Die Sanierung des Glockenturms war dringend notwendig. Foto: Simone Kaatze

Bald kann wieder gefeiert werden

Rosenhagen (sk). Seit dem Jahr 2010 wurde das Dorfgemeinschaftshaus in Rosenhagen in mehreren Abschnitten umfangreich saniert und renoviert. Aktuell befinden sich die vorerst letzten Baumaßnahmen im Endspurt, so dass das Gebäude schon bald wieder für Vereine und Privatfeiern zur Verfügung steht. 

Das heutige Dorfgemeinschaftshaus Rosenhagen wurde ursprünglich im Jahr 1903 als Schule erbaut und als solche auch bis zum letzten Schuljahrgang 1969 genutzt. 1975 erfolgte der Antrag an die Stadt Petershagen zum Umbau des Gebäudes zum Dorfgemeinschaftshaus, der daraufhin 1976 und 1977 durchgeführt wurde. Am 26. November 1977 konnte die Eröffnung des neuen Dorfmittelpunkts gefeiert werden. 1976 wurde außerdem das Feuerwehrgerätehaus angebaut. Bis 2008 folgten weitere Baumaßnahmen zur Erweiterung des Gebäudes sowie die Errichtung einer Terrasse. Die umfangreichen Sanierungsarbeiten begannen 2010 mit der Renovierung der sanitären Einrichtungen. Als nächstes wurden 2012 der Getränkeraum und 2013 die Küche renoviert. 2017 erfolgten Umbauarbeiten vom Thekenraum und 2020 vom Anbau sowie der Austausch der Fenster. Aktuell laufen seit März 2021 die Renovierung des „großen Klassenraums“ und seit April 2021 außerdem die Sanierung des Glockenturms. 

Die Renovierung und Sanierung des Dorfgemeinschaftshauses liegen Ortsbürgermeister Jürgen Nahrwold und dem Vorsitzenden des Heimat- und Kulturvereins Stephan Rösener sehr am Herzen. „Da wir keine Gaststätte mehr im Dorf haben, ist das Dorfgemeinschaftshaus unser ,Kulturhistorisches Dorfzentrum‘ und für die Nutzung durch Vereine und auch für private Feierlichkeiten unverzichtbar“, erklärt Jürgen Nahrwold die Wichtigkeit des Gebäudes für Rosenhagen. Finanzielle Unterstützung bei den Sanierungsprojekten gab es von Feuerwehr, Schützenverein und Jagdgenossenschaft. Auch von der Stadt Petershagen gab es Beihilfe im Rahmen der „Kleinen Dorferneuerung“. 

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Das Projekt „Große Dorferneuerung“, zu dem der Austausch der Fenster und die Sanierung des Glockenturms gehören, wurde durch das „Dorferneuerungsprogramm NRW“ gefördert. Der Antrag für dieses Projekt, das aus dem Integrierten Kommunalen Entwicklungskonzept (IKEK) der Stadt Petershagen hervorgegangen ist, war bereits Ende 2018 gestellt worden. Im Oktober 2019 erhielt Rosenhagen den Bewilligungsbescheid für das Projekt, dessen Ausschreibungen 2020 starteten. Im Rahmen dieser Förderung wurden 31.000 Euro für die Arbeiten am Dorfgemeinschaftshaus bewilligt. Der Sanierungsbedarf des 1957 errichteten Glockenturms war deutlich zu erkennen und auch aus Sicherheitsgründen dringend nötig. „Einige Schalllamellen des Turmes sind beim starken Wind der letzten Stürme herunter gefallen und auch die Wetterfahne ist bereits vor einiger Zeit herabgestürzt“, berichtet Jürgen Nahrwold über Sturmschäden an dem in die Jahre gekommenen Bauwerk. „Am aufwändigsten bei der Sanierung sind die speziellen Kupferbleche mit denen das Dach des Glockenturms verkleidet werden, denn jedes Blech muss genau nach Maß gefertigt werden. Daher betrug alleine die Bestellzeit auch etwa sechs Wochen“, erklärt der Rosenhäger Ortsbürgermeister. Ähnliches gilt auch für die neue 1,30 Meter hohe Wetterfahne, die dem insgesamt 15 Meter hohen Turm das gewisse Etwas verleiht.

Da die Baumaßnahmen sich dem Ende neigen und die Corona-Regeln bereits gelockert wurden, und auch auch wieder kleine Vereinstreffen und private Feiern stattfinden können, ist es ein perfekter Neustart für das Dorfgemeinschaftshaus Rosenhagen. 

Als Ansprechpartnerin für die Vermietung des Gebäudes ist Melanie Heine unter der Telefonnummer 05726/350 für Interessenten zu erreichen.