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Vom Vater zum Sohn: Driften-Apotheke bleibt Familiensache [Anzeige]

Generationswechsel in Kutenhausen: Dr. Christian Diestelhorst übernimmt die Driften-Apotheke von seinem Vater Friedrich-Wilhelm Diestelhorst – und setzt auf persönliche Beratung, Familienwerte und moderne Pharmazie.
Dr. Christian Diestelhorst (Mitte) hat die Driften-Apotheke von seinem Vater Friedrich-Wilhelm Diestelhorst übernommen. Zum Familienunternehmen gehört auch Apotheker Jan Diestelhorst (rechts). Foto: J. Höffner
Dr. Christian Diestelhorst (Mitte) hat die Driften-Apotheke von seinem Vater Friedrich-Wilhelm Diestelhorst übernommen. Zum Familienunternehmen gehört auch Apotheker Jan Diestelhorst (rechts). Foto: J. Höffner

Von Jessica Höffner

Kutenhausen (jh). Die nächste Generation rückt nach: Nachdem sich Friedrich-Wilhelm Diestelhorst zu Beginn des Jahres in den Ruhestand verabschiedet hat, hat er die Verantwortung für die Driften-Apotheke in Kutenhausen an seinen Sohn Dr. Christian Diestelhorst übergeben.

1981 hat Friedrich-Wilhelm Diestelhorst (75) die Driften-Apotheke in Kutenhausen gegründet. Heute, so sagt der Apotheker, der 1979 seine Approbation erlangte, geht er mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“. „Die mehr als vier Jahrzehnte haben unheimlich viel Spaß gemacht. Jetzt aber ist der richtige Zeitpunkt gekommen, die Driften-Apotheke an meinen Sohn Christian zu übergeben“, sagt Friedrich-Wilhelm Diestelhorst. Er war der erste Apotheker in der Familie Diestelhorst und er erinnert sich an die „kleinen Anfänge“ in Kutenhausen. „Meine erste und damals einzige Mitarbeiterin kam aus der Lüneburger Heide. Heute ist das Team immens gewachsen und zählt neben drei Apothekern sechs Pharmazeutisch-Technisch-Angestellte“, erklärt Diestelhorst.
Das eingespielte Team und die von ihm aufgebaute Driften-Apotheke hat er zum 1. Januar dieses Jahres in die vertrauten Hände seines Sohnes Dr. Christian Diestelhorst gegeben. Der 41-Jährige, der nach seinem Abitur ins Pharmaziestudium startete, ist bereits seit dem 1. Januar 2015 der Inhaber der Petershäger Rats-Apotheke. Die erste Apotheken-Luft schnupperte Dr. Christian Diestelhorst allerdings schon als kleiner Junge. „Ich bin in Kutenhausen zur Grundschule gegangen. Quasi eine Straße von der Driften-Apotheke entfernt. Deshalb habe ich die Apotheke meines Vaters schon als kleiner Dötz wahrgenommen und bin dort auch oft nach der Schule hingegangen“, so Dr. Christian Diestelhorst. Vater Friedrich-Wilhelm freute sich über die Besuche und das Interesse seines Sprösslings – die Forderung, später in seine Fußstapfen zu treten, gab es aber nie. Vielmehr war es Dr. Christian Diestelhorst selbst, der sich für den gleichen Weg seines Vaters entschied. Aus Überzeugung. Und bis heute übt er den Beruf des Apothekers, wie er selber sagt, „mit Leib und Seele“ aus.

Friedrich-Wilhelm Diestelhorst und seine Frau Gabriele im Mai 1981, kurz vor der Eröffnung der Driften-Apotheke. Foto: privat
Friedrich-Wilhelm Diestelhorst und seine Frau Gabriele im Mai 1981, kurz vor der Eröffnung der Driften-Apotheke. Foto: privat

Dabei ist es aber nicht nur die Arbeit am und mit den Kunden, die Dr. Christian Diestelhorst an seinem Beruf schätzt. Vor allen Dingen ist es auch der kaufmännische Aspekt. „Apotheker zu sein macht sehr viel Spaß. Aber ich mag es noch mehr, im Hintergrund Strukturen zu entwickeln und den Kunden eine nachhaltig gute Pharmazie zu bieten“, sagt Dr. Christian Diestelhorst. Gemeinsam mit seinem Bruder Jan Diestelhorst bildet er damit ein Perfect-Match. Denn während der eine mit Hingabe im Hintergrund arbeitet, ist es Jan Diestelhorst, der insbesondere die Arbeit im sogenannten „Handverkauf“ schätzt. „Wir ergänzen uns also sehr gut. Ich genieße die Arbeit mit den Kunden; Christian den kaufmännischen Bereich. Deshalb bin ich sehr froh, dass auch der neue Chef aus den Reihen der Familie kommt“, sagt Jan Diestelhorst. Apropos Familienbetrieb: Genau das sei es, was die Kunden – sowohl die der Driften-Apotheke als auch die der Rats-Apotheke – schätzen. „In der Stadt ist es so, dass die Apotheker kaum die Namen ihrer Kunden kennen. Hier ist es so, dass wir nicht nur 90 Prozent der Kunden mit Namen kennen, sondern auch genau um die Sorgen und Bedürfnisse Bescheid wissen“, macht Friedrich-Wilhelm Diestelhorst deutlich. „Deshalb ist das Arbeiten hier auf dem Land viel schöner, persönlicher und vertrauter. Zu uns kommt die liebe Oma von nebenan, genau so wie die unsere damaligen Grundschulklassenkameraden“, ergänzt Jan Diestelhorst.

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Für Dr. Christian Diestelhorst war es auch deshalb eine Herzensangelegenheit, die Driften-Apotheke zu übernehmen. „Der Vorteil ist zudem, dass sich die Rats-Apotheke und die Driften-Apotheke in ihrer Struktur stark ähneln. In beiden Apotheken liegt der Fokus darauf, dass wir uns sehr um unsere Kunden kümmern und sie immer individuell beraten. Das schätzen unsere Kunden sehr. Deshalb wird das natürlich auch weiter fortgesetzt“, so Dr. Christian Diestelhorst, dessen Frau Julia ebenfalls als Apothekerin in der Petershäger Rats-Apotheke arbeitet. Zudem ist Dr. Christian Diestelhorst überzeugt davon, dass Synergieeffekte entstehen werden. Zum Beispiel mit Blick auf das Liefernetzwerk, das weiter intensiviert werden soll, oder auch bei den Botendiensten. Insbesondere der Botendienst sei im ländlichen Bereich und mit Blick auf den demographischen Wandel essenziell. Für Bruder Jan Diestelhorst ist die Übernahme innerhalb der Familie ein „Segen“. „Toll ist, dass Christian sehr modern aufgestellt und immer auf dem neuesten Stand ist“, freut sich der Bruder auf die Zusammenarbeit. Und wie sieht das Leben nach mehr als vier Jahrzehnten als Apotheker für Friedrich-Wilhelm Diestelhorst in Zukunft aus? „Die Frage habe auch ich mir gestellt. Aber jetzt habe ich die Zeit, noch mehr auf meine Familie einzugehen und für die Enkelkinder da zu sein“, sagt er. Den langjährigen Kunden indes dankt Friedrich-Wilhelm Diestelhorst für ihre Treue und ihr Vertrauen. Da ist es nochmal. Das lachende und das weinende Auge.