Freuen sich über ein gelungenes Projekt: Claudia Holle (v.l., Osthushenrich-Stiftung), Lehrer Christoph Bulmahn, Josephine Starke, Finja Brandt, Marit Klenke und Schulleiterin Christine Werner. Foto: Krischi Meier

Eine Woche Studentenleben auf Probe

Petershagen (kri). Normalerweise wird das Hochschulpraktikum, bei dem Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Petershagen für eine Woche die Universität Bielefeld besuchen, in der Einführungsphase EF statt. „Aufgrund der Corona-Pandemie war dies im letzten Jahr jedoch nicht möglich. Um möglichst vielen Schülerinnen und Schülern die Chance auf die Erfahrungen zu bieten, durften Ende Oktober Schüler aus der Q1 am Hochschulpraktikum teilnehmen. Das fand außerhalb des üblichen Rhythmus statt“, erklärt Lehrer und Projektleiter Christoph Bulmahn.
Ziel des Projekts ist es, Schülerinnen und Schüler ohne verfügbare Studienerfahrungen im Familienkreis ein Universitätsstudium nahezubringen und ihnen Einblicke in Alltag und Leben im Studium und an einer Hochschule zu ermöglichen. Dazu waren diesmal 18 Schülerinnen und Schüler für fünf Tage ohne Lehrerbegleitung an der Universität Bielefeld. Den größten Kostenanteil von rund 3000 Euro hat die Osthushenrich-Stiftung übernommen, eine Übernachtung wurde durch den Förderverein des Gymnasiums finanziert.
Dass das Projekt ein voller Erfolg war, verdeutlicht Schülerin Josephine Starke beim Pressegespräch: „Ich würde gerne die Schule aussetzten und direkt an die Uni gehen. Die Woche in Bielefeld hat mir viel Spaß gemacht.“ Die gesammelten Erfahrungen sollen helfen, nach dem abgeschlossenen Abitur den richtigen Studiengang zu finden — oder sich auch bewusst gegen ein Hochschulstudium zu entscheiden.
Für die Dauer des Hochschulpraktikums lebten die Schülerinnen und Schüler eigenständig und selbstverantwortlich in einem Jugendgästehaus, um die Autonomie des Studiums erfahrbar zu machen. Die Zentrale Studienberatung stellt während der Praktikumszeit auch weitere Beratungsmöglichkeiten sowie Uniführungen zur Verfügung.
„Anfangs hatte ich Respekt vor der Uni, habe aber schnell gemerkt, dass dort auch eine lockere Atmosphäre herrscht“, erzählt Marit Klenke. Eine neue und wertvolle Erfahrung war für sie, dass man an der Uni frei wählen kann ob und zu welcher Vorlesung man gehen möchte.
Genau diese Freiheit hat auch Finja Brandt genutzt, um sich möglichst viele verschiedene Vorlesungen aus den unterschiedlischten Bereichen anzuschauen. Das ist in Bielefeld besonders einfach, da alle Fakultäten auf einem Campus ansässig sind. „Die Woche in Bielefeld war eine richtig gute Erfahrung“, fasst sie zusammen.
Dass das Projekt wieder ein voller Erfolg war, sind sich alle beteiligten einig. „Ohne die finanzielle Unterstützung durch die Osthushenrich-Stiftung wäre der Besuch der Universität nicht möglich“, erklärt Christoph Bulmahn und bedankt sich bei Claudia Holle für den wichtigen Zuschuss.

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