Foto: Dietmar Meier

Neue Perspektiven für Dorfentwicklung in Todtenhausen

Todtenhausen (pa). Wie für andere Vereine und Organisationen ist es auch für politische Parteien in Corona-Zeiten schwerer geworden, turnusmäßigen Mitgliederversammlungen und Vorstandssitzungen abzuhalten. Auch der SPD-Ortsverein Todtenhausen hat seine Sitzungen derzeit in den digitalen Raum verlegt. So war in der jüngsten Videokonferenz des Vorstands die Dorfentwicklung Todtenhausens das zentrale Thema. Schon lange war es ein Anliegen der Todtenhauser SPD, die dörfliche Infrastruktur im Bereich der Kirche zu stärken. Dazu hatte der mit großer Mehrheit neu gewählte Todtenhauser Stadtverordnete Kai Piepenbrink im Wahlprogramm Vorschläge gemacht, insbesondere familien- und seniorengerechtes Wohnen im Dorfzentrum zu fördern.

Grundlage dieser Überlegungen waren der inzwischen über 20 Jahre alte Dorfentwicklungsplan sowie Gespräche mit Einwohnern und politisch Verantwortlichen, wie Bürgermeister Michael Jäcke. Umso erfreuter zeigten sich die Vorstandsmitglieder als der ehemalige Stadtverordnete Karl-Heinz Meilwes von einem Besuch im Ausschuss für Bürgerdienste, Sicherheit und Feuerwehr Anfang März berichtete. Dort griff der Mindener Beigeordnete Lars Bursian diese alten Überlegungen auf und führte diese mit der Feuerwehrplanung im Mindener Norden zusammen. Hier ist man schon lange auf der Suche nach einem geeigneten Standort für ein neues gemeinsames Feuerwehrgerätehaus der Löschzüge Kutenhausen und Todtenhausen bei denen Erreichbarkeit, Parkmöglichkeiten und Verkehrssicherheit in einem großen Maße gewährleistet sein sollen. Beides ist bei den bisherigen Standorten nur bedingt der Fall. Das Feuerwehrhaus in Todtenhausen beispielsweise ist auf Grund seiner Bausubstanz eigentlich schon seit Jahren abgängig.

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Es wurden zwar in den vergangenen zehn Jahren verschiedene Möglichkeiten genannt, aber nicht alle Standorte waren geeignet oder zu realisieren. Um dieses Dilemma aufzulösen, stellte Beigeordneter Lars Bursian Überlegungen vor, die eher grundsätzlich eine Verbesserung der dörflichen Infrastruktur zum Ziel haben und dabei feuerspezifische Überlegungen und Notwendigkeiten miteinschließen. Damit würden im Bereich der Kirche Grundlagen geschaffen, um auf einem größeren Gebiet sowohl ein Feuerwehrgerätehaus, als auch eine Wohn- und Pflegeeinrichtung zu bauen – an einem seit Jahren von der SPD Todtenhausen favorisierten Standort. Interessant wäre ein solche Einrichtung besonders für Menschen die aus dem Ort kommen, nicht wegziehen aber auch nicht mehr in ihren zu großen Häusern wohnen möchten. Darüber hinaus wäre zu überlegen, ob noch Bauland für Einfamilienhäuser – insbesondere für junge Familien — ausgewiesen insbesondere werden könnte. Diese Überlegungen – die natürlich noch in den Fachgremien der Stadt Minden beraten werden müssen – stießen im Ausschuss auf großes Interesse und werden auch vom SPD-Ortsverein Todtenhausen unterstützt. Seitens der Freiwilligen Feuerwehr auf Stadtebene – so machte deren Sprecher Jürgen Stockmann deutlich – würde jede Lösung begrüßt und akzeptiert, die aus feuerwehrtaktischen Gründen sinnvoll sei. Für die Entwicklung der Dörfer Kutenhausen und Todtenhausen, die in den Köpfen vieler Bürgerinnen und Bürger ohnehin eine Einheit darstellen, wäre es aus Sicht der SPD Todtenhausen wünschenswert, wenn sich dieses Projekt im Herzen der Dörfer realisieren ließe und sich die Löschgruppen hinter diesem Vorschlag versammeln würden — es ist eine einmalige Chance für die Entwicklung beider Stadtteile.