Samstag, 22. Juni 2024

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Auf Fotosafari in Petershagen

Jennifer Wischkony hat es sich zur Aufgabe gemacht unsere heimische Tierwelt hier und in der Umgebung in Bildern einzufangen.
Jennifer Wischkony begeistert sich für Fotos und die Natur. Foto: ddm

Petershagen (hg). Auch unsere heimische Kulturlandschaft im Herzen der Stadt Petershagen bietet für Fotografen vielfältige Reize in der Natur, die oftmals übersehen werden. Mit einem südlichen Stil und dem Auge für diese Schönheit hat Jennifer Wischkony es sich zur Aufgabe gemacht, unsere heimische Tierwelt hier und in der Umgebung in ihren Bildern einzufangen. „Ich fotografiere schon seit Jahren gerne“, erzählt sie. „Aber erst letztes Jahr, als ich ein neues Objektiv zum Geburtstag bekam, habe ich begonnen, mich noch stärker für die Tierfotografie zu interessieren.“ Statt Gebäude oder Menschen zu dokumentieren, zieht es sie in die heimische Natur, wo sie gleichermaßen Ruhe und Inspiration findet. In unserer Umgebung gibt es eine faszinierende Vielfalt an Tieren zu entdecken, die man im ersten Moment vielleicht nicht erwartet und dadurch gar nicht erst wahrnimmt. So berichtet sie von Waschbären, Nutria oder dem Neuntöter. Zu jedem entdeckten Tier recherchiert sie anschließend einen interessanten Fakt und teilt diesen mit dem aufgenommenen Bild auf ihrem Instagram-Account „wildtiergalerie“. Für Jennifer Wischkony ist die Fotografie nicht nur ein großes Hobby, sondern die Möglichkeit, eine Botschaft zu vermitteln. „Ich möchte den Menschen zeigen, wie schön und wichtig auch unsere heimischen Wildtiere sind“, erklärt sie. „Wir müssen lernen, die Natur mit ihren Tieren wieder mehr zu schützen und zu bewahren“. Die verwendete Fototechnik spielt für sie dabei eine untergeordnete Rolle. „Mir geht es darum, den Moment festzuhalten und die Schönheit der Natur zu zeigen. Ich verwende zwar eine Spiegelreflexkamera, aber ich kenne mich damit nicht in jedem Detail aus. Was zählt, ist der Moment und das Gefühl, welches das Bild vermittelt.“ Ihre Tipps für angehende Naturfotografen sind einfach, aber wirkungsvoll: Geht am besten am Abend zur Dämmerung hinaus, tragt gedeckte Farben und vor allem: übt Geduld. Man sollte sich für einen Erfolg leise verhalten und ruhig bewegen, verdeutlicht sie. Mit einem Schmunzeln erinnert sie sich an eine Begegnung mit Leuten, die mit einem Bollerwagen zur Tierbeobachtung unterwegs waren. Doch ihr wichtigster Hinweis zur Tierbeobachtung ist, dass das Wohl der Tiere an erster Stelle stehen sollte. Auch wenn ein Foto dann vielleicht nicht ganz perfekt werden sollte: Von den ausgewiesenen Wegen sollte man nicht abweichen, um die Tiere nicht zu stören. Auch unser Interview erhielt „tierische“ Unterstützung. Zusammen mit Jennifer Wischkony durfte ich auch ihr Pferd kennenlernen — beide wirken wie ein eingespieltes Team. Durch ihre Erfahrungen im Umgang mit Pferden weiß sie, wie man sich Tieren behutsam nähert, ohne sie zu verschrecken. „Mit meinem Pferd an der Seite nehmen mich die Wildtiere oft weniger als Störung wahr. Dies ermöglicht es mir, noch natürlichere und authentischere Bilder zu machen“. Zusammengefasst: Die Liebe zur Natur und die Faszination für die Tierwelt sind Jennifers Antriebsfedern. Ihre Fotografien sind nicht nur ein Ausdruck ihrer künstlerischen Leidenschaft, sondern auch ein Aufruf zum Schutz und zur Bewahrung unserer natürlichen Umgebung. Und durch ihre Fotos lädt Jennifer dazu ein, die Schönheiten der Natur im Stadtgebiet und darüber hinaus ein stückweit mit ihren Augen zu sehen.

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