„Die Lahder Seenplatte ist einer meiner Lieblingsorte“

Lahde. Nach einem stressigen Arbeitstag verbringt Jens Wölke am liebsten Zeit mit seiner Familie im eigenen Garten in Lahde. „Dazu gehören natürlich Leckereien vom Grill“, erzählt er. Aber auch ausgiebige Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten sorgen für Entspannnung des 43-jährigen Rechtsanwalts mit eigener Kanzlei in Osnabrück und seit 2012 mit einer Zweigstelle an seinem Wohnort. „Ich habe nicht nur einen Lieblingsplatz in Petershagen, sondern mehrere. Zum Joggen ist die ,Lahder Seenplatte‘ perfekt geeignet, zum Wandern gehe ich gerne an der Weser entlang und zur Erholung gefällt mir der Badesee in Lahde besonders gut. Mit dem großen Strand und der Beachbar ist dort Entspannung vorprogrammiert“, empfindet Wölke, der bei der Kommunalwahl im September für die SPD für das Amt des Bürgermeisters kandidiert. Lediglich für die Blaualgenproblematik, die bereits Mitte Juni diesen Jahres wieder aufkam, wünscht er sich eine Lösung, um auch im Hochsommer ohne Gefährdung einige Bahnen schwimmen zu können.

Nach eigener Aussage wohnt Jens Wölke dort, wo andere Urlaub machen. „Wir haben in Petershagen eine wunderschöne Landschaft und viele touristische Ziele wie die Meierhöfe, die Fischerstadt, das Scheunenviertel, die Glashütte und vieles mehr.“ Diese Mischung aus Natur, Historie und Moderne sind für den Lahder etwas ganz Besonderes: „Hier erlebt man täglich die Nähe zu den Menschen und ist nicht so anonym wie in der Großstadt.“ Für den Familienmenschen gehört auch ein jährlicher Urlaub in unbekannten Regionen und fernen Ländern dazu, um neue Kulturen kennen zu lernen. 

Jens Wölke ist in Lahde aufgewachsen und bis heute wohnen seine Eltern auf dem gleichen Grundstück. Als ein richtiger „Gartenmensch“ steht regelmäßig die Pflege des Gartens und der Hochbeete auf dem Programm. Eine besondere Verbindung hat er zu einer Kastanie im Garten. Dieser Baum wurde vor 38 Jahren anlässlich des fünften Geburtstags seines Cousins gepflanzt und wirft bis heute angenehmen Schatten an heißen Sommertagen.

Nach erledigter Arbeit genießt er gerne die Zeit mit seiner Frau Silke im Strandkorb oder bei einem Spaziergang mit Tochter Leandra, Sohn Gerrit und Hund Billie im Sonnenuntergang. Seine Familie ist in Petershagen fest verankert – seine Großmutter kommt aus Buchholz, sein Großvater aus Windheim. So hat er viele Kontakte auf beiden Weserseiten. Generell findet er den Gedanken zur richtigen und falschen Weserseite nicht angemessen. „Wir sind eine Stadt mit 29 Ortschaften und sollten auch ein Gemeinschaftsgefühl zeigen!“ Schmunzelnd fügt er an: „Hätte es die Gebietsreform von 1972 nicht gegeben, könnte in der neuen Mehrzweckhalle in Lahde bald Bundesliga-Handball gespielt werden.“ Denn Dankersen als Stammverein von GWD Minden gehörte damals zum Amt Windheim zu Lahde. 

Besonderes Engagement zeigt Jens Wölke im Vereinsleben: In den Vorständen des Stadtsportverbands und des Lahder Gewerbevereins sammelte er vielfältige Verwaltungserfahrungen. Seit vielen Jahren ist er auch im TuS Lahde/Quetzen aktiv, zunächst in der Leichtathletik-Sparte, später im Gesamtverein. Seit mehr als 25 Jahren leitet er das Training im Kampfkunstverein Karate Dan Tien Lahde. Wölke trägt den 6. Dan und hat die Techniken bei Trainingsaufenthalten in China (Shaolin, Dengfeng) bei dortigen Meistern trainieren dürfen. Dazu kommen erfolgreiche Prüfungen bei Japanaufenthalten in Tokyo. „Karate Do ist eine Kampfkunst, die ihren Charakter durch Training entwickelt und dem Karate-Praktizierenden hilft, durch die sportliche Betätigung auch physische und psychische Hindernisse zu überwinden. Ziel der Sportart ist es, nicht nur den Körper, sondern auch den Geist zu trainieren und auf diese Weise eine Vollkommenheit der Persönlichkeit anzustreben und so Wohlbefinden und Ruhe zu erlangen“, beschreibt er die Vorzüge des Sports. Besonders viele Emotionen entstehen bei dem 43-jährigen, wenn Karate-Schüler ihm stolz erzählen, dass bereits ihre Eltern in dem Verein trainiert und Prüfungen abgelegt haben. Oder, wenn er zu Hochzeiten von Schülern eingeladen wird, die im Alter von sechs Jahren mit dem Training in Lahde begonnen haben. „Das Karate-Training zielt darauf ab, Konflikte zu erkennen und aufzulösen, anstatt noch mehr Konflikte zu schaffen“ – eine Eigenschaft, die ihm auch in der Politik helfen kann.

Text: Krischi Meier, Fotos: Krischi Meier (2), privat (1)