Foto: privat

Spannung vor dem City Talent Finale

Petershagen (ddm). Im Berufsleben ist Costa Makrogiannis seit 2018 in der Verwaltung der Stadt Petershagen gemeinsam mit einer Kollegin für die Jugendförderung zuständig, Hauptaufgabe: Leitung des städtischen Jugendzentrums. Daneben verbindet man Costas Namen vor allem mit dem City Talent Wettbewerb. Anlässlich des im August anstehenden Finales der fünften Staffel haben wir mit ihm einmal über Hintergründe gesprochen.

Wann hast Du mit „City Talent“ angefangen und was waren die Beweggründe dafür?

2013 wurde „City Talent“ ins Leben gerufen und die erste Staffel geboren. Ich war früher wirklich ein großer Fan von Casting-Shows im Fernsehen und fand die Grundidee, dass Künstler ihr Talent präsentieren können, gut. Irgendwann kam jedoch bei diesen Shows der Punkt, dass nur noch die Einschaltquote zählte und eben nicht mehr das Talent, und das fand ich wirklich schade. Da waren die persönliche Geschichte, Schicksalsschläge oder jemand, der sich zum Affen machte, wichtiger als das Können. Deswegen wollte ich es anders machen: Die Idee ist mir also auf der Couch gekommen und ich habe mir gedacht – why not. Ich hatte schon immer durch meine Tätigkeit als DJ ein sehr gutes Netzwerk, und anscheinend gab es damals einige Personen, die diese Idee nicht als komplett bekloppt eingestuft haben. Und so wie es das Schicksal wollte, sind wir nun 9 Jahre später in der fünften Staffel und außerhalb der Mainstream-Formate das größte und bekannteste Casting-Format in Deutschland. Besonders möchte ich André Becker für seine Unterstützung danken, der seit der ersten Minute immer an meiner Seite steht.

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Was hat sich von den Anfängen bis zur aktuellen Staffel verändert/verbessert?

2013 war alles viel kleiner als heute. Grundsätzlich lässt sich das nach meiner Ansicht an drei Fakten ganz gut bemessen. Unser Team an Mitarbeitenden für das Projekt hat sich von sechs auf 33 Personen vergrößert. In der ersten Staffel haben wir in Minden und Bad Oeynhausen gecastet, mittlerweile in Staffel V in zehn verschiedenen Städten. Zudem war unser City Talent eher regional angedacht. Seit der dritten Staffel gibt es aber keine Grenzen mehr, unsere Kandidatinnen und Kandidaten kommen mittlerweile aus ganz Deutschland; und in dieser Staffel hatten wir sogar das erste Mal Teilnehmende aus Österreich.

Ansonsten lässt sich die Entwicklung an der Professionalität und den Kosten der Show sicher gut aufzeigen. Wir haben mit einem kleinen vierstelligen Betrag angefangen. Jetzt investieren wir eine mittlere fünfstellige Summe. Sicherlich sind uns dabei die rasante Entwicklung des Internets bzw. die Stärke der sozialen Netzwerke zugutegekommen. Bei den ersten Staffeln mussten wir noch viele Plakate aufhängen, um uns bekannt zu machen. Heute ist dieses innerhalb von zwei Minuten in Form eines Posts auf Instagram erledigt.

Wie motivierst Du Sponsoren, sich einzubringen?

Gott sei Dank sprechen mittlerweile der Name und der Ruf des Wettbewerbs für sich. Unsere Sponsoren wissen, dass ihre Gelder zu 100 Prozent auch dafür genutzt werden, wofür sie angedacht sind. Wir sind kein auf Kapital ausgerichtetes Unternehmen und müssen keine Gewinne erzielen. Wir möchten kostendeckend arbeiten mit dem Grundziel, den Kandidatinnen und Kandidaten einen tollen Wettbewerb zu ermöglichen und den Finalisten ein unvergessliches Erlebnis auf der Bühne zu bieten. Der Gewinner darf sich zudem auch dann über 5000 Euro Preisgeld freuen, was schon eine Menge Geld ist, wie ich finde. Natürlich sind wir sehr froh über die Sponsoren, aber auch dankbar für die Zuschauerinnen und Zuschauer im Finale. Bis auf die zweite Staffel, die in der Kampa-Halle in Minden stattfand und von 900 Personen besucht wurde, war bisher jede Final-Staffel mit 650 Zuschauerinnen und Zuschauern im Neuen Theater in Espelkamp ausverkauft. 

Was erwartet die Zuschauerinnen und Zuschauer beim diesjährigen Finale?

Ich glaube, das Besondere in diesem Jahr ist wirklich, dass es unheimlich spannend und eng ist auf den oberen Plätzen. In den vergangenen Staffeln konnte man eine leichte Tendenz für die Top 3 spüren. Das ist dieses Mal gar nicht der Fall. Wer interessiert ist, kann sich auf YouTube die Promo-Videos anschauen und im Vorfeld selbst ein Bild vom hohen Niveau der Teilnehmenden machen. Ich vermute, dass Tagesform und Kleinigkeiten dieses Mal viel ausmachen werden. Die Performances, die sich die Kandidatinnen und Kandidaten für die Final-Show ausgedacht haben, sind wirklich sehr professionell und unterhaltsam. Besondere und unvergessene Momente gab es in jeder Staffel bisher, aber diesmal, da bin ich mir sicher, legen die Finalisten nochmal einen drauf. Das haben wir als Veranstalter auch getan, aber um das zu sehen, muss man uns schon besuchen!

Alle Kandidatinnen und Kandidaten, die beim Finale auftreten, haben meiner Meinung nach schon gewonnen, aber nur einer kann der Sieger oder die Siegerin sein. Und darüber entscheidet zum Glück nicht mehr allein die Jury. Das Endergebnis setzt sich zusammen aus 25 Prozent Jury-Stimmen, 25 Prozent Online-Voting, doch das beim Finale anwesende Publikum gibt mit 50 Prozent die entscheidenden Stimmen ab. Dieses findet am 27.08.2022 im Neuen Theater in Espelkamp statt. Ein paar Restkarten sind noch zu haben.