Mittwoch, 12. Juni 2024

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Neue Informationstafel erinnert an die Schlacht bei Minden

Eine neue Informationstafel wurde am Denkmal, das an die Schlacht bei Minden im Jahre 1759 erinnert, aufgestellt.
Ortsvorsteher Walter Piepenbrink und Rainer Sundermeyer von der Kulturgemeinschaft Todtenhausen zeigen die neue Infotafel. Foto: pr

Todtenhausen (pa). Eine neue Informationstafel wurde am Denkmal, das an die Schlacht bei Minden im Jahre 1759 erinnert, aufgestellt. Das 1959 aus Anlass des 200-jährigen Jubiläums dort aufgestellte Schild war in die Jahre gekommen und kaum noch lesbar. Todtenhausens Ortsvorsteher, Walter Piepenbrink und der Vorsitzende der Kultur- und Vereinsgemeinschaft Todtenhausen, Rainer Sundermeyer, haben nun mit Unterstützung der Stadt Minden, Vereinsgemeinschaft Todtenhausen und der Sparkasse Minden Lübbecke dafür gesorgt, dass eine neue Infotafel mit dem deutschen und englischen Text von 1959 weiterhin an dieses Ereignis erinnert, als auf Mindener Boden „Weltgeschichte“ geschrieben wurde. Denn 1759 fand vor den Toren Mindens im Bereich Todtenhausen, Kutenhausen, Stemmer und Hahlen eine der wichtigsten Schlachten des Siebenjährigen Krieges (1756–1763) statt. Dabei trafen die Truppen einer Koalition aus Großbritannien, Preußen, Braunschweig-Lüneburg (Kurhannover) und Hessen-Kassel unter dem Befehl des Herzogs Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel auf ein französisch-sächsisches Heer unter dem Maréchal de France de Contades. Die Schlacht endete nach wenigen Stunden mit einem entscheidenden Sieg der alliierten Verbände und dem Rückzug der französischen Armeen. Damit verhinderte der Herzog von Braunschweig die Eroberung des Kurfürstentums Hannover durch die Franzosen und trug so maßgeblich zum für Großbritannien erfolgreichen Ausgang des Krieges bei. Bei den späteren Verhandlungen zum Frieden von Paris (1763) erwies es sich als nachteilig für die französische Verhandlungsposition, dass es nicht gelungen war, das Kurfürstentum Hannover dauerhaft zu besetzen. So verfügten die französischen Diplomaten über keinerlei Faustpfand, das sie gegen die verlorenen Kolonien in Indien und Nordamerika eintauschen konnten. Dazu hatte nicht zuletzt der Sieg des Herzogs von Braunschweig bei Minden beigetragen. Zum 100. Jahrestag der Schlacht wurde am 1. August 1859 ein Denkmal enthüllt, das auf Entwürfe des Mindener Baumeisters Wilhelm Moelle zurückging. Jeden 1. August werden dort Kränze von der britischen Garnison, den Vertretern der „Minden Regiments“, der Bundeswehr und den Vertretern von Stadt und Landkreis niedergelegt. Noch heute werden am so genannten „Minden Day“ von jedem damals beteiligten Regiment den anderen „Minden Greetings“ überbracht und morgens wird der „Minden March“ gespielt.

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