Einweihung des Erweiterungsbaus

Lahde. Viele Gäste waren Mitte Mai der Einladung von Schulleiter Walter Baumann, Stefanie Rabe, Leiterin des Offenen Ganztags, und Christian Rehberg, Mitglied des Regionalvorstands der Johanniter-Unfall-Hilfe, zur Einweihung des Erweiterungsbaus für den Offenen Ganztag des Grundschulverbundes Lahde/Frille gefolgt. 

Eine zeitgemäße Bildungslandschaft für Petershagen

Nach der Begrüßung durch Schulleiter Walter Baumann gaben die Flötenkinder unter der Leitung von Regina Janzen von der Musikschule Petershagen den Auftakt des Programms. Weitere Darbietungen von Schülerinnen und Schülern, wie einem Schlangenlied, einem Tanz sowie kurze plattdeutsche Sketche rundeten neben Ansprachen und Danksagungen die Einweihungsfeier ab. Bürgermeister Dieter Blume erinnerte in seiner Rede an die Demonstration der Petershäger Grundschulen vor drei Jahren, die  auf die nötige Verbesserung der Räumlichkeiten an den Schulen aufmerksam machen sollte. Dabei wies er auch auf die Neu- und Umbauten an Schulen und Schulsporthallen hin, die seitdem bereits durchgeführt worden sind oder sich aktuell im Bau befinden und für eine zeitgemäße Bildungslandschaft sorgen. Schulleiter Walter Baumann dankte in seiner Ansprache allen, die an der Erweiterung des Ganztags beteiligt waren und den Umbau überhaupt ermöglicht haben. „Alle waren mit viel Engagement und mit großem Einsatz dabei. Die Bauarbeiter hatten viel Geduld mit den Kindern, für die der beengte Schulhof kein Problem dargestellt hat. Auch sonstige Einschränkungen sind von Kindern, Eltern und dem Lehrerkollegium problemlos  mitgetragen worden“, gab der Schulleiter einen Einblick in das Schulleben während des Umbaus. Denn anfangs war man durchaus skeptisch, ob Bauarbeiten bei laufendem Schulbetrieb funktionieren können, aber alles verlief nach Plan. „Der Bauplan konnte präzise eingehalten werden, da die Zusammenarbeit der Baupartner gestimmt hat. Regelmäßige Baubesprechungen und kurze Dienstwege sorgten für einen reibungslosen Ablauf“, berichtete Baumann.

Neubau in nur 10 Monaten

Nach der Weichenstellung durch den Rat ging es Schlag auf Schlag: Vom Abriss bis zur Fertigstellung des Neubaus dauerte es nur zehn Monate. Bevor Mitte März 2018 mit dem Abriss begonnen werden konnte, erfolgte eine gründliche Bestandsaufnahme des Geländes und der Gebäude. Abriss und Tiefbau dauerten bis Anfang Mai 2018. Bereits Anfang August 2018 konnte dann der Rohbau fertiggestellt werden und der Ausbau erfolgte bis Ende Januar 2019. Der Erweiterungsbau ist ein eingeschossiger Massivbau mit Anschluss an den Bestandsbau des Ganztags und an die Turnhalle — Kostenpunkt rund 1,7 Millionen Euro. Die Energieanbindung erfolgte durch die Bestandsanlage im Altbau. Das Gebäude wurde mit einer Trespa-Fassadenverkleidung und einem Flachdach mit Blecheindeckung bestückt. Auf einer Gesamtfläche von circa 600 Quadratmetern sind drei Gruppenräume, zwei Inklusionsräume, eine Toilettenanlage als Ersatz für den abgerissenen Toilettenbau, ein Behinderten-WC, Technikräume sowie Umkleideräume mit Sanitär- und Duschbereich entstanden. 

Schlüsselübergabe passend zum zweiten Halbjahr

Passend zum Start in das zweite Schulhalbjahr konnten die Schlüssel übergeben werden, so dass die Ganztagskinder das neue Gebäude bereits seit Anfang Februar nutzen und sich dort schon ganz wie zu Hause fühlen. Die hellen Räume im Neubau bieten den Schülerinnen und Schülern andere Möglichkeiten zum Spielen und Lernen, aber auch für die AGs, die angeboten werden. An der Grundschule Lahde gibt es seit dem 1. August 2004 den Offenen Ganztag, dessen Träger die Johanniter-Unfall-Hilfe ist. Die Notwendigkeit der Erweiterung zeigte sich auch an den Zahlen, die Schulleiter Walter Baumann nannte: „Im Schuljahr 2004/2005 nahmen 39 Kinder das Ganztagsangebot in Anspruch, was damals acht Prozent aller Schülerinnen und Schüler entsprach. Heute nehmen 211 Kinder, das sind rund 60 Prozent, am Offenen Ganztag teil und die Tendenz ist weiterhin steigend.“ Seit dem 1. August 2017 wurde außerdem der Rhythmisierte Ganztag eingeführt, bei dem alle Kinder einer Klasse bis 15 Uhr gemeinsam im Klassenverband sind. Der Unterricht wird über den ganzen Tag verteilt und findet am Vor- und Nachmittag statt. In den Klassen des Rhythmisierten Ganztags arbeiten jeweils eine Lehrkraft sowie eine Mitarbeiterin aus dem Offenen Ganztag zusammen und bieten den Schülerinnen und Schülern einen Wechsel aus Übungs-, Freiarbeits- und Angebotsphasen.

Text und Fotos: Simone Kaatze