Wieder Badespaß in Stemmer – Fritz-Homann-Bad eröffnete einen Monat später als geplant

Stemmer. Eigentlich wollte der ehrenamtliche Förderverein das Fritz-Homann-Bad bereits Mitte Mai öffnen. Doch die Corona-Krise verzögerte den ersten Sprung in das kühle Nass um einen Monat. Am 13. Juni stand nun dem Saisonstart nichts mehr im Wege – wenn auch mit einer begrenzten Anzahl von Gästen. Dafür hat Wolfgang Lüftner, erster Vorsitzender des Vereins, extra ein Zutrittssystem entwickelt, damit die Gäste nicht bei jedem Besuch einen Fragebogen zu den Kontaktdaten erneut ausfüllen müssen. Beim ersten Besuch werden die Daten aufgenommen und anschließend werden Besuche mit einem Scan der ausgegebenen Barcode-Karten registriert. Die aktuelle Situation sorgte für einige Diskussionen im Verein, der sich aber entschlossen hat, das Freibad als wichtigen Treffpunkt im Ort zu öffnen — vor allem den Jugendlichen, die in den letzten Monaten kaum das Haus verlassen durften. Die ehrenamtlichen Betreiber mussten sich erst an die besonderen Bedingungen gewöhnen und die Abläufe optimieren, hoffen aber, dass es langsam wieder zur Normalität kommen wird.

Förderverein investiert in das Freibad

Nachdem der Eingangsbereich des Bades vor zwei Jahren vergrößert und im letzten Jahr die Duschräume und das Dach erneuert wurden, standen weitere Neuerungen auf dem Plan. „In den letzten sechs Jahren haben wir rund 120.000 Euro in das Bad investiert – und wir sind noch nicht fertig“, stellt Wolfgang Lüftner weitere Neuerungen in Aussicht. „Die Planungen für dieses Jahr hatten wir bereits abgeschlossen, doch die aktuelle Krise bremst uns aus“, ergänzt Michael Busse aus dem Förderverein. Das Planschbecken war zuletzt renoviert und mit einem rutschfesten Fußboden ausgestattet worden.

Als Betreiber ist der Verein für „Dach und Fach“ zuständig und auf die Einnahmen angewiesen, um das einzige Freibad im Mindener Norden auch in Zukunft weiter zu betreiben. Einen Betriebskostenzuschuss gibt es von der Stadt Minden, sowie finanzielle Unterstützung von heimischen Firmen und den rund 430 Mitgliedern des Fördervereins. „Wir stehen aktuell trotz der Krise auf guten Beinen und werden auch im nächsten Jahr in der Lage sein, zu investieren“, erzählt Wolfgang Lüftner. Eine Situation, die nicht nur den vielen Familien und Jugendlichen aus der Umgebung, die sich regelmäßig im Fritz-Homann-Bad treffen, zu Gute kommt, sondern auch den Grundschulen, die im Freibad ihren Schwimmunterricht abhalten. Zudem gibt es in Stemmer Fitnesskurse und eine regelmäßige Nutzung durch Sportvereine.

Text und Foto: Krischi Meier