Montag, 15. April 2024

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Protest verbunden mit gutem Zweck

Beim Mahnleuchten auf dem Simeonsplatz in Minden wurden Spenden für das Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Minden-Lübbecke gesammelt.
Überreicherung der Spendenbox durch Frank Heitmann an Daniela Stieglitz vom Hospizdienst. Fotos: Dietmar Meier

Minden (ddm). Die Proteste von Landwirten, Spediteuren, Handwerkern und weiteren Berufsgruppen gegen Beschlüsse der Bundesregierung gingen bei uns auch im Februar weiter. Über die beeindruckende Protestveranstaltung am 5. Februar auf einem Acker zwischen Uchte und Höfen berichten wir ausführlich auf Seite 34 dieser Ausgabe. In Minden hatte der Inhaber des Westhafens, Frank Heitmannn, am 2. Februar zu einem weiteren Mahnleuchten, diesmal auf dem Simeonsplatz, aufgerufen. An der Mindener Aktion waren nach Polizeiangaben rund 350 Fahrzeuge beteiligt. Etwa 700 bis 800 Personen nutzten die Gelegenheit, sich bei Bratwurst, Kaffee und Co. auszutauschen und Kritik an den bekannten politischen Entscheidungen in Berlin zum Ausdruck zu bringen. Teilnehmer berichteten dabei auf der Bühne über ihre eigenen Erfahrungen und Probleme. Auch hier sorgten Rundumleuchten und Scheinwerfer beim Einbruch der Dunkelheit wieder für eindrucksvolle Szenen. „Bei allen Demonstrationen ging und geht es uns darum, in friedlicher Form, ohne Krawall auf Missstände aufmerksam zu machen“, betont Firmeninhaber Frank Heitmann. „Zudem wollten wir die Veranstaltung auch wieder mit einem guten Zweck verbinden“. Die Wahl fiel diesmal auf den Ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienst Minden-Lübbecke. Die Firma Heitmann hatte angekündigt, für Fahrzeuge mit einem gelben Rundumlicht, die sich an der Demonstration beteiligen würden, jeweils einen Euro zu spenden. Darüber hinaus wurden bei der Veranstaltung zwei Spendenboxen aufgestellt. In der Summe waren es am Ende 2410 Euro, die Daniela Stieglitz als Vertreterin des Hospizdienstes bei einem Treffen am Westhafen entgegennehmen konnte. Der Ambulante Kinder- und Jugendhospizdienst Minden-Lübbecke begleitet ambulant Familien, die ein lebensverkürztes Kind haben. Diese Kinder werden meistens zu Hause betreut und gepflegt, manchmal über einen Zeitraum von mehreren Jahren. Der Dienst unterstützt die Familien in ihrem Alltag, sei es mit Gesprächen, aber auch bei bürokratischen Angelegenheiten. „Wir begleiten die Familien von der Diagnose an, oft über einen langen Zeitraum“, erklärt Daniela Stieglitz. „Wir kümmern uns auch um Geschwisterkinder, die in einer solchen Situation oft zu kurz kommen.“ Mehr Infos zum Hospizdienst unter www.akhdminden.de.

Luftaufnahme von der Demonstration auf dem Simeonsplatz. Aufnahme mit freundlicher Genehmigung des Kreises Minden-Lübbecke.

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