Dirk Breves (Bürgermeister Petershagen, v.l.), Jens Beckmeyer (Bürgermeister Samtgemeinde Mittelweser), Stefan Uhlmann (Ortsbürgermeister Wasserstraße), Henning Olthage (Bürgermeister Leese) und Friedhelm Völlers (Anglerverein) bei der Einweihung des neuen Radweges zwischen Wasserstraße und Leese.  Foto: Krischi Meier

Ein neuer Fahrradweg zwischen Wasserstraße und Leese

Wasserstraße (kri). „Das ist ein wichtiger Lückenschluss zwischen den Bundesländern, aber vor allem zwischen Wasserstraße und Lesse“, bezeichnet Petershagens Bürgermeister Dirk Breves den neuen Fahrradweg. In einem Gemeinschaftsprojekt haben die Samstgemeinde Mittelweser und die Stadt Petershagen einen rund 780 Meter langen Fahrradweg gebaut, der Wasserstraße und Leese verbindet. 720 Meter auf der niedersächsischen Seite stehen 60 Metern auf Seiten Nordrhein-Westfalens gegenüber. „Ohne die Unterstützung der Stadt Petershagen wäre dieser Lückenschluss nicht möglich gewesen“, sagt Jens Beckmeyer, Bürgermeister der Samtgemeinde Mittelweser. Die Gesamtkosten  für die Samtgemeinde betragen rund 181.000 Eure, wovon 92 Prozent aus dem Kommunalinvestitionsprogramm (KIP I) gefördert werden. Die Stadt Petershagen hat gut 10.000 Euro investiert.

Der Fahrradweg liegt zum größten Teil auf dem Flurstück vom Angelverein Nienburg. Ein entsprechender Gestattungsvertrag für den Bau des Radweges wurde geschlossen. Ein Weidezaum wird künftig zusätzlich den Radweg vom Privatgrundstück des Anglervereins abtrennen. Ebenso steht noch ein Blühstreifen als Ausgleichsmaßnahme aus – rechts und links des Radweges werden tausende Blumen für biologische Vielfalt sorgen und gleichzeitig schön anzusehen sein.  „Der Radweg wird schon jetzt viel genutzt. Die Wasserstraßer freuen  sich sehr über das Verbindungsstück“, weiß Stefan Uhlmann, Ortsbürgermeister von Wasserstraße. „Aber auch einige Autofahrer haben den neuen Weg als Abkürzung entdeckt.“ Kurzerhand wurden auf der Brücke am Rottbach zwei Poller aufgestellt, um möglichen KFZ-Verkehr zu unterbinden.

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Schon immer gibt es gute Beziehungen zwischen Wasserstraße und Leese, erzählen die Bürgermeister bei der Einweihung – egal ob sportlicher, beruflicher oder privater Art. Da es in Wasserstraße kein Geschäft mehr gibt, können kleinere Einkäufe nun einfach mit dem Fahrrad in Leese getätigt werden.

Einige Bewohnerinnen und Bewohner Wasserstraßes wünschen sich eine Bank samt Tisch zum Verweilen auf dem Radweg, weiß Stefan Uhlmann. Hier wird es wie beim ganzen Projekt schnelle Lösungen geben. Bürgermeister Dirk Breves signalisierte seine Unterstützung für die Aufstellung einer Rastmöglichkeit auf der Petershäger Seite. 

Welchen Stellenwert der Tourismus in Deutschland und vor der eigenen Haustür hat, verdeutlicht die Coronazeit besonders, weißder Leeser Bürgermeister Henning Olthage. „Wichtig ist es die Menschen mehr als eine Nacht in der Region zu halten. Wenn man die Gäste auf das Rad bringen möchte, ist eine solche Verbindung zwischen den Orten wichtig.“