der Rolle des Zuschauers.

Anders beim Thema Energieverbrauch. Dabei geht es nicht nur um die Frage, ob das eigene Wohnzimmer im Winter auf 19 oder 20 Grad geheizt werden soll. Jeder kann in seinem Umfeld im täglichen Leben in vielfältiger Weise dazu beitragen, Energie einzusparen und damit letztlich den Ausstoß von CO2 ein wenig zu verringern, ob es im Bereich Bauen und Wohnen ist, beim Thema Mobilität oder beim täglichen Konsum.

Um solche Möglichkeiten und die Zusammenhänge beim Klimaschutz mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung zu tragen, ist in den Verwaltungen auf kommunaler Ebene inzwischen vielerorts die Stelle eines „Klimaschutzmanagers“ eingerichtet worden. Der ist dann auch der richtige Ansprechpartner, wenn es um Förderprogramme geht, die seitens der Politik aufgelegt worden sind.

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Auch die Stadt Petershagen hat sich für diesen mit Bundesmitteln geförderten Weg entschieden. In seiner Sitzung im Juni 2021 hat der Stadtrat die Einstellung eines Klimaschutzmanagers/einer Klimaschutzmanagerin einstimmig beschlossen. Direkt im Anschluss hat die Verwaltung den Förderantrag bei der zuständigen Stelle, einer gemeinnützigen bundeseigenen Gesellschaft des Bundesumweltministeriums, eingereicht. Derzeit wartet die Stadt noch auf die Förderzusage, wie uns Bauamtsleiter Kay Busche mitteilte. Sobald diese vorliegt, soll die Stelle ausgeschrieben werden.

Der Kreis Minden-Lübbecke hat gemeinsam mit der Stadt Petershagen und sechs weiteren kreisangehörigen Kommunen in den Jahren 2018 und 2019 ein integriertes Klimaschutzkonzept erarbeitet. Für jeden Partner wurde dabei ein individueller Maßnahmenkatalog erstellt. Im letzten Jahr wurde das Klimaschutzteam der Kreisverwaltung für die Umsetzung dieser Maßnahmen schließlich um eine weitere Klimaschutzmanagerin mittels der Bundesförderung erweitert. Eingestellt wurde jemand, der mit der Region bestens vertraut ist: Pia Driftmann ist in Lahde aufgewachsen und hat ihr Abitur 2013 am Gymnasium in Petershagen gemacht. Die Redaktion des Petershäger Anzeiger freut sich sehr, dass uns die Klimaschutzmanagerin des Kreises in einer neuen Serie mitnehmen wird in ihr Arbeitsfeld. Dabei wird es nicht nur um Tipps zum Energiesparen gehen, sondern um unseren Umgang mit der Umwelt insgesamt. Wir sind wirklich gespannt!